Donnerstag, 22. Januar 2015

Vernet Gedanken / Vernet thoughts part 2


Wir schauen heute in den Zeitungen wonach wir in den Läden vielleicht die Augen offen halten sollten / könnten.Verschaffen uns einen Überblick über Trends und Preise. Die Zeitschriften, die ich kenne geben zumeist Markennamen, Preis und sogar die Ladenkette an, bei dem die Artikel zu beziehen sind.
Vor 200 Jahren wurde vielleicht doch eher unter der Prämisse geschaut ob, wenn man etwas gefunden hatte, von dem man überzeugt war, dass es einem stehen würde, man es gut nacharbeiten konnte oder wie einfach /bezahlbar man an die nötigen Materialien kam.
Konnte man Teile in den Geschäften kaufen? Oder gar ganze Kleider erwerben / in Auftrag geben?
Ich bin schwer überzeugt, dass damals die farbigen Abbildungen viel intensiver und genauer betrachtet wurden als wir heute die Modephotos betrachten.
When we look at magazines or catalogues nowadays we usually are looking for shopping advices, are suveying trends and fashions. Most magazines even list brands, prices and retailers.
200 years ago, I recon, women were more looking to copy the dresses, sew them on their own or, of course, have them tailored for them.
They thought along the lines of how affordable materials were or if they could get them at local retailers or had to send out for them. and, of course was it worth the effort / time.
I am convinced that the beautifully coloured plates were much more closely observed than we look at the fashion photos today.


Und genau das war auch mein Fehler.
Bisher habe ich noch nie von einem Modekupfer gearbeitet. Nun, unter der Vorgabe so genau wie möglich und mit möglichst vielen Details und Accessoires, hab ich da erst mal ein Problem.
And this was a mistake I made.
Since now I had never worked off a fashion plate. And now, in the context of having to copy it as close as possible and with as much details and accessoirs as possible... that's a problem.

Mein Einstieg in das Projekt begann mit der Plate eines Kleides, das ich einfach nur klasse fand. Besonders die Schuhe hatten es mir angetan und ich war überzeugt dieses Kleid nähen zu wollen, nur damit ich auch die dazu gehörigen Schuhe herstellen kann.
Ich signalisierte also mein Interesse....
Allerdings wurde ich sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
Und das eigentlich nur durch den Umstand, dass gewisse, auf dem Kupfer verwendete Stoffe heutzutage mehr als schwer zu bekommen sind.
Also entschied ich mich für eine Herren Kupfer.
Zugegebenermaßen weil ich da noch dachte eine schon vorhandene Hose nutzen zu können.
Doch ach.
Ich scrollte fröhlich durch die noch zu vergebenden Modekupfer und entschloss mich rein nach der Optik für eins.
My first contact with the project was a plate of a brautiful dress, which I desperately wanted to sew. Mainly because I fell in love with the boots and I really, really wanted to make those.
I wanted that dress. So I signalled that I was vaguely interested.....
I was pulled back down to earth rather quickly. By the fact that I had no chance of aquireing certain fabrics used on the plate.
So I decided on a male plate.
But ah.....
I happily scrolled through the still available plates and decided on one just by the looks.

So ein lockerer Schuss aus der Hüfte. „Ich nehm den da!“
Vollauf davon überzeugt, dass ich ja nur „mal eben“ nen Mantel und ne Weste bauen muss.
Den Hut kann man bestimmt wo organisieren und der Rest wird schon....
Ich war jung und unerfahren....
Als Bildende Künstlerin hatte ich mit die Modekupfer vom künstlerischen Aspekt her angesehen. Art der Darstellung, Pose, Farbigkeit usw.
Weniger Aufmerksamkeit hatte ich den verwendeten Materialien geschenkt, und den Details.
A not really thougth through „I'll take this one!“
Totally convinced that I could swing that plate... Just a coat and a waistcoat to do... The hat I could probably buy somewhere. And the rest.... i could swing it.....
I was young and unexperienced....
As a painter I had looked at the plate from the art and technique aspect. Colours, pose, composition.
I paid less attention to the materials to use. Or the details which also were to add.

Ich bin es eben auch gewöhnt höchstens mal in Katalogen zu blättern und mir die Kleidungsstücke heraus zu suchen, welche ich bestellen möchte.
Unter dem Aspekt im schlimmsten Falle (der eintrat) einen Schnitt erstellen zu müssen, bzw. eine möglichst genaue Kopie zu schneidern, hatte ich mich noch nicht mit Modekupfern beschäftigt.
Nachdem ich endlich eine Übersetzung des französischen Textes hatte, war auch klar dass ich eine neue (Leder) Hose nähen muss.
Und mit einem mal sah ich all die Details, die ein Bild so lebendig machen.
Details, die ich vom künstlerischen Standpunkt her sehr wohl wahrgenommen hatte, allerdings hatte ich nie den Kontext gesehen, dass ich das nun auch alles nachbauen oder besorgen muss.
Etwas, dass heute noch viel schwieriger ist als damals. Denn wir können nicht einfach in den Kurzwarenladen an der Ecke und ein paar Meter Spitze oder Litze kaufen. In meiner Region ist es nicht schaffbar auch nur einen simplen Wollstoff zu finden der 100% Wolle ist. Wir haben heute, zum Glück, das Internet.
I'm used to browsing catalogues for clothes to order.....
Taking into account that the worst case szenario was that I would probably have to construct a whole new pattern (which of course I did) I had never occupied myself with fashion plates. had never concentrated on the details and never looked at them from the „I have to copy this as close as possible“ angle.
After I finally had a translation for the french text accompanying it it was time to abandon all hope, since i found out i couldn't use a pre existing pair of breeches but had to sew new (buckskin) breeches
And suddenly I saw all those details. The details I had well noticed in the artistic context... and which I now saw on a different plane alltogether. I had to get them or make them. The more the better.
Something that is even more difficlt today since the shops don't cater to needs like handmade laces, and the likes anymore.
In my region it isn't even possible to buy plain 100% wool.
Luckily we have the internet!

Daher begann mein Vernet Projet damit nach Stoffen, Details und Accessoires zu recherchieren: Handschuhe, Brille, Uhrenkette.... Was sich eben so findet.
Ich habe eine Kiste angelegt, oder eher eine Schublade in der Kommode, in der sich nun seit einigen Wochen alles ansammelt, was irgendwie mit dem Projekt zu tun hat.
Ich finde es herrlich ein Nähprojekt zu haben, bei dem ich so zwischen Tätigkeiten variieren kann.
Recherche, Materialbeschaffung, das eigentliche Nähen. Und eben nicht nur ein Kleidungsstück sondern ich kann mir aussuchen ob ich heute an der Hose arbeite oder lieber am Mantel oder Hemd.
Das macht es so viel spannender.
Aber auch so viel chaotischer beim Sortieren und Strukturieren der Aufgaben und Materialien.
Therefor my Vernet project started with research towards fabrics, acessories, techniques..... sorting them into groups like „make them, buy them, decide if I need them“ Things like hankerchief, watch fobs, glasses.... Things you see.
I took a box, or to be more exact I emptied a drawer in a komode in which I'm now collecting all the bits and pieces.
I really like having a sewing project where I can switch between so many different things, like research, locating resources, materials.... the sewing itself, where I can vary between different pieces of clothes and materials. I can decide if I'd prefer the trousers or the waistocoat today.
This keeps the project interesting.
But also a bit more chaotic when it comes to get structure into it and sort out all the tasks and materials.




Donnerstag, 15. Januar 2015

Vernet Gedanken / Vernet Thoughts Part1


Angefragt werden, ob ich an dem Vernet Projekt teilnehmen möchte, war etwas, dass mich doch eher erstaunt hat.
To be asked to participate in the Vernet Project was something that took me by surprise.

Meine Herangehensweise an dieses Projekt ist ein wenig unorthodox,wahrscheinlich weil ich an das Nähen selbst ein wenig zögerlich heran gehe.
Während für viele das Nähen der Weg ist, der das Ziel darstellt, so ist es für mich doch eher Mittel zum Zweck. Ein wenig geschädigt von frühen Nähversuchen geht es bei mir eher darum möglichst kostengünstig Kleidung für bevorstehende Veranstaltungen zu erstellen.
Und selbst da, muss ich gestehen, ist es zumeist so, dass mir Freunde sagen „Das würde dir stehen.“ „Näh dir doch das.“
Ich muss also eigentlich immer erst ein sachte in eine Richtung geschoben werden.
Wenn ich mich dann aber zu etwas durchgerungen habe entwickle ich dann doch einen gewissen Kleinkinderstolz mit dem ich mich dann festbeiße.
My aproach towards the Project is a bit more unorthodox, probably because the sewing itself is something I aproach rather hesistant.
For most of the participants sewing is the journey that is it's own reward. For me it's more like the necessary evil standing between me and a new dress. Still suffering from a rather early sewing mishap I only sew because it is the only way to make the reenactmen hobby affordable for me. And even there, admittedly, friends have to, more or less, shove me towards a dress which I should be sewing.
But once I started a new project I usually become deeply engrossed.

Es ist ein großer Unterschied ob man sich ein Modekupfer von 1814 anschaut oder die Vogue vorm Vormonat. (nicht das ich Vogue lesen würde, ich geh ja nichtmal zum Frisör....)
There's a difference between looking at a fashion plate from 1814 or reading last weeks Vogue. (Not that I read Vougue, I don't even go to the hairdresser)

Ich glaube wir schauen heute ganz anders als vor 200 Jahren.
Wir sind nicht nur Bilder verwöhnt sondern gerade zu Bilder übersättigt.
Die Aufnahme- und Wiedergabemedien haben sich so viel weiter entwickelt.
Wo um 1800 noch Radierungen, Stiche, Schnitte und andere druckbare Techniken genutzt wurden, die alle mehr oder weniger Zeitaufwendig waren, so schießt man heute ein Photo, bearbeitet es am Computer nach und hat, im Grunde, innerhalb von Minuten eine druckbare Datei die sich quasi unendlich vervielfältigen lässt.
I think we look at pictures in a different way than people did 200 years ago.
We're not only picture spoilt but more likely picture oversaturated.
The recording and repetition devices have developed so fast.
Where in the 1800s we needed etchings and cuts and other printable techniques were used, which all were more time consuming, we nowadays snap a photo, edit it on the computer and are done with it. Within minutes we have a printable file which we can reproduct as often as we desire.

Wir ersticken nahezu in Bildern. (ich sage bewusst nicht Photos, da dass, was in den meisten Printmedien gedruckt wird mit einem Photo nicht mehr viel zu tun hat.)
Und dementsprechend oberflächlich betrachten wir auch die Bilder.
Durch die fast naturgetreue Wiedergabe von Farben und Formen, der Grafiker spricht hier von einem hohen Ikonizitätsgrad, sind wir sehr verwöhnt, besonders im Bereich Mode.
Man blättert durch eine beliebige Modezeitschrift und kann anhand der Bilder direkt Farbe, Form, und zum Teil auch Beschaffenheit der abgebildeten Kleidung erkennen.
Da mussten unsere altvorderen ein wenig kreativer sein, und die Darstellenden sehr genau.
We're more or less drowning in pictures (I don't use the term photo on purpose because the things we see in most magazines are only remotely related to true photography)
And thus superficial we look at them.
Due to the nature like imaging of colours and shapes, we are spoilt, especially when it comes to fashion.
When you browse through a fashion magazine the pictures tell you exactly the colour and flow, the form and sometimes even the texture of the clothes.
Our anncestors had to be more creative there. And the people makin the pictures had to be much more exact.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Neues Jahr, Neuer Blog? New Year, New Blog?

Hallo miteinander.
Nein, ganz so schlimm wie angekündigt kommt es nicht.
Ich stell jetzt hier nicht mit einem mal alles um und ändere und erneuere und beginne einen viel zu frühen Frühjahrsputz.
Allerdings, und das kündigte sich zum Ende des letzten Jahres schon an, wird sich der Projektanteil der Beiträge etwas verringern.
Zum einen habe ich in diesem Jahr einige Projekte, die mehrere Wochen / Monate überspannen und zum anderen möchte ich mal ein wenig den Druck raus nehmen. 
Ich möchte weiterhin versuchen möglichst jeden Donnerstag etwas zu veröffentlichen, es werden allerdings ab und zu auch mal nur Photoblogs oder Leseempfehlungen usw. sein.
 Ab und zu wird ja auch Gundi einen Tag übernehmen.
Also nicht böse sein, wenn es hier mit Tipps und Tricks und Bastellagen etwas ruhiger wird. 

Hello everyone.
No it won't come as heavy as announced.
I'm not remodelling the whole blog and start a, way to early, spring cleaning.
But, and that was a bit forseeable last year, the ammount of projects will be a bit reduced.
1stly this year I have a few projects running  which span weeks / months and 2ndly I'd like to lose a bit of the pressure.
I'd like to keep the weekly intervals but not every thursday will be a project or a full fledged blog. Sometimes it'll be a photo blog or a reading recommandation.
From time to time Gundi will also take over a day.
So don't be cross with me if it calms down here a bit with the tips and tricks and crafty things. 


Donnerstag, 1. Januar 2015

Happy New Year


Es ist der erste Tag des neuen Jahres.
Okay, ich gebe es zu, während ich dies hier tippe ist der letzte Tag des alten Jahres. 
In diesem Jahr ist viel passiert. Gutes, wie Schlechtes.
Ich habe nicht vor das alles Revue passieren zu lassen. 
It's the first day of the new year.
Okay, I admitt, whilst I'm writing this it still is the last day of the old year.
A lot happened this year. Good and bad.
I'm not about to stagger down memory lane....

Ich halt euch auch nicht lange auf.
Möchte mich nur bei meinen Lesern bedanken, für ein gemeinsames Jahr. 
Und dass ich mich auf alte und neue Leser freue, im neuen Jahr.
Und auf viele neue, spannende Projekte. 
Im neuen Jahr ja nicht nur von mir sondern auch von Gundi,
zumindest im Rahmen des Vernet Projekts
I won't take up too much of your time.
Just wanted to thank my readers for a year spent together.
And that I'm looking forward to old and new readers in the new year.
And also to many interesting projects.
During the new year not only mine but also Gundi's.
At least where the Vernet Project is concerned.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch gehabt zu haben und alles Gute für 2015
So, All the best wishes, hope you had a nice transition into the new year and Happy 2015.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten and merry Christmas von Gundi und Sonja


Einen gemeinsamen Weihnachtspost zu schreiben ist nicht so einfach.
Beim Besprechen dieser Blogidee stellten wir sehr schnell fest, dass für jeden Weihnachten etwas anderes bedeutet.
Jeder Mensch hat sein eigenes Weihnachten, seine eigenen Werte, Ideale, Hoffnungen, Sehnsüchte, Wünsche und seinen eigenen Glauben.
Es war schon nicht möglich, sich auf ein gemeinsames Lieblings-Weihnachtslied zu einigen, geschweige denn -Geschichte, -Gedicht oder -Plätzchenrezept.
Auf eines konnten wir uns jedoch einigen:
To write a christmas post together proves rather difficult.
When we talked this blog idea over we found out rather quickly that everyone has a different idea of christmas.
Everyone has his own special christmas, his own values, ideals, hopes, desires, wishes and faith.
We didn't even manage to agree on a common favourite christmas carol, story, poem or even cookie recipe.
But we were able to agree on one thing:

Das perfekte Weihnachten gibt es nicht!
There is no such thing as the perfect Christmas!

Und das ist genau das, was Weihnachten so schön macht.
Jedes Weihnachten hat seine schönen Momente, aber eben nicht nur.
And this is what makes Christmas so nice.
Every christmas has it's nice moments, but not just those.

Anstatt tief philosophisch über Weihnachten zu sinnieren und eine tiefere Botschaft zu vermitteln (Eine auf die man sich geeinigt hätte....), haben wir unser Weihnachten geteilt.
Instead of giving deeply philosophical monologues about the deeper message behind Christmas. (The one we would have to have agreed on...) we decided to split up our christmas.

Hier mein Weihnachten:
Weihnachten, das ist für mich das warme Licht, weil alle sich erinnern, dass es auch noch Kerzen gibt. Das Augenrollen wenn man das erste mal „Last Christmas“ hört, das heimliche nicht Zugebenwollen, dass der Song ja eigentlich recht gut ist, nur vieel zu oft gespielt.
Das Plätzchennaschen bei der Mor, obwohl man ja eigentlich Weihnachtsplätzchen doof findet. Naja bis auf die Kokosburger vielleicht, und die Apfelsinenschnitten, ok und vielleicht die Florentiner....
Auf der Couch einrollen und „It's a wonderful life“ schauen oder „Joyeux noel“, ok ich gebs zu, nicht oder, sondern und.
„3 Haselnüsse[...]“ schau ich übrigens nicht mehr. Das ist eine der Traditionen, die auf der Strecke blieb.
Aber das ist ok so.
Weihnachtspost ist wichtig, sich mal melden, Briefe schreiben, genau so wie bekommen.
Nicht vergessen und nicht vergessen sein. Eine Kerze anzünden, für die, die nicht mehr da sind. Egal aus welchen Gründen.
Weihnachten hab ich Zeit, das war immer so, und das wird immer so sein. Ich weigere mich strikt mich irgendwie stressen zu lassen. Weihnachten ist ein feststehendes Datum. Das ist bis zu einem gewissen Maße planbar.
Und ich geniesse das Zeithaben. Während um mich herum alles, in dem Versuch „den Alltag zu entschleunigen“, in Hektik verfällt, schaue ich zu, beobachte und summe Weihnachtslieder.
Weihnachten das ist Familie. Auch wenns manchmal ein wenig komplizierter ist.
Das ist, sich daran erinnern wie man mit dem Bruder anstatt dem Weihnachtsbaum die Carrera Bahn aufgebaut hat...
Das ist, sich schmunzelnd über den Esstisch zu zuwerfen, weil man sich gerade gemeinsam erinnert wie Oma immer.... oder das Opa doch....
Weihnachten das ist den Nichten und Neffen zuhören und zusehen. Genießen, wie sie sich über Geschenke freuen, Geschichten erzählen, toben, auch mal wieder ein wenig kindisch sein.
Und Weihnachten ist auch das Glas Whiskey Heilig Abend. Wenn alles vorbei ist, und man noch einen Abendspaziergang gemacht hat. Wenn die Kirchenglocken noch einmal läuten und man sich, anstatt sich mit der Fernbedienung vor die Flimmerkiste zu setzen, doch mal wieder den Klavierdeckel aufklappt und ein paar Weihnachtslieder spielt.
Auch wenns keiner hört.
Oder vielleicht gerade deswegen.
Here's my christmas:
Christmas, for me, is the warm light when people around me re-discover candles. The eye rolling when you hear „last christmas“ somewhere for the first time of the year and you're not willing to admit that secretly you like that song.
The nicking cookies at mor's house, even tho you officially don't really like cookies. Well, except the kokosburger, the orange slices and perhaps the florentines....
Cuddling up on the couch to watch „it's a wonderful life“ or „Joyeux noel“, ok I admit it, not or but and.
I don't watch „Cinderella“ anymore. That's one of the traditions that fell to the roadside.
But that's ok.
Christmas mail is important, show people you're still alive. Writing letters, receiving some. Not being forgotten and not forgetting. Lighting a candle for all those who aren't here anymore.
For what reasons whatsoever.
Around Christmas I have time. I've always had time and I will always have time. I refuse to being stressed out. Christmas is a fixed date. You can plan!
And I enjoy having time. While everyone around me is desperately trying to slow down their days and stress themselfes over the fact. I just sit and watch, and hum christmas carols.
Christmas is family. Even thos it's sometimes complicated.
It's when you and your brother, put up the carrera tracks instead of the christmas tree...
It's smirking across the dinner table, remembering things granny or gramps did.
Christmas is listening to nieces and nephews, watch them, enjoying how they unwrap their presents. Tell tales, play, horse around, being a bit childish.
Christmas also is the glas of Whiskey on christmas eve. After everything is over, when you've had your evening strole. When the church bells ring for the last time and you, instead of getting the clicker and sit down in front of the telly, dust off the piano keys and play a few christmas carols.
Even tho no one is listening.
Or perhaps hence.

Weihnachten, für mich, das ist auch wieder etwas näher bei Gott sein, sich ein wenig aussöhnen. Mit sich selbst, Gott, der Welt...
Christmas, for me, also is being a bit closer to god, a bit of reconcilliation. With yourself, with god, with the world...

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude“
Weihnachten ist geborgen sein.
Fear not I bring tidings of great joy.“
Christmas is feeling save.

Ich wollte gerne ein „Lieblings“ zu Weihnachten.
Das ultimative Lieblingslied, Lieblingplätzchenrezept, Lieblingsgeschichte, Lieblingsfilm...
Aber das geht nicht. Das ist alles fürchterlich Stimmungsabhängig und es gibt so viel schönes.
I wanted a „favourite“ for Christmas.
The ultimate favourite carol, cookie recipie, story, film...

Ich hab mehrere Lieblings Weihnachtslieder. Aber ich habe mich für eins entschieden das mir schon seit sehr vielen Jahren sehr, sehr wichtig ist.
Eigentlich ist es auch kein Weihnachtslied. Es wird nur gerne als solches missbraucht, aber das ist mir ganz recht, denn sonst würde es vielleicht beim durchschnitt in Vergessenheit geraten.
I have several favourite carols. But I decided on one wich has been important to me for several years now. Matter of fact it's not really a christmas carol. It's only frequently used as such. But I don't mind that, this way it won't disappear and be forgotten.

Dona Nobis Pacem – Schenk uns Frieden – Give us peace
Ich bin eigentlich kein Mozart Fan aber dieses Lied hat mich vom ersten hören an sehr bewegt.
Als ich es das erste mal hörte war Krieg im Irak. Heute, mehr als 25 Jahre später sieht es nicht besser aus. Wenn wir nach Afghanistan, Pakistan, Syrien schauen.
I'm usually not a Mozart fan but this song always touched me in a special way. When I heard it for the first time there was war in Irak. Today over 25 years later, nothing has changed, if you look towards Afghanistan, Pakistan or Syria.



Meine Auffassung von Weihnachten unterscheidet sich gar nicht so grundlegend von Deiner liebe Sonja. Auch für mich hat das Weihnachtsfest ganz viel mit Familie und Geborgenheit zu tun.
Seit zwei meiner Kinder nicht mehr zu Hause leben, ist es für uns alle ein besonderer Genuss ein paar Tage zu fünft wieder beisammen zu sein, und ich versuche alles so vorzubereiten, dass sich die Familie wohlfühlt.
My concept of christmas isn't that different from yours, dear Sonja. For me christmas is also a lot about family and feeling secure. Since two of my children aren't living at home anymore we thuroughly enjoy these few days when the whole family is back together again. I do my very best to prepare everything so my family will feel comfortable.

Da gibt es Rituale, die müssen sein. Zum Beispiel das Aufstellen der Krippe. Das Jesulein darf immer mein Sohn Ferdinand hineinlegen, der an Heiligabend Geburtstag hat. Die Jungs wollen ihren Nudelsalat und am ersten Feiertag gibt’s Preiselbeerkrapfen. Ich glaub „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ müssen auch sein, zumindest für meine Tochter...
There are rituals which are a definitive must! For example putting up the nativity scene. My son Ferdinand, who was born on christmas eve, is the one who puts the little jesus into his crib. 
The boys want their noodle salad, and on the 25th we always have cowberry crullers.
I think "Cinderella" is a must, too, at least for my daughter...

Noch vor ein paar Jahren waren Heiligabend alle drei Kinder in der heimelig geschmückten Thüringer Dorfkirche am Krippenspiel beteiligt, und ich spielte dazu im Posaunenchor Weihnachtslieder. Da kam dann die Weihnachtsstimmung ganz von selbst. Das Lieblingskrippenspiel war „Hilfe die Herdmannskommen“, nach dem Buch von Barbara Robinson – für mich eine der schönsten Weihnachtsgeschichten, die es gibt.
Only a few years ago all three kids were taking part in the christmas pageant in our beautifully cozyly decorated church in Thuringia, and I was playing with the trombone orchestra christmas carols.
There it was easy to get into the christmas spirit. The favourite christmas pageant was "The best christmas pageant ever" based on a novel by Barbara  Robinson - in my opinnion one of the most beautiful christmas stories ever.

In unserem neuen niederbayerischen Zuhause ist alles ganz anders als in Thüringen. Aber die Familienrituale helfen uns dabei, auch hier in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Und warum nicht auch neue finden? Die Gefahr bei Weihnachten liegt ja auch in der Erstarrung von Ritualen, die alles auch verkrampfen lassen können bis keiner mehr Lust dazu hat. Alles ist im Fluss, wir entwickeln uns weiter. Das kann sich getrost auch in der Gestaltung von Weihnachten niederschlagen. Je eher wir das erkennen und akzeptieren, desto geringer ist die Enttäuschung darüber, dass nicht alles so geworden ist wie immer.
At our new home in lower Bavaria everything is different than in Thuringia. But the Familiy rituals help us to achieve the propper christmas spirit. And why not find new rituals? One of the hazards of christmas is to stand still and coagulate in rituals, which cramp up your style and make you lose the christmas spirit.
Everything flows, we're evolving. Why not also manifest this thought in the way you're celebrating Christmas? The earlier we grasp and accept this fact the smaller is the disappointment when it's not the same christmas as it's always been.

Ich schreibe dies hier einen Tag vor Heiligabend. Gleich werden wir alle zusammen meine Tochter vom Bahnhof abholen und danach zum Italiener essen gehen. Feiern, dass wir nach längerer Zeit mal alle wieder beieinander sind. Wäre das nicht ein schönes neues Ritual?
In diesem Sinne allen ein frohes Weihnachtsfest!
I'm writing this the day before christmas. In a bit we'll drive off and collect my daughter from the train station. After that we'll drop by our favourite italian restaurant for a quick bite to eat, to celebrate that we're all together again, after such a long time. 
Wouldn't that be a nice ritual?
Have a merry christmas!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Vernet ist Spitze


Mein erster Vernet Blog Post, ich bin ein bisschen aufgeregt.
My first Vernet Blog post, I'm a wee bit excited.

Die Teilnahme am Vernet-Projekt ist für mich eine besondere Herausforderung, da ich, wie schon erwähnt, in dieser Epoche noch ein ziemlicher Neuling bin und bisher nur im 18. Jahrhundert unterwegs war (und gaaaanz früher mal im 16., über die Authentizität meiner damaligen Werke breiten wir besser den Mantel des Schweigens...). Aber ich bin begeisterte Handnäherin und Stickerin, daran sollte es schon mal nicht scheitern.
Participating in the Vernet Project, for me, is a special challenge since I, as I mentioned before, am rather new to this period. Till now I've only been doing 18th century (and, waaay long ago 16th. We'll politely draw the mantle of secrecy over the degree of authenticity of my work back then.....) But I am a handsewing enthusiast and embroider so, there's a solid foundation.

Obwohl sie auf meinem Modekupfer nicht im Vordergrund steht, habe ich mir zunächst die darauf zu erkennende Spitzenborte vorgenommen. Dargestellt ist sie als in Broderie Anglaise, also in Weißstickerei ausgeführte Baumwollspitze, wie sie in dieser Zeit allseits beliebt war und auch auf Vernets Modekupfern in üppiger Weise Verwendung findet. Die Menge an Spitze ist auf meinem Entwurf überschaubar, also nahm ich die Herausforderung an, sie von Hand selbst zu fertigen. Der Rapport ist recht simpel konstruiert aus einem von Böglein umrahmten Spitzbogen mit drei umstickten Löchern und zwei, dem Spitzbogen folgenden Streifen.
Even though it's not the main eye catcher on my fashion plate, I still decided to start off with a clearly visible lace trimming. It's pictured as a Broderie Anglaise, a kind of white worked cotton lace, which was fairly popular around this time, and finds ample uses around Vernets fashion plates.
The amount of lace on my plate is quite overseeable, so I agreed to the challenge of doing it all by myelf, by hand!
The rapport is constructed fairly simple, just a small bow framig a pointed arch, three small embroided holes and two stripes which follow the pointed arch.

Meine Erfahrung in Weißstickerei hält sich in Grenzen, also war zunächst einmal Üben angesagt. Probiert habe ich es zunächst mit einem dünnen Baumwollstoff als Stickgrund und weißem Vierfachgarn zum Sticken. Der erste Rapport war noch recht unbeholfen, aber ich war guten Mutes.


Im zweiten Versuch kopierte ich das vorgezeichnete Muster auf einen etwas festeren Stoff und stickte den Rapport viermal. Mit dem Ergebnis war ich gar nicht zufrieden. Der Stoff schien mir zu steif, das Garn zu klobig, und auch die Form war mir nicht nahe genug am Vorbild. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt, es sah nicht annähernd aus wie die feinen Lochstickereien des frühen 19. Jhs.
My experience with white works is fairly limited so the first step to take was practicing.
First I tried it on a thin cotton fabric, using wihte 4 strand thread.
The first rapport was more or less inapt but I was of good cheer.
Wit the second try I copied the sketched pattern on a fabric which was a bit heavier in weave and stitched it four times.
I wasn't satisfied at all with the outcome. The fabric seemed too stiff the thread too bold... Also the shape wasn't close enough to what I saw on Vernets plate. I somehow had imagined this differnently. It didn't look anything like the fine eyelet embroidery of the early 19th century

Das Garn müsste feiner sein, also nahm ich Baumwollsticktwist einfädig zum Sticken und verwendete das Vierfachgarn zum Vorstechen der Umrisse. Ich fand einen alten Kissenbezug aus feinem weichen Baumwollstoff, der mir recht geeignet schien. Außerdem konnte ich in Ackermann's Repository, Mai 1816, ein Muster finden, das dem meinem im Umriss recht ähnlich war.


Sonja war so hilfreich und zog es mir am Computer in die passende Form, nun hatte ich eine gleichmäßige Vorlage, die ich auf den Stoff kopieren konnte. So gefiel mir die Sache schon besser.


Nun muss ich nur noch die Geduld aufbringen und eine laaange Spitzenborte daraus fertigen. Pompomwedeln kann da sehr hilfreich sein....
I had to use a thinner thread so I decided on one threaded cotton embroidery floss for the embroidery itself and used the four threaded thread for the understitching. I also found an old pillowcase. The fine soft cotton seemed perfect.
Furthermore I was able to sniff out a pattern in Ackermann's Repositoriy, May 1816, which is rather close to th desin on my plate. Sonja helped me pulling it into the right shape on the computer. Now I had a n even pattern to copy onto the fabric.
Now that looked doable again. Now I only have to find the patience to manufacture a loooong lace trimming.
Some cheering me on might help....



Sonntag, 14. Dezember 2014

Sonderpost Vernet's 1814 Merveilleuses & Incroyables


Hallo, und herzlich Willkommen bei einem Post „aus der Reihe Sonntagspost“ hier auf Thursdays Child.
Denn, es gibt tolle Neuigkeiten!
Und zwar gleich Zwei!
Hello and welcome on a special Sunday edition of Thursdays Child
Cause I have news!
And two of those as it is!

Zum Einen:
Wie die Facebook Kontakte unter Euch schon wissen ist es seit heute offiziell, ich mache mit beim Vernet's1814 Merveilleuses & Incroyables Projekt!
First:
As the Facebook contacts amongst you might already know, from today on it's official, I'm part of the 

Zum Anderen:
ich bin seit heute nicht mehr alleine auf diesem Blog. Für die Dauer des Vernet Projektes wird mir hier mein liebe Freundin Gundi Gesellschaft leisten und mich mit ihren Beiträgen tatkräftig unterstützen.
Ich heiße sie hier herzlich willkommen!
Secondly:
Starting today I'm not allone on this blog anymore. For the duration of the Vernet Project, my drar, dear friend Gundi is joining me.
A very warm welcome from me, dear Gundi!


Hallo in die Runde und herzlichen Dank an dich liebe Sonja für deine Gastfreundschaft. Ich denke, es gibt schon so viele großartige Blogs, die sich mit historischer Kleidung beschäftigen, dass ich keine Notwendigkeit sehe, auf Dauer einen eigenen einzurichten. Deshalb freue ich mich, dass ich mit meiner Vernet-Dokumentation bei dir unterkommen kann. 

Bisher habe ich mich vorwiegend mit der Mode des 18. Jhs. beschäftigt, die ich als Reenactress benötige. Eigentlich war ich damit zufrieden....aber hin und wieder liebäugelte ich dann doch mit dem frühen 19. Jahrhundert, nicht zuletzt angeregt durch Sabines wundervollen Blog Kleidung um 1800. Nun ist das erste Outfit im Großen und Ganzen fertig und harrt darauf Premiere zu feiern.

Sehr geehrt fühle ich mich von dem Angebot, an dem Vernet-Projekt mitarbeiten zu dürfen. Ein bisschen aufgeregt bin ich auch in solch eine illustre Gesellschaft aufgenommen worden zu sein.

Hello, everybody and a heartly thank you to Sonja for her hospitality. I think there are so many great blogs on the topic of historical clothes, so there's no need for me to start another one.
Therefor I'm glad that I found a place here, to put up my vernet documentation.
Till now I mainly focussed on the fashion of the 18th century, which I'm also wearing as an reenactress.
And I was fully satisfied with that... Every once in a while a had a glimpse of the early 19th century, not least inspired by Sabines Blog Kleidung um 1800Well, the first outfit from this period is already finished and awaits its first public premiere. 
I feel honoured to be offered a chance to work on the Vernet Project. I'm excited to work amongst such accomplished seamstresses and tailors.

Das Vernet Projekt wird das komplette Jahr 2015 überspannen und wir werden hier in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Updates und Berichte über unser Vorankommen veröffentlichen.
Um es euch einfacher zu machen haben wir uns Banner gebaut, so wird Jeder Vernet post mit einem Banner beginnen auf dem optisch klargestellt wird, wer der Autor ist. Darüberhinaus wird es wahrscheinlich auch in den Überschriften vermerkt.
The Vernet Project will span the whole of 2015 and we will keep updating our parts of the project here more or less regularly.
To make following a bit more easy we made banners to add to every vernet post. the banner is a visual helper to distinguish the authors. 
Also, the author will probably be named in the Headline.

Hier die Banner:
Here the banners:
Gundi:

Sonja 

 Geimeinsame Posts


Wie ihr vielleicht schon wisst geht es bei diesem international besetzten Gemeinschaftsprojekt darum, die von Vernet in dieser Sammlung geschaffenen Modekupfer aus dem Jahre 1814 zum Leben zu erwecken.
Gundi und ich haben jeweils eines der Kupfer zu bearbeiten und werden die Arbeit daran hier dokumentieren.
As you probably already know this is an international group project, concerned with the Vernet fashion plates which are collected in the album with this name. And trying to bring them to life.
Gundi and I both have one of the plates which we will try to reconstruct as good as possible.
We will be documenting our work here.

Ich freue mich schon wahnsinnig darauf mit ihr und den anderen 25 Teilnehmern an diesem wunderbaren Projekt zu arbeiten und empfinde es als große Ehre als bekennende Hobbytüftlerin dazugehören zu dürfen.
I am very excited to work with her, and the 25 other participants on such a beautiful project, and feel honoured to work alongside such talented people.