Donnerstag, 4. Dezember 2014

Lydia the tattooed lady


Es begab sich, vor nicht all zu langer Zeit, dass es mich anfocht, stehenden Fußes in eine mit Tinte verunreinigte Nadel zu rennen.
Mehrfach.
Quasi öfter.
Und auch mehr, oder weniger flächendeckend.
Once upon a time, I, not really accidentally, walked into a dirty needle. Well an ink tainted needle. And not only once, but several times.
And covering quite a wide area.

Tätowierungen sind heutzutage nichts besonderes mehr und gesellschaftlich weitestgehend akzeptiert.
Auch bei speziellen historischen Darstellungen ist eine (in die Epoche passende) Tätowierung natürlich kein Problem.
Im Gegenteil! Bei einer echten Tätowierung, die von Design und Platzierung her in eine Zeit und zu der Darstellung passt, habe ich eher einen tiefen Respekt vor dem Darsteller, der einen solchen Einsatz zeigt.
Schwierig wird es einfach bei nicht in die Zeit passenden Tätowierungen und natürlich bei Darstellungen, bei denen offen sichtbare Tattoos so oder so ein no go sind.
Tattoos are nowadays nothing special anymore, and usually quite widely acceppted throughout society.
With special roles and depictions in reenactment tattoos (matching the century/decade) are no issue. On the contrary! I tip my hat to every reenactor showing that level of dedication with portraying a certain character.
It becomes more difficult when the tattoos do not match the era you want to display. Or where openly worn tattoos are a no go in general

Zwar gab es immer und überall eine Subkultur der Körperbemalten, ich persönlich finde es jedoch innerhalb der Darstellung zumeist unpassend, ausgenommen Indianerdarstellungen. (wenn der Zeit und dem Stamm entsprechende Tätowierungen vorhanden sind oder aufgemalt werden).
Even though there's always been a subculture of bodyart, I personally find it rather misplaced in most displays. The only exception being native american displays (again if the tattoos match time and tribe and I make no difference between propper tattoos and body paint)

Die Sichtbarkeit von Körperschmuck ist für mich ein interessantes Thema, da ich meine Tätowierungen vorrangig einmal für mich habe stechen lassen. Die Motive / Texte haben eine Bedeutung, eine direkte Verknüpfung mit meiner Person und meiner Geschichte. Und auch die Positionierung ist mit Bedacht gewählt und nicht mit dem Anspruch wie gut oder schlecht es sichtbar ist.
Ich möchte, was bei der Mode heutzutage kein Problem ist, selbst entscheiden wem ich wann meine Bildchen zeige (daher wird es hier bei den Photos auch nur Ausschnitte zu sehen geben).
Das sieht bei der Mode gewisser Epochen schon anders aus.
Bei meiner bisherigen Rokokogarderobe war ich auf der sicheren Seite (im Zweifelsfalle, Fichu sei dank!).
The visibillity of tattoos is an interesting topic for me, since I got my tattoos for my pleasure first. The motivs/texts have a meaning to me and a direct link to me and my personal history.
Even in postioning them it was important for me that I am still able to hide / reveal them whenever I want.
I prefer, which isn't an issue with modern fashion, to decide myself to whom and when I show my tattoo. (therefor there'll only be small parts/detail photos on this blog.)
This is a tad more difficult in some other perdods fashions.
With my, usual, rokoko fashion I was on the safe side. (in some cases owed to a thick fichu!)

Nun drifte ich momentan ein wenig ins Empire ab.
Dort war ich bisher nur in Uniform unterwegs und hatte daher keine größeren Probleme meine Bemalungen zu verdecken.
Allerdings gehe ich gerade in Richtung ziviles Bürgertum und habe das Rückenfrei-Problem,
da Chemisettes oder Fichus oft sehr transparent waren und nicht immer und überall Spencer getragen wurde.
Now I am currently drifting into the Empire fashion.
A period where I've only been walking around in uniforms which hide my body art rather well.
Currently I am aproaching civillian middle class life and have the low cut back issue, beacause chemisettes and fuchus are usually made from rather trannsparent nad thin fabric.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir erst beim ersten Anprobieren des Kleidoberteils, also schon nach dem Probeteil, auffiel, dass es auf meiner Rückansicht farbiger zuging als mir lieb war (zumindest für 1810).
I have to admitt, it took me till fitting the dresses jacket, meaning well past the mock up, to notice that my back is showing way more colours than I'd prefer. (at least for 1810)

Tätowierung zeigen ist für mich, wie gesagt, ein „No Go!“ also wurde gefachsimpelt was man denn tun kann.
Showing a tattoo, for me, as I mentioned is a no go! So we started talking shop about what to do.

Die Entscheidung eine etwas blickdichtere Chemisette zu nähen fiel nicht schwer, besonders da es bisher nicht möglich war einen so transparenten Stoff, wie ich ihn benötigen würde, zu bekommen. (zumindest nicht zu den Preisen die ich zahlen kann)
The decision to take a fabrich that's a wee bit more opaque was an easy one to make, especially since I wasn't able to secure myself a fabric that would have been transparent enough.
(well at least not for a price I'd be able to pay.)

Tattoo Urformat /untreated tattoo (detail)
Da ich die letzten Tage bei einer Freundin verbrachte, wo auch gemeinsam an eben jenem Kleid genäht wurde, kam das Thema der Tätowierungsabdeckung wieder auf.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht vor mir sehe für furchtbar teures Geld Profi Abdeckmakeup zu kaufen.
Meine Freundin hat, im Gegensatz zu mir, eine Schublade mit diversem Schminkzubehör.
Also wurde erstmal geschaut was diese so her gibt.
Und es wurde getestet.
Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass dabei gekichert wurde wie unter Schulmädchen.
Since I spent the last few days with a friend, and above mentioned dress was (partly) sewn, the tattoo covering discussion welled up again.
Admittedly, I am not that keen on spending a shitload of money on concealer makeup.
My friend has, contrary to myself, a propper makeup drawer, trough which we roamed in search of concealer to try out.
There's a strong possibillity that schoolgirlish giggling was involved during the process of testing.

Tatto nur von Stoff bedeckt / tattoo just
covered with cloth
Was ich nicht gedacht hätte: mit dem relativ duchscheinenden Batist, den wir als Test-Chemisette überwarfen, war von der Kunst an der Rückwand schon nur noch ein Schatten zu sehen
(so wenig, dass ich befürchte, dass es auf den Photos garnicht sichtbar ist, und
was ja eigentlich schonmal nicht schlecht ist...).
I would never have thought that the thin and rather transparent batiste we decided to use as a mock chemisette already covered the backside bodypaint rather well. (well enough actually that I think it is barely visible on the photos here at all.)
(which actually isn't a bad thing.)

Tattoo mit Makeup 
Danach wurde ein wenig Concealer und Puder flächendeckend aufgetragen.
After that a bit of concealer and powder was added.

Die Wirkung der Tiegelchen und Töpfchen war nur bedingt überzeugend, da die Tätowierung noch recht gut sichtbar hindurch schimmerte.
In der Kombination mit dem gewählten Test Stoff jedoch war es eigentlich annehmbar.
The effect of the makeup wasn't as convincing, since the tattoo still shone through rather distinguishable.
In combination with the chosen fabric, tho. It was an acceptable result.

Beides, Tuch und Makeup bedecken das Tattoo
both, makeup and cloth covering the tattoo
Diese Kombination aus zwei Methoden, bzw das Benutzen von Schminke allgemein stellte mich vor
das Problem, dass ich Jemanden benötigen würde, der mich schminkt.
Ich hatte mir eigentlich einmal selbst versprochen, dass ich im Hobby nie Dinge tragen würde, die ich nicht selbst an und aus ziehen kann....
This combination of methods, or better, the usage of makeup in general opened up the issue of needing someone able and willing to apply it.
I once promised myself that I'd never wear anything in reenactment I cpouldn't put on or take off on my own...

Ich denke beim Überschminken könnte ich eine Ausnahme machen.
Wobei ich nicht wirklich glücklich damit bin, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Schminke sich auf die Chemisette abreibt.Und die dann immer wieder sauber bekommen...
Dazu kommt, wie schon erwähnt,  dass ich dann auch immer Jemanden benötige, der die Schminke aufträgt und im Zweifelsfalle hin und wieder kontrolliert.
I think I could make an exception for concealer makeup. Even though I am not really happy with this. There's a high possibility that the makeup rubs off and staines the surrounding garnments.
Adding to that i would need someone not only to put it on but also to check it regularly in case it rubs off.

Dies ist wieder mal ein Blogpost, der vielleicht eine Fortsetzung bekommt, denn noch bin ich nicht am Ende mit meinen Überlegungen.
Der Stoff, auf den ich mich nun für meine Chemisette geeinigt habe, ist noch etwas blickdichter als der Test Batist.
Wenn die Chemisette fertig ist und ich sie zu dem Kleid trage wird es einen endgültigen Versuch geben. Wahrscheinlich ende Januar.
Es bleibt also spannend.
Ich werde zu berichten wissen.
This again is one of those blog posts which I probably continue at some point, since I am not at all satisfied with the turnout so far.
The fabric I finally chose for my chemisette is a bit more opaque than the one we used for the test.
There will be another test when the chemisette and the dress is finished, probably end of january.
Oh the suspense!

I'll keep you in the loop.

1 Kommentar:

  1. Camouflage hat mich bislang auch nicht wirklich überzeugen können. Zwar deckt ein Spezial-make up wirklich zu 99,9%, aber an Stellen, an denen der Stoff aufliegt, reibt es sich wirklich in den selben und da hat Camouflage die Eigenschaft, dann bis in alle Ewigkeit zu verweilen - sprich: Spezial Make up auswaschen? Keine Chance.
    Nun habe ich mein Rückentattoo so tief, dass es mit einem etwas höher gewählten Ausschnitt gut zu bedecken ist. Mit Fichu sowieso. Das Mini-Ding am Unterarm klebe ich einfach mit Pflaster ab (auch hier war mir der "Abrieb" zu groß).

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