Donnerstag, 9. Mai 2013

Himmelfahrtskommando Tag 6 Mission accomplished!

Siegesfeier und Parade aller wunderbaren neuen Kleidungsstücke mit Perlwein und Häppchen, oder was auch immer Ihr in solchen Fällen vorzieht. We few, we happy few.

Erleichterung. Pure Erleichterung. 
Und ich weiß jetzt schon das gleich ein schrecklicher Picture Spam folgen wird.
Aber erstmal muss ich reinen Wein einschenken.
Ich hab Vorgearbeitet, aber mal so richtig.
Alle meine bisherigen Blogeinträge sind entstanden zwischen Alex Veröffentlichung des ersten Aufrufes und heute... Heute ist der 7.4. eigentlich der erste Tag des Himmelfahrtskommandos. Ich hab mich gerad schon wild durch die anderen Blogs geklickt und viel Spaß beim Lesen gehabt. ich hoffe das es so weiter gegangen sein wird.
(Man wann hat man mal die Möglichkeit Futur 2 zu benutzen???)
Ich hab ja von vorn herein geschrieben das mein Projekt eher außer Konkurrenz läuft, denn neben arbeiten, Haushalt, Familie (in meinem Falle ungesund viele Tiere) wäre ein solches Handnähprojekt in 5 Wochen völlig unmöglich. Bei genügend freier Zeit und Elan beim handnähen ist es zwar problemlos machbar dann stellt sich aber noch das Problem der Materialbeschaffung.
Erschwerend kommt hinzu das ich in der Zeit in der das Himmelfahrtskommando läuft 2 Auslandsaufenthalte habe... Das hätte das Zeitfenster noch ein wenig mehr eingeengt.

Anyways. Ich hab versucht meine Blogs so zu schreiben das sie ein wenig wiederspiegeln wie es wirklich "abging". Zudem, ich hab das Coatee tatsächlich nur fertiggestellt weil ich mich hier ein wenig in der Pflicht sah. 
Nach dem Eintrag von "letzter Woche" habe ich mich endlich daran gemacht das noch fehlende Innenfutter einzunähen und 2 noch fehlende Verzierungen an den Turnbacks zu machen.
Ohne diese Motivation hätt ich das wahrscheinlich irgendwann nachts vorm nächsten Event gemacht...
Was ich zum Großteil weggelassen habe sind die Diskussionen die Regimentsintern abliefen, was wo wie warum plaziert werden muss, wie viele cm die laces in pairs sind usw. Und die wilden Flüche wenn ich wieder, und wieder, und wieder auftrennen musste.

Vielleicht hab ich zum nächsten Sew along das passende Projekt das ich auch in der vorgegebenen Zeit fertigstellen kann.

So nun aber zum wichtigen Teil. 
Mein Fertiges Coatee *RUMHOPS*
Bevor der Picture Spam losgeht noch mal Eckdaten:
Es handelt sich um eine Uniformjacke des Coldstream Regiment of Foot Guards um ca 1777.
Innenfutter, wie beim historischen Original nur im Corpus aber nicht in den Ärmeln. Nicht nur das es historisch korrekter ist, es hat auch einen ganz einfachen Vorteil. 
Das ist ja keine Mode zum schick aussehen oder für Parade, das Teil wird benutzt und sich einen Ärmel ausreißen ist etwas das mir allein im letzten Jahr schon drei mal passiert ist. Und wenn man nicht immer noch das Innenfutter auftrennen und wieder vernähen muss machts das Leben echt einfacher. 
Aber genug geredet; mein fertiges Coatee:


front
seite



rücken, Die Falten kommen durch die Angedeutete Taille

Front mit Dreispitz, Bayonettgurt und Wasserflasche
Rücken mit Dreispitz, Bayonettgurt und Wasserflasche
Meine beiden Lieblinge. Links
Coldstream Guards um 1777
Rechts Gordon Highlanders um 1815
 Und natürlich will ich euch den Spaß nicht vorenthalten, das ganze mal in angezogen.
Die dicke Tante in vollem Kit.
Diese Uniform besteht aus:
Weißes Uniform Hemd, lang. mit schwarzem Neckstock (Krawatte) naturweiße Wollweste mit Zinnknöpfen, wollweißen Breeches auch mit Zinnknöpfen (meine Breeches sind ein wenig eng an den Knien und schlecht genäht diesmal war ichs aber immerhin nicht selber...), weißen Kniestrümpfen mit Wadenband (Leder oder Leinen) (On Parade) weiße Gamaschen, hoch mit je 25 Zinnknöpfen, (on normal duty) schwarze Gamaschen, kurz (9 Knöpfe) die weißen Gamaschen werden auch durch ein Wadenband gehalten, ich lass dann gern Strümpfe weg
Dazu schwarze Schnallenschuh mit gleichem Leisten (rechter und linker Schuh sind gleich)
NATÜRLICH das Coatee!!!!
Und dann die Crossbelts; weißer Ledergurt mit Patronentasche und weißer Bayonettgurt. dazu Wasserflasche und Brotbeutel. und natürlich der Dreispitz. Als waffetragender Grenadier setze ich den schief auf, damit er beim schultern und hantieren mit der Muskete nicht vom Kopf gefegt wird. (Eigentlich trägt der Grenadier eine Bärenfellmütze, die besteht aber momentan aus ein wenig viel Fell und hat auch noch Kopf und Krallen dran, aber das ist ein anderes Nähprojekt...)
Dazu hätten wir dann noch eine Flintlock Muskete Modell Brown Bess, long Pattern und einen Luntenberger.
Ihr könnt euch also vorstellen, bis man morgens aufgerödelt ist dauert es... und; besonders als Frau entwickelt man eine sehr differenzierte Einstellung zu Toilettengängen







Sonntag, 5. Mai 2013

Himmelfahrtskommando Tag 5 Flexible Response

Es geht in die Schlußphase. Nur nicht verkrampfen. Schwierigkeiten aus dem Weg räumen und fertig werden. Die zweite Luft ausnutzen und schon mal die Siegesfeier planen. Oder eben: Nächte durchmachen.

Na Mädels, wie läufts bei euch???
Ich hatte inzwischen schon das erste Schaulaufen, wenn auch nur im eigenen Wohnzimmer.
Zwei Haken und Ösen hatte ich schon recht früh irgendwann mal angenäht zum besseren anprobieren. Nachdem ich schnell noch Taschen gebastelt hatte und die Taschenklappen ordentlich aufgenäht hatte.
so von weitem ist das Coatee fertig. 
Und das ist mein Poblem.
Es fehlt nur noch ein klitze winziges bischen kleinscheiss.
Seufz.
Abends beim fernsehen werden die Schulterklappen und Wings noch mal schnell mit Lace versehen, die Knöpfe für die Schulterklappen angenäht, unterm Kragen, ich freu mich jetzt schon auf die Fummelei wenns darum geht Schultergurte anzulegen.
Der gute Andi hat mir grobe Leinwand mitgebracht aus der wir die Fransen basteln. ein paar Lagen Leinwand übereinander eingenäht und dann einfach die Fäden gezogen bis nur noch die Kettfäden standen. Flauschig :D

Innenfutter hab ich letzte Woche gekauft, zugeschnitten und zum Großteil eingenäht.
Und damit sind wir, zum ersten mal in meinem Himmelfahrtskommando auf dem aktuellen Stand der Dinge.
Es fehlen noch zwei Nähte am Innenfutter. Okay, okay ich gebs zu, unten muss es auch noch angeheftet werden. Und dann noch eine kleine Gemeinheit. Auf den meisten Bildern kaum zu erkennen aber zum Glück in einem Fachbuch gefunden. Auf die Turnbacks gehören noch Blau Weisse Ovale mit einer Granate verziert. 
Die müssen noch gebastelt werden.

Resume der Woche:
Ich war soooo Faul! aber nu geh ich nähen. Motivationshilfe funzt, ich will schliesslich das fertige Teil präsentieren!

Samstag, 4. Mai 2013

Am I a movable pivot?

A while ago I was offered a job.
Something that doesn't happen that often in todays economy.
Back then I still had a job but things weren't looking that great.

So far I've mainly had jobs in retail and usually on the lower end of the food chain.
After I lost one of those jobs in 2009 I decided to become my own boss. For the last three years I've managed my own shop, sold artsupplies and paper. But the local economy is going down hill and I had nothing left to back up my idea. So it was time to move on.
A few months before I decided to close my shop, this job offer came. And, of course, I had a long, hard think about it. Even before I reached a desicion the job offer was postponed.
Well, things happen...
Then, all of a sudden, a few weeks ago the offer was back on.
This time with bells and whistles.

I'm a country girl, I like living in my village. and I've, by now, lived longer in my little bell etage flat than  I lived in my parents house. I literally grew up in this flat, taking it over after my grandmas death. It's mine. I know every nook and cranny, the tricky shower, the lopsided stove.... everything.
For the new job I have to move south. About 2.5 hours, by car, from here. In a beautiful town, where I already have some friends.
And more important, I have a propper job. A boss I am really, really, fond of. And a boss who wants me!

I'm inofficially unemployed by now, still officially self employed I closed my shop a few weeks ago. I've been looking for new jobs in my area but so far I drew blanks everytime.

So when the job was offered a second time I more or less jumped at the chance. Well I have to admitt it was an Elephants jump (Elephants can't jump btw.).
There's this job, more or less waiting for me, with a boss who says "I need YOU! Your skills, your motivation, your character." She's in the same hobby, too, and we get along marvlously.
Only drawback is; I'll have to move.
Admittedly I wasn't fond of the idea. but by now I've had a few days to get used to the concept.
Tomorrow I'll drive down there to have a nice talk, probably a few gin tonics and a nice BBQ followed by a few days of getting my bearings and looking at a flat.
This is a big chance for me. A great job, of which I know I can be good at.
A new city.
It's time to move.
Perhaps time to re-invent myself.
I'm just a bit freaked out about managing the move whilst still selling off the last bits of my own shop and already working the new one.
oh dear...



Dienstag, 30. April 2013

Rule Britania!

Safe and sound back from the yoo kay!
Und ich muss mal ernsthaft sagen;
Sche woas!
der Ur-Plan war ja eigentlich ein London Tagestrip. Morgens einfliegen ab in die National Gallery, das Bild angucken um das es mir ging und abends wieder heim jetten.
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!
Ich hatte meinem Captain von der Idee erzählt und jener schlug sofort vor, ich könne doch meine Kundin/Freundin fragen, die eine Kopie des Bildes bestellt hatte und dazu auch noch in London wohnte, ob ich bei ihr nicht übernachten könnte.
Da ich mich nicht aufdrängen wollte hab ich das gelassen... Und ihm auch genau so erklärt.
Als Antwort bekam ich ein schlichtes: "Du brauchst sie nicht zu fragen, das hab ich gerad getan"
*KREISCH*
Natürlich fand sie die Idee toll. Man beriet Daten und zack waren 5 Tage London geplant.
Die gute nahm sich sogar frei um mich vom Flieger abzuholen und freitags wieder hin zu bringen.
All inclusive eben.
Schnell wurden andere Freunde alarmiert und eine kleine Dinnerparty geplant.
Grossartig!
So kam ich montags vormittags an, wurde nach Ealing cheauffiert bekam ein Teechen und ab gings zum Museum.
Business first!
Also, nach einem kleinen scare über eine verlorene Geldbörse (meiner Gastgeberin) die sich leider auch nicht wieder anfand :( Ab mit der Tube zur National Gallery.
Und das Ganze bei Kaiserwetter.
Wenns nach mir gegangen wäre hätten wir uns auch gerne den Rest des Tages in ein Cafe in die Sonne setzen können.
Doch Ach.... Arbeit geht vor.
Also ab in die NG Bild angucken, fachsimpeln, beraten. und dann den Rest des Museums.
es ist 18 Jahre her das ich da war und ich hatte ehrlich gesagt das meiste schon wieder vergessen.

Dazu kam das Vergnügen mit einer sehr gebildeten Frau, ihres Zeichens auch Reenactor, durch die Sääle zu wandeln und sich über Darstellung, Kleidung, Details auszutauschen.
Erfrischend!
Ok zugegeben eine Tür weiter in der National Portrait Gallery begannen die Leute irgendwann einen Bogen um uns zu machen *hüstel*
Da mussten wir uns dann auch etwas kürzer fassen, weil; Dinnerparty!
Also ab, heim und sich bekochen lassen.
Die gute verbannte mich erstmal aus der Küche und ich hab vom Türrahmen aus gebannt zugesehen wie auf 6 Flammen gleichzeitig gekocht wurde.
Faszinierend!
Mit 2 geladenen Gästen wurde üppig dinniert, gelacht und erzählt bis in die tiefe Nacht. Leider mahnte die letzte Bahn irgendwann  zum Aufbruch.
Aber nicht ohne sich mit Rob noch schnell für den nächsten Tag zu verabreden. für "A walk about town" besichtigung des Guards museums und nen kleinen Shoppingtrip.
Also in aller Frühe *hüstel* wieder raus, ab in die Stadt. Da ich noch zeit hatte bin ich erstmal in aller ruhe nochmal in die NG und die NPG (kostet ja schöner weise keinen Eintritt) und alles einfach geniessen und wirken lassen. Morgens um 10 ist es auch noch recht ruhig und man kann sich die Bilder in ruhe betrachten.
Danach dann mit Rob durch die Stadt stromern. Der Gute hatte wirklich tolles zu zeigen. So endeten wir Standesgemäß, unter anderem, in einem Hutladen der seit 17hundert schlagmichtot im selben Hause ist und u.a. Hüte Für Nelson und andere Charaktäre herstellte.
Whee!!! Heaven, i'm in heaven!
Der gute Rob ist aber auch eine herrliche Gesellschaft beim die Stadt erkunden!

Nach einem improvisierten Picknick im St James Square gings zum Guards museum, welches.... klar.... geschlossen hatte. ARGH
Das war der zweite wichtige Punkt meines London besuches. Also auf morgen vertagen.
Immerhin wurden wir durch eine Parade der Royal Horse Artillery entschädigt die vorm Toyshop des Museums her flanierte. Dank Robs guter Connections schafften wir es auch noch bis nah an den Exerzierplatz :D

Danach gings dann weiter durch die Stadt. um sieben war ich am Globe verabredet also bewegten wir uns vage in die Richtung. Um im Anchor noch gepflegt ein Ale zu inhalieren.
Um sieben wurde ich dann an meine Gastgeberin übergeben, die hatte auch ein imromptu Picknick dabei und man ließ sich vorm Theater nieder und trank Wein aus Plastikgläsern (ich find das sollte es in D. auch geben, fertig abgefüllten wein in Aufreissgläsern, Grossartig!)
und dann ab ins Theater, als groundling, The Tempest! Geweldig! (um nicht wieder Großartig zu schreiben) Ist schon ein geiles Feeling in dem Ambiente, auch das 3 Stunden stehen ist eigentlich nicht so schlimm. (Man ist ja das stehen bei Paraden gewohnt) Und wenn ein paar meter von einem entfernt Kenneth Brannagh im Zuschauerraum steht und glücklich Chips mampft macht es das auch noch viel netter! (ich war ja schon nen bissi baff)
Die Schauspieler waren toll und ich mag die Herangehensweise der Briten an Shakespear. Die sind da nämlich um einiges entspannter als der deutsche Kulturschaffende.
Anyways. In der tube heim fast eingepennt, Gastgeberin mit einem klaren Fall von shoe regrett... höhöhö ratet wer in Uniformschuhen da stand? Immerhin weiss ich bei denen das ich den ganzen Tag rennen und dann noch 3 Stunden still stehen kann *feix*.
Donnerstags dann erst mal ausspannen. Gastgeberin musste arbeiten und ich hab erstmal genüsslich gefrühstükt und ausgibigst geduscht bevor ich mich zur nächsten Museumsrunde auf machte.
Diesmal Guards Museum und National Army Museum. Vorher, weil Öffnungszeiten... noch schnell Big Ben und Westminster Abbey abgehakt... sollte man ja mal gemacht haben hihihi.
Ersteres war Offen und toll zweiteres war offen und auch toll, und dazu noch Robs Arbeitsstelle ergo Lunch mit Rob. Danach noch durch die Museums eigene Kusntausstellung gestromert...
Das NAM macht wirklich Spaß, weil zum Teil Interaktiv.
Ich fand jedoch ein frühes Ende, denn selbst meine Füße waren inzwischen an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Meine Gastgeberin hatte für den Abend eine Einladung und so gabs einen ruhigen Abend "daheim" Macht schon Spaß so Touristenuntypisch ein Wohnhaus zu betreten, und später noch mal schnell für take out über die Straße zu huschen. Die Werbung "the best chicken" war übrigens gelogen...
Freitags nachmittags ging der rückflug, also genug Zeit für ein Full english, und um sich am Bücherregal der Gastgeberin eine "To buy list" zu erstellen bevor der Weg zum Flughafen angetreten wurde.
Ich kann keinem empfehlen die 15 Uhr maschine nach Düseldorf zu nehmen. denn die Landet um 18h Ortszeit und ist DIE Pendelmaschine für Junggesellen Abschiede... es waren 2 an Bord... und die legten dann auch ordentlich vor.

Resume des Trips
einfach Herrlich! für kleines Geld 4 Tage London in toller Gesellschaft. Viel gesehen, viel erlebt.
Ich sollte soetwas viel öfter machen.

Das Genick brach mir dann allerdings das ich abends um 8 daheim war und am nächsten morgen um 9 schon wieder unterwegs Richtung Niederlande war... das ich von dort auch ers um 2 in der früh heim kam half dann auch nicht mehr.
Ich hab das Gefühl ich bin irgendwie immernoch platt!

Sonntag, 28. April 2013

Himmelfahrtskommando Tag 4 Lagebesprechung

Geht’s voran, geht’s nicht voran? Sind Änderungen im Plan nötig? Kann jemand  mir helfen?

Ach geht mir doch wech!
Lagebesprechung! Am arsch die Räuber... ich bin hier eher die, die sich den Wolf näht.
Neeee, ich bin nicht am abkotzen, könnt mir gaaarnicht passieren *genervthaarsträhneausderstirnblas*
Aber lasset mich berichten.(dann muss ich wenigstens nicht Nähen!)

Was hamma denn soweit? Die Laces in Pairs sind drauf. die Teile sind eingefasst, eigentlich wirds langsam Zeit aud dem Kilo Mett wieder ein Schwein zu machen.
Alleine, keine Chance. Ärmel müssen dran und da bin ich ne niete. Das fiese bei diesen historischen Schnitten ist das die Ärmel recht hoch auf die Schulter gehen, die Ärmelkugel sieht auch irgendwie verwirrend aus. Aber ich hab ja genug gute Näher im Freundeskreis. Und das Regimental Dinner steht an. Da kann man das flugs gemeinsam machen.  Ich bekomme endlich meine Ärmel eingesetzt, und den ein oder anderen bewundernden Blick. so ein Coatee ist schon beeindruckender als unsere, im vergleich, eher schlichten Highland Coatees. 


Nach dem ausgibigen Bügeln der Laces gehts nun an die Knöpfe *yay*
Auf die Lapels gehören pro Seite zehn Stück. Die sind nichtmal nur Deko! Die Knöpfe werden auf die Jacke genäht, die Lapels bekommen Knopflöcher und werden dann auf die Jacke geknöpft. Sinn und Zweck? Wenns mal etwas kälter ist kann man sie aufknöpfen und zuklappen. 
Man lernt ja nie aus!.
Bei der Plazierung der Pairs musste daher schon darauf geachtet werden wo hinterher die Knöpfe hin kommen da die Knopflöcher in den Laces liegen. Und aus purer Boshaftigkeit hält der oberste Knopf auch noch den Kragen. 
Das annähen geht hier allerdings flott. einfach den Stoff an der richtigen Stelle vorsichtig einschneiden, Stift des Knopfes durchstecken und wenn alle Knöpfe stecken auf der Innenseite des Coatee mit einem dicken Faden auffädeln. 

die restlichen 22 Knöpfe sind dann allerdings Einzelstücke. 
Wobei wir 6 erstmal ad acta legen, denn die müssen in die Falten der Turnbacks, der Rockschöße. Soweit sind wir noch nicht. 
Knopflöcher vernähen kann ich mir zum Glück auch schenken. Das war in den niederen Rängen unüblich. *Freude*
Das gute Stück sieht nun wirklich schon aus wie eine richtige Uniformjacke. Ein trügerisches Bild. Denn es ist noch gemein viel zu tun!

Als nächstes kommen die Wings und Schulterklappen. Eigentlich aus einem Stück doch diese Information kam etwas spät, also aus 2 mach eins. Zum Glück müssen die nicht wie in der Napoleonik in die Ärmelnaht eingenäht werden sondern werden einfach außen auf die  Schultern aufgesetzt. 
Ich hab beschlossen erst die Wings anzusetzen und danach die Laces aufzunähen, denn dann kann ich sie optimal plazieren. Habe aber um einiges mehr Gefummel. Aber auch das lässt sich lösen.


das ist jetzt gemogelt, da ich kein passendes
photo hatte ist dies das coatee vom Captain
Zeit für den nächsten Sew In. Die turnbacks snd fällig. Daheim schnell vorarbeiten und die Innenseite der Schöße mit der weißen Wolle auslegen und die Falten vernähen. Die Knöpfe dran und ein Laceband dran.
Dann gehts auf zum Andi.
Ich hatte mir das ja sooo schön leicht gedacht.
Naja immerhin hab ich dem Andi einen Lacher beschert.
Die vermaldedeiten Turnbacks! Erstmal die Falten ordentlich nachbügeln, und dann die Schöße vorsichtig zusammen legen und festheften. Das überlappte alles irgendwie. Des Rätsels Lösung hielt Andi in der Hand. Die Dinger werden auf Pass geschnitten. (!)
Also mit Schneiderkreide die Kanten verlängern, ein paar mal tief durchatmen und ab an die Schere!
Beide Seiten brav annähen und FERTIG!!!
Wäre da nicht....
Ach, mach ich nächste Woche.

Resume der Woche:
Ich hasse nähen und besonders wenn man gerad fertig ist und jemand sagt: das sieht aber komisch aus ist das original???

Sonntag, 21. April 2013

Himmelfahrtskommando Tag 3 Offensive!

Es geht los. Zuschneiden, heften, erste Anprobe. Yippieh oder oje?

Was hab ich da nur angerichtet???
Meine bisherigen Näherfahrungen beschränken sich auf eine Marlenehose unter Anleitung und ein Highland Coatee ca. 1815 unter noch viel mehr Anleitung....
Aber ich bin ja ein großes Mädchen und ich schaff das! *schwör*
Aber nicht ohne Netz und doppelten Boden.
Also ran ans Probeteil.
Schnitt aufgelegt, auf das gute alte Bettlaken, und ratzfatz ausgesäbelt. und dann erstmal ran an den Rechner sich den Schnitt anschauen und die "Anleitung" lesen. 
Ja, beim nähen sollte ich einen Fahrradhelm tragen.
Und dann gehts rund, Rumsuchen, was ist Innen was ist Aussen? Oben und Unten kann ich gerad noch identifizieren, die Naht bis hier, die bist da? Hier was umgestülpt... 
Oh Gott!
Stecknadeln dran und ab an die Nähmaschine.
Und wenn ich sage Nähmaschine, dann meine ich Nähmaschine... die gute Adler Superba. von 1957. Die ist so idiotensicher da komm sogar ich mit klar!

Inkusive Nähhilfe... zugegeben ;)







Fertiges Probeteil. Meiner Meinung nach passt es wie angegossen... andere Leute sind da anderer Meinung und nach kraftvollem Zugreifen (eine Freundin hielt mal die Rückennaht ab) ist klar da müssen wa noch wat bei...
Aber die Änderungen kann man auch prima am Original machen also muss ich da nicht weiter mit rum fummeln. 
Beweiss erbracht ich kann auch freihändig!.
Und hab nun einen schmissigen neuen Putzlappen. ;)

Also lauern auf den Wollstoff. 
Um den abzuholen findet man sich ende Februar auf einem matschigen Parkplatz in Holland wieder, Es ist Sonntag, und Drill Day der Gordons, am Tag zuvor war der Ball of the Dutchess of Richmond und zu diesem Ball hatte mein niederländischer Freund meine Bestellung meinem Captain mitgegeben, dieser bewegt sich nun in schmissigem Militärschritt zu seinem Wagen, öffnet seine Heckklappe und brüllt über den kompletten Parkplatz:
"Wenn du deinen Stoff suchst, der ist in meinem Kofferraum"
Sätze die man in Holland gerne hört....

Mit meiner Beute reite ich Heim und mache einen Termin mit Regimentskollegen zum gemeinschaftlichen zuschneiden und Milchkaffee trinken.

Das passiert dann auch. Spannender Weise stehen 2 erwachsene (naja) Männer und eine Frau um einen Esstisch und schnibbeln an der Wolle herum. Während die zweite anwesende Frau in der Küche etwas anstellt das dem Duft nach in Lammbraten enden wird. 

So macht nähen spaß!
Arbeitsteilung ist klar, die Herren schnibbeln und Fachsimpeln ich hock auf der Couch und löse die Schnitte wieder von den ausgeschnittenen Teilen und sortiere. 
Gemeinsam wird der Corpus und die Ärmel zusammengeheftet. Danach ist klar. Das Lamm ist nicht umsonst gestorben; das haben wir uns jetzt verdient!

Zurück daheim beschliesse ich ein wenig zu schummeln.
Hatte ich die Authentik erwähnt? 
Ja, hatte ich. 
Um ein authentisches Coatee zu nähen sind Nähmaschinen tabu. 
Doch, ach...
Bei den Basicnähten beschließe ich zu mogeln. Also Rücken- und Seitennähte sowie die Ärmel flugs mit der Maschine gemacht. Die müssen bestimmt eh nochmal auf weil die Taille ja eh noch nicht so ganz sitzt. 
Das war dann auch die erste und letzte Abkürzung die ich nehmen kann.
innerhalb von einer halben Stunde ist alles zusammengenäht. 

Nun gehts los mit der Fummelei.
Auf die Seitenteile müssen die Lapels aufgenäht werden, die Revers, die werden zuerst, auch aus rotem Wollstoff, raw edge Kante auf Kante genäht und dann mit blauer Wolle "überzogen" also Außenkante wieder raw edge und dann nach innen umschlagen und vernähen. Ähnlich gehts auch bei den Ärmeln, die sind vom Schnitt her schon zu lang angelegt und unten leicht ausgestellt weil die Cuffs, die Aufschläge eben aufgeschlagen werden. Diese werden auch mit blauer Wolle eingefasst, den sogenannten Facings.

Und hier wird nun das erste mal so richtig gepfuscht.
Auf Lapels sowie Cufs gehören Laces. der Spass nennt sich "Scollope tip laces in Pairs" also immer zwei gefaltete Wollbänder deren Spitze leicht gewölbt wird. Lace ist noch nicht da. Es wäre auf den Cuffs einfacher es erst auf zu nähen und die dann ein zu setzen, aber was nicht da ist kann man nicht verarbeiten. Also kommen die Laces später.

Dafür kann man Kragen. 
Der besteht insgesammt aus vier Teilen, je zwei in rot (Unterseite) und zwei in blau (richtiiiiiig, Oberseite)
Da ist unser allgemein schnitt aber Falsch, der Kragen hat die falsche Form. die richtige Form haben wir an Hand von Illustrationen abgeleitet. Leicht geschwungen, spitz zulaufend. vorne soll er eine Linie bilden mit den Lapels.
Und das mir.... bisher hatte ich nur Stehkragen, dieser ist auch noch umgeschlagen!!! 
Ich brauche fast eine Woche bis ich die passende Form hingebogen bekomme. Immer schön abends, nach der arbeit. Zum Glück hab ich eine Schneiderpuppe. Dennoch, wer an diesen Abenden unter meinem Fenster entlang flaniert kann noch einiges an blumigen Flüchen lernen. 
Irgendwann jedoch hab ich tatsächlich einen fertigen Corpus mit Lapels und Kragen, das gute Stück ist knapp knie lang und mir schwant schon das das noch heiter werden wird.

Es ist mal wieder ein Sew In geplant. Oder sollte ich eher sagen, klönen, Kaffee und Downton Abbey mit ein wenig genähe?
Ich stelle meinen Kragen vor und gemeinsam mit Regimentskollege Andi wird verfeinert. Auch die Wings werden in Angriff genommen. Nein keine späten Schmähschreiben an Paul McCartney ausserdem war zumindest Live and let die ne coole Nummer. Die Wings sind blaue "Bögen" die an die Schultern angesetzt werden, verziert mit Laces (in pairs) und Fransen symbolisieren sie das wir zu einer Flankenkompanie gehören, einer Wing company eben.
Der gute Andi hat auch meine Laces, die unser Captain bei ihm abgeliefert hatte.
Also kanns nun richtig rund gehen.

Im Laufe der nächsten Wochen werden die aufgenäht. Erstmal auf den Lapels, diese einfassen und dann die Pairs, immer schön im selben Abstand. Dann Cuffs, auch einfassen und 2 Pairs. Dann Taschen. einfassen, und Pairs. und nachdem alles fertig ist, kommt Kollege Andi mit "Ach übrigens hast du gesehen auf den Taschen sind noch Zierstreifen und die Abstände sind anders...
Nahttrenner sind echt unwitzig wenns hansgenäht ist. 

Laces aufnähen ist eh eine Wissenschaft für sich. für ein gefaltetes Lace brauche ich im Durchschnitt 25 Minuten dazu kommt die Zeit fürs plazieren, vermessen und feststecken. 
Aber irgendwann ist man fertig, und der irrigen Annahme das man es geschafft hat. 
Freund Andi weißt in dem Falle dann auf die Laces am Rücken und auf den Wings hin. Hätte er nicht tun müssen.

Resume der zweiten Woche (ein weiteres höhnlisches Kichern)
Man kann so langsam erkennen was es werden könnte. Es ist noch viel zu tun!





Nachtrag:

kleine erweiterung zu Alex kommentierte vorhin:

[...]Machste mir auch so ne schicke Jacke? *duck. Nee, echt, sieht schon ziemlich cool aus. Aber wenn man nu bedenkt, daß das Ding dazu da war, sich drin totschießen zu lassen, find eich die ganze Arbeit ja doch unökononisch. Haben die Jungs sich das früher eigentlich auch selbst genäht oder gab'S dann nen regimentsschneider?

Da wollt ich doch mal flugs etwas näher drauf eingehen, zumal ich bei vielen Teilnehmerinnen des Himmelfahrtskommandos las das sie etwas Schwierigkeiten mit der leicht militärischen Herangehensweise haben.

also hier mal ein kleiner Erklärungsversuch zum Thema Warum nähe ich eine Uniform und vielleicht auch was ist Reenactment und warum macht man sowas.

1. Ne Alex ich näh dir keine aber du kannst gern den Schnitt haben ;)
2. Kleine Uniformkunde.
Rein optisch sind diese alten Uniformen einfach spannend. und, wie ich schon in den Comments schrieb, sie wurden nicht genäht um sich darin tot schiessen zu lassen sondern um darin tot zu schiessen.
Bevor nun einigen die Haare zu Berge stehen hier der Erklärungsversuch.
Die Waffen zu dieser Zeit waren bei weitem nicht so tödlich wie heutige es sind. im durchschnitt kamen 2/3 der Soldaten unbeschadet oder nur leicht verwundet aus der Schlacht. Die wenigsten starben direkt durch Musketenschüsse, viel verbreiteter war der Tod durch fehlende medizinische Versorgung.
Die prachtvollen Uniformen sind nicht nur Ausdruck der damaligen Mode sondern auch eine recht simple Form der psychologischen Kriegsführung, je schmissiger und verzierter desto "angsteinflößender" denn eine Macht die ihre Soldaten so kleiden konnte hatte sicher auch genug Geld für Nachschub und Waffen...
So hats zumindest mal mein Geschichtslehrer erklärt ;)
Zum Redcoat der britsichen Armee gibt es noch eine besondere Anekdote.
Man erzählt sich das napoleonische Truppen einen britischen Offizier gefangen nahmen und diesen beim Verhör auch fragten warum die brieten diese grellen Uniformen trugen.
Der Offizier antwortete gelassen "Damit die soldaten das Blut nicht sehen und auch verwundet noch in die Schlacht gehen."
Seit diesem Tage trugen die französischen Truppen braune Hosen....
Scherz
Im Grunde trugen die Briten rot weil das damals der günstigste Stoff war.
Zugegeben das Geschichtlein klingt besser :D

Die Jungs mussten nicht selber nähen (offensichtlich) es gab Regimentsschneider Da aber die Regimenter lokal Ausgehoben wurden und auch oft von Lokalen Schneidern beliefert wurden konnte es gut sein das die Röcke verschieden ausfielen.
Nichtnur hatte jedes Regiment eigene Facings und Knöpfe sowie Laces in Form und Farbe, wenn mehrere Schneider für das selbe Regiment arbeiteten konnte es auch passieren das die Jacken eben nicht alle gleich aussahen.
Auf Campagne also im Feldzug wurde selber geflickt. Entweder von den Soldaten selber oder von den mitreisenden Frauen. (yepp es gab Frauen die mitreisten, entweder soldatenfrauen oder sog. Campfollower die sich Geld damit verdienten zu waschen, kochen oder flicken oder enderes ;) ) Interessantes buch zum thema "Following the drum - the women in Wellingtons Army.

Warum ich so eine Uniform nähe dürfte sich ergeben, ich brauche sie für mein Hobby. Warum ich so ein Hobby mache ist vielleicht eine Frage die die ein oder andere interessieren könnte...
Eine gewisse Affinität zum Militär bzw eine Faszination für Uniformen hab ich schon länger. Da war es ein kleiner Sprung zum Militär Reenactment. bei der Zivildarstellung ists mir einfach etwas zu langweilig.
grins
Die Kriege die wir darstellen wurden anders gefochten als die heutigen. Sie wurden direkt auf einem Schlachtfeld entschieden, dementsprechend wenige Zivile Opfer gab es.
Wir versuchen uns hinein zu finden in das Leben der Soldaten damals. natürlich gelingt das nicht zu 100% aber auch wenn wir nicht Tausende gegen Tausende stehen und auch wenn wir wissen das die Musketen auf der Gegenseite nicht geladen sind man bekommt doch einen guten Einblick. Und so manch kalter schauer läuft einem den Rücken runter wenn eine Feindliche Truppe mit aufgepflanztem Bayonet auf einen zu marschiert.
Wir zeigen den Zuschauern wie laut und chaotisch so eine Schlacht war. und regen vielleicht auch dazu an mit anderen Augen über Krieg nachzudenken.
Und das tolle ist.
wenn die Schlacht vorüber ist dann sind wir alle freunde.
Franzosen und Engländer teilen sich ihr Bierchen oder den Eintopf.
Wir tun mehr für Völkerverständigung als so manche anderen Gruppierungen.
Durch dieses Hobby habe ich Freunde in Europa. Darsteller aus der selben Epoche, teilweise auf verschiedenen Seiten, mit denen ich im regen Austausch stehe. Man besucht sich auch gegenseitig, so komme ich nächste Woche recht günstig nach london ;) und wann hört man sonst schon Sätze wie "wenn du das nächste mal in der Schweiz bist, komm auf nen Kaffee" oder "ach du willst nach Amsterdam ins Museum, du ich komm mit, kannst bei mir pennen"
Ja, wir spielen Krieg. Aber nicht um Sinnlos in der Gegend herum zu ballern, sondern um zu Zeigen wie es in der damaligen Zeit war. Mit Lehrauftrag so zu sagen.
:)
Hier nochmal ein Regimentsphoto von "meinen" Gordons und ja ich will nur angeben weil ich ausnahmsweise als officer rum laufe und nicht als Soldat (ich bin das mit der gelben Flagge)

Montag, 15. April 2013

Loano viel zu kurz, aber gut!

Reenactors sind ja ein komisches Völkchen, so kann es auch passieren das man "spontan" mal eben für ein paar Tage nach Norditalien, im genauen Ligurien, fährt um auf einem Marktplatz zu exerzieren...
Zugegeben bei dem Marktplatz irgendwie verständlich, oder???

Wir bekamen eine Einladung doch gemeinsam mit der italienischen 42nd und der deutschen 42nd in Loano zu exerzieren. Zu Gast waren ausserdem noch die Navy und die Italian Levy.

Ein hübsches Dörfchen direkt am Mittelmeer. Sehr empfehlenswert!

Also, ganz klar, da fährt man hin!
Vier von uns Gordons, insgesammt. Drei davon in meinem kleinen Äutochen.
Roadtrip!!!
Man traf sich Donnerstags abends zum gemeinsamen Abendessen und Nachtfahrt nach Italien. Herrlich! St Gottard leer, kein Stau um Mailand.... Naja der Regen hätte nicht sein müssen.
Als wir morgens gegen acht aus den Bergen kamen war dichter Nebel der sich erst unten an der Küste wirklich lichtete. Dann aber innerhalb von Minuten völlig verschwunden war und einem strahlend blauen Himmel platz machte.
Wir kennen Loano ja schon, also zielstrebig auf den Parkplatz an der Stadtmauer und ab in unser Lieblings Café.
Ich glaube wir hatten, selbst in zivil, wiedererkennungswert.


Cappuccio und croissant albicocca und die Ankunft geniessen.




Um 12 den Captain im Hotel abliefern, wir konnten dann um 3 in unser Zimmer. (Besatzungsunterkunft im Rathaus)
So richtig Zimmer mit Aussicht!









Das Glockenspiel des kleinen Kirchleins war ein wenig angestrengt aber das konnte man tolerieren.






Im Laufe des Nachmittages trudelten nach und nach die anderen ein und nach einem weiteren Cappuccino wurde sich standesgemäß in Uniform geschmissen und zum gemeinsamen Dinner marschiert.

Samstags morgens gings dann so richtig los, 7 Uhr Wecken, 7.30 Rolecall, 9 Uhr Hoisting of the Flag (auf dem schicken Balkon)
und dann drillen bis der Arzt kommt.
Vor Publikum schön links herum und rechts herum und überhaupt...
War schon schön. zwischendurch ein leckeres Mittagessen und spät abends dann Parade mit Pipeband durch die Stadt.

Das ist schon ein geiles Feeling. Auch wenn ich jetzt nicht so der Fan von modernen Pipebands im Reenactment bin, aber ein wenig fürs Publikum Posen hat schon was.
Zumal wenn man durch so eine Stadt marschiert!!!
siehe Impressionen:















Schick, woll?
Natürlich waren wir nicht nur uniformiert da sondern sind auch so ein wenig durch die Stadt geschlendert.


Kleine Randbemerkung, letztes Jahr haben wir die Bäckerei als Abkürzung benutzt um den ranzosen den Weg ab zu schneiden.
Da musste einfach ein Touristen Photo sein!
Und ein stolzes Grinsen vom Captain und, zumindest einem, lowly Private !








 Meine Form des Mittagessens...

Bananencappuccio

Leckerer als man denkt!

Das selbe kann ich nun auch über Haggis sagen, auch wenns ein wenig Surreal ist den ersten Haggis in Italien gegessen zu haben.
War aber Lecker!




Hatte ich übrigens das Mittelmeer erwähnt???












Der wahre Grund fürs Reenacten.... in diversen Ecken Europas einfach mal in der Sonne rum gammeln :D










Sonntagnachmittags gings dann, leider, zurück gen Deutschland.
Nach einem wirklich tollen Wochenende in Italien, mit viel Spaß und guten Freunden.

Resume:
12 Stunden Fahrt ein Weg. aber, ich würds wieder tun!
Oder sollte ich sagen, ich werds wieder tun???