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Donnerstag, 31. März 2016

Button up your Overcoat

Ende November chattete ich mit einer lieben Freundin /Kundin/ mit Reenactorin, während wir so Ausrüstung und Nähprojekte beschwatzten und Ideen austauschten kam das Gespräch auf bemalte und bedruckte Knöpfe. Ein Phänomen das sich ab den 1770ern beobachten lässt.
Schnell wurde aus "interessantes Thema" ein "Mensch mach sowas doch mal und verkauf die!"
Meine Recherche führte mich (dank Pinterest) sehr schnell zum MET Museum und deren Sammlung von verschiedenen Knöpfen.
End of november I was chatting with a dear friend / customer / fellow reenactress, whilst we were talking about kit and sewing projects and swapping ideas the chat turned towards painted and printed buttons. A phenomenon which started around 1770.
We quickly evolved from "interesting topic" to "you could make those and sell them!"
My research brought my quickly  (thanks to pinterest) to the websire of the MET museum nd their collection of different buttons.


Die Motive die ich dort zu fand waren einfach so entzückend dass ich schnell beschloss diese zu kopieren bevor ich eigene Motive entwickle.
Eine Art Hommage an die damaligen Künstler und deren Werke.
Hier meine Pinterest Seite zu dem Thema.
Da das ganze Projekt als Kundenauftrag startete war es von vorn herein klar das die Knöpfe für den Verkauf bestimmt waren.
Für die Leute, die nicht selber malen / basteln möchten.
The motifs which I found there were so cute and beautiful that the quickly decided to copy those before I started to create my own. sort of a hommage to the artists from back then and their works
Here is my pinterest board on the topic.
The whole project started out as a customer comission so it was obvious that I'd sell the ones I make. 
For those who don't want or can't make their own

Für die, die gerne mal selber probieren möchten
empfehle ich Cabochon Halterungen in Knopfform (Metallplättchen mit Rähmchen und Lynette).
For those who want to try on their own, I advise on cabochon button frames.

Meine bisherigen Recherchen zu dem Thema haben ergeben das man bei der Motivwahl relativ frei ist. Portraits, Landschaften, Tiere, Jagdszenen, sogar anzügliches ist zu finden.
So das man sich zu Jeder Garderobe, ja sogar zu jedem Anlass eigene Knöpfe anstecken könnte. ;)
My research on the topic so far is that you're quite free with the choice of motifs. Portraits, landscapes, animals, hunting scenes, even naughty pictures you can find it all. 
Which means you can make a new set for every attire, for every occasion even! ;)

Für die, die interesse an den momentan erhältlichen Knöpfen haben, hier gehts zum Shop.
If this sparked your interest, here you'll find the shop.








Donnerstag, 17. September 2015

Ein Schanzenlaufer für Weimar



Für die diesjährige Reisegesellschaft in das Weimar der Frühromantik musste ich noch meine Garderobe ein wenig komplettieren. Im September kann es in Thüringen ja schon ein wenig kühl und regnerisch werden, da könnte ein schützendes Kleidungsstück vonnöten sein .

For this years toursit party to the Weimar of the early romantics I had to complete my wardrobe. September can be chilly and wet in Thuringia, one needs protective clothes.

Beim Stöbern auf Pinterest sind meine Augen immer wieder sehnsuchtsvoll bei einem Mantel hängen geblieben, der sich in der Sammlung des Metropolitan Museum in New York befindet.
Foto: Met. Mus. NY
Er ist von einer wunderbar lässigen Eleganz und so zeitlos, dass ich ihn am liebsten auch im Alltag tragen würde. Ich finde ihn einfach todschick. Den wollte ich haben, und da für die Tage in Weimar auch eine Landpartie zu Schloss Belvedere angekündigt war, hatte ich erst recht einen Grund, ihn nachzuarbeiten.

Whilst browsing throught Pinterest my eyes, again and again, wandered longingly to a coat which can be found in the Metropolitan Museums collection in New York.
It's wonderful casual elegance is so timeless that I'd actually wear it on a day to day basis. I just love it. I wanted this coat, and since there was an outing planned in Weimar, to visit Belvedere manor, I had the perfect excuse to reconstruct it.

Sabine (Kleidung um 1800) wies mich darauf hin, dass diese Art Redingote im Journal des Luxus und der Moden  unter dem Begriff "Schanzenlaufer" erwähnt wird. In der Novemberausgabe des Jahres 1800 ist auf der Kupfertafel 32  " eine junge deutsche Dame in einem Schanzenlaufer oder schwarzem Ueberrock von Casimir nach neuester Mode" abgebildet. Der Autor weist in der Beschreibung darauf hin, dass dieses Kleidungsstück als erstes von den Amsterdamer Damen aus Patriotismus getragen worden sein soll und meint abschließend, dass es gewiss eine gesunde und bequeme Herbsttracht sei. Eine zweite Erwähnung findet sich im Journal aus dem folgenden Jahr im Mai, in einem Bericht aus London: "Zu Ehre des Sieges bei Copenhagen tragen jetzt die englischen Damen beim Morgenausgange Oberröcke, die man Copenhague-Coats nennt. Es sind die Schanzenlaufer der Holländerinnen mit einer kleinen Veränderung des Schnitts." Von der lieben Svenja erhielt ich den Hinweis auf die Nennung des Schanzenlopers bei Caroline des la Motte Fouques "Geschichte der Moden" als mantelartige Bekleidung der Schanzenarbeiter in Holland und den Niederlanden.
Auch in der Schweiz war der Begriff "Schanzenloper" geläufig - obschon er in meinen Ohren ganz unschweizerisch kingt . Im Zürichischen Wochenblatt von 1805 findet man ihn in der Warenaufzählng eines Kleiderladens am Rindermarkt. Das Schweizerische Idiotikon  beschreibt den Schanzenloper als "langer und weiter, aus dickem Stoff gefertigter, meist mit Pelz verbrämter Überrock für Männer", der gewöhnlich nur zu Hause getragen wurde oder als großen Nachtrock. Im Z(üricher) Spital wurden so die Schlafröcke der Männer genannt, dort bestand sogar ein eigener Schanzenloper-Fond zur Anschaffung der selben. 1799 findet sich die Bezeichnung in einer Züricher Schneiderrechnung. Schanzen-Lopper wird 1835 in Zürich ein leichter Überrock  genannt. Die Anmerkung weist daraufhin, dass das niederdeutsche-niederländische Wort wohl mit der Sache vom Norden in die Schweiz gelangt sei.

Sabine ( Kleidung um 1800 ) informed me, that this kind of redingote showed up in the "Journal des Luxus und der Moden" under the name "Schanzenlaufer". The november Volume of the year 1800 contains the fashion plate 32 "eine junge deutsche Dame in einem Schanzenlaufer oder schwarzem Ueberrock von Casimir nach neuester Mode" (a young german girl wearing a Schanzenlaufer or a black overcoat made of Casimir after the latest fashion). The author adds in the describtion that this sort or clothing was first worn by patriotic women in Amsterdam, and closes with the statement that it would very well be a sensible and comfortable autumn garb.
A second reference can be found in the folowing years Journal, in the may volume. A report from London states "To honour the Copenhague victory, the women are now wearing so called Copenhague-Coats for their morningwalks. They are the Schanzenlaufer of the dutch women with slight alterations to the cut." Dear Svenja told me about a reference to a Schanzenloper in Caroline des la Motte Fourques "Geschichte der Moden" (History of fashions) as a coatlike garnment worn by the redoubt workers in Holland and the Netherlands.
Even in Switzerland the name "Schanzeloper" was known, even tho it sounds so un swiss to my ears. in the Zürichischen Wochenblatt von 1805 you can find it amongst the stock lists of a swiss fashion shop at the Rindermarkt. The  Schweizerische Idiotikon describes the Schanzenloper as "long and wide mens overcoat fashioned from thick fabric and lined with fur." which usually was worn at home or as some sort of a Banyan. In the Zurich infermery the mens nightgowns were called Schanzenloper, they even had their own stock of such garnments. One can find the term on a 1799 aquisition bill from a Zurich taylor. in 1835 Schanzen-Lopper is the term for a light overcoat. A reference explains that the dutch / german word traveled alongside the garnment into switzerland.

Das Original in New York, wird vom Museum auf etwa 1790 datiert, stammt aus Europa und ist aus einem leicht knittrigem sandfarbenem Baumwollstoff gearbeitet.  Einzige Dekoration sind die schwarzen Einfassungen an Kragen und Ärmelaufschlägen. Mit seiner Pelerine und den angedeuteten Taschenklappen auf der Rückseite lehnt sich die Form des Mantels an die Herrenbekleidung an. Am Oberkörper ist er schmal geschnitten und springt nach unten hin weit auf, an den Seiten sind zusätzlich Keile eingesetzt, die zu mehr Weite verhelfen sollen.

The original from New York is dated by the museum to 1790, of european origin and is fashioned from a slightly wrinkled sand coloured cotton fabric. The only piece of decoration are the black lining on the collar and sleves. With the tippet and the hinted pocket flaps at the back, the coat is similar to a mens coat. Cut narrow on the upper body and opening wide towards the bottom, wedges are added in the sides to give it further width. 

Für die Nachbildung wählte ich einen mittelschweren Canvas (Sabine hat mir bei der Suche nach dem geeigneten Stoff hilfreich zu Seite gestanden). Ich hab ihn zuerst gewaschen, um die steife Appretur zu entfernen und danach ganz zart gefärbt. Den Farbton des Originals habe ich nicht genau hinbekommen, aber es gefällt mir so wie es ist.

For my reconstruction I chose a middle weight canvas (Sabine kindly helped me with the search for a good fabric). I washed it to get rid of the stiff dressening and then carefully dyed it. I didn'T manage the colour of the original 100% but I like it the way it is. 

Am Schnitt habe ich eine ganze Weile herumgetüftelt, ob ich ihn genau getroffen habe, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber im Großen und Ganzen, fällt der Mantel wie das Vorbild. Die Ärmel sind aus zwei Teilen zusammengesetzt und recht eng und mit "Armbeuge"geschnitten. Die Aufschläge haben eine hübsche Rundung am Rand und sind mit schwarzem Band eingefasst.

The pattern was a piece of work and it took me quite a while to fit it propperly. I can't say if i managed the original pattern but on the whole the coat falls and looks like the orginal. The sleves are made of two pieces, quite tight and cut with an "ellbow crook". The cuffs have a nice rounding on the edge and are lined with the black ribbon.


Die Pelerine habe ich doppellagig (anders als beim Original) gearbeitet, damit sie schöner fällt und gegen Regen Schutz bietet. Sie wird von einem aufgenähten schwarzen Band umrandet. Der Mantel ist nur im oberen Bereich und den Ärmeln gefüttert. Beim Vorbild im Metropolitan Museum scheint das Futter eine Art aufgerauhter Barchent zu sein, was sicher auch einen wärmenden Effekt haben sollte. Ich entschied mich für dicht gewebtes Leinen.

Differing from the original is the tippet which I double layered to give it a bit more form and to have a bit more protection from the rain. It also is framed by the black ribbon.
The coat is only lined in the upper body and sleves. It seems the original lining is made of barracan, which certainly has a warming aspect to it. I decided on tightly woven linnen.


Die Verarbeitung des festen Canvas war recht mühsam, mit einer dickeren Nadel ist er kaum zu durchdringen, dafür musste so manche der dünneren Exemplare verbogen in den Mülleimer wandern. Viele lange Nähte waren zu bewältigen, und Weimar rückte unaufhaltsam näher. Zum Glück wird mir beim Autofahren nicht schlecht, und ich konnte die Anreise für die letzten Arbeiten an dem guten Stück nutzen.

The handling of the firm canvas was really tedious, it was near to impossible to penetrate it with a thicker needle, leading to a lot of bend and broken thin needles wanderin into the litter bin. A lot of long seams were to conquer, and Weimar was drawing close. Luckily for me I don't get travel sick in a car, so I was able to use the drive towards Weimar for the finishing touches.




Ich war wohl die Einzige der Weimarer Reisegesellschaft, die sich über das durchwachsene Wetter beim Ausflug zum Schloss Belvedere gefreut hat...

I think I might have been the only one glad about the unsteady weather on the Belvedere outing....


Foto: Eliane Caramanna

Donnerstag, 19. März 2015

Büroklammern mal anders / A different kind of paperclip

Heute begrüssen wir euch mal wieder beide,
denn der folgende kleine Beitrag ist eigentlich eher auf Gundis Mist gewachsen.
Vor ca. 2 Wochen stolperte sie bei der Arbeit in einem alten Buch über etwas, das man im weitesten Sinne als Büroklammer, Marker oder Lesezeichen bezeichnen könnte. In dem Buch, einem Werk über Mathematik aus dem Jahre 1743, steckten mehrere dieser Lesezeichen und dokumentierten quasi den Leseprozess seines letzten Benutzers.

Tode we're both welcoming you.
Because the following article is more Gundis doing than mine.
Roughly 2 weeks ago she found something in an old book that you might call a paperclip, marker or booksign.
The book.... published in the year 1743 contained several of those booksigns which, more or less, documented the readers reading process.







 Dies muss wohl schon lange Zeit her gewesen sein, denn Gundi untersuchte die recht simple, aber sehr praktische Papierkonstruktion näher und kam zu dem Schluss, dass die Lesezeichen auf Grund des Zustandes, des Papiers, und der Farben nicht viel jünger sein können, als das Buch selbst.
This seemed to be rather long ago, because Gundi investigated the rather simple paper constructions more closely and came to the conclusion that, due to the condition of the paper, the faded colours, the clips can't be much younger than the book.

Auch nach ausführlichen Googlerunden haben wir beide bisher keine Referenzen gefunden, die uns bei der Datierung hätten helfen können. 
(wer also informationen / Quellen hat, immer her damit!)
Even after googling thuroughly, both. We haven't, yet, found references that might help us date them.
(If you have any information / sources, please share!)

Diese kleinen Lesezeichen / Büroklammern sind nicht nur authentisch sondern auch äußerst praktisch und sehr papierschonend! Auch nach über zweihundert Jahren an Ort und Stelle haben sie keinen, auch noch so feinen, Abdruck im Papier hinterlassen. Daher habe ich beschlossen diese hübschen Helferlein nach dem historischen Vorbild herzustellen .
Und um sie sicher aufzubewahren, habe ich gleich noch passende Schächtelchen dazu gebaut.
:)
Those little booksigns/markers are not only authentic but also really pactical and easy on the pages! Even after being in place for more than a hundred years they haven't even left the faintest of marks on the paper. That's why I deceided to make my own.
And to keep them safe, I decided to make some Boxes to keep them in, aswell.













Donnerstag, 12. Februar 2015

Malkiste / Paintbox Part one

In meinem Freundeskreis gibt es einen Satz, der sich an kalten Winterabenden zugeraunt wird.
Da er immer nur geflüstert wird, bin ich mir über den Wortlaut nicht so ganz sicher...
Es ist entweder:
"Zeig Sonja keine Bilder von Dingen, die sie auf dumme Gedanken bringen könnten."
oder:
"Zeig Sonja unbedingt Bilder von Dingen, die sie auf dumme Gedanken bringen könnten."
Es scheint eine Art Hobby zu sein, mir Dinge zu zeigen, die meinen Entdeckerdrang reizen.
There's a secret phrase used amongst my friends. Quietly whispered on cold winters eves.
Because it's always just whispered I am not entirely sure of it's phrasing.
It's either:
"Never show things to sonja that will make her do stupid things"
or:
"Show things to sonja that will make her do stupid things"

So ist es nicht verwunderlich, dass die liebe Sabine von Kleidung um 1800 mir ab und zu Spannendes unter die Nase reibt. Wir teilen ein Interesse für Holzbearbeitung und Restauration.
So there's nothing new to dear Sabine from Kleidung um 1800 frequently rubbing my nose into interesting stuff. We share an interest in Woodworking and restauration.

Eines Morgens also, noch vor dem ersten Kaffee, fand ich auf meinem Facebookprofil ein Bild dieser Miniature Painters Box.
Ich schaue schon seit längerem nach Aquarellkästen aus dem ausgehenden 18./ beginnenden 19. Jahrhundert. 
Erfolglos bisher, da diese Kästen zumeist weit außerhalb meiner Finanzierungsmöglichkeiten liegen.
Once upon a morning, even before my first coffee, I found a picture of a Miniature Painters Box on my facebook wall. 
I've been looking for water colour boxes from the late 18th / early 19th century for a whole now. So far without success due to the prices they sell for. 

So eine Kiste nun, die in Größe und Form einem Reiseschreibtisch ähnelt....
Zum Verkauf hatte ich so etwas sowieso noch nie gesehen. Konnte mir aber gut vorstellen, dass sie sehr teuer sind.
Irgendwas war diesmal anders. Vielleicht weil der Link von Sabine kam, vielleicht weil die Grundstimmung schon da war...
Mehr im Scherz meinte ich noch: "Ich bau das nach!"
Wie das so oft ist, wenn es einmal ausgesprochen ist....
Ich hab die Idee ein wenig hin und her bewegt und mit einem Auge schon geschaut wie und was ich verbauen kann.
Such a box, in form and size similar to a travel desk....
I had never seen the likes for sale. but it's a save bet they'll go for an arm and a leg.
Something was different with this link. Perhaps because Sabine had sent it. perhaps cause the mood was already set...
Jokingly I mentioned "I'll built that!"
Like it is ever so often. once you mention it.....
I pondered about it for a while. all the time checking my belongings for stuff I could use..

Ich hatte irgendwann mal eines dieser Billigmalsets geschenkt bekommen, ihr wisst schon; Tischstaffelei, kleine Leinwand, Holzkoffer voll sehr schlechter Acrylfarben... alles zusammen 10 Euro.
(An dieser Stelle noch mal schwer abgeraten von solchen Sets!!!! Außer ihr schmeißt als erstes die Farben weg!)
Inzwischen war nur noch der - leicht verdreckte - Koffer übrig. 
Die Idee gewann Substanz.
Versehen mit dem Vermerk "demnächst mal"
Demnächst war scheinbar der nächste Morgen,
an welchem ich mich wie durch ein Wunder im nächstgelegenen Baumarkt fand. Mit einer groben Übersichtsskizze und im Bereich Holzzuschnitt.
Was kann ich sagen....
Someone once gave one of those cheap painting sets as a present, years ago. You know one of those sets with a wooden case a smal easel a canvas and really cheap shitty colours... complete price of 10 euros.
(let me mention here. Do not buy those sets!!!! well only if you bin the colours!)
The only thing left from this set was, you guessed it, the case.
The idea got more substance.
"adding the mental note "some time soon..."
Some time soon seemed to be the next morning.
At which I found myself inside the local DIY shop, with a sketch... in the wood section.....
What can I say...

So eine Kiste lässt sich wunderbar rechtfertigen.... eine Darstellung als Malerin ist doch ein Plan :) Handwerker und Gesinde gibt's ja schon sehr viel :) Wandermaler nicht so.

Und so eine Kiste, bzw. deren Planung rechtfertigt einen Besuch bei meinem Lieblings-Künstlerbedarfsladen.
I have plenty of reasons for building such a box... reenacting a painter is a good plan :)
there's enough peasents and farmers about. But not that much traveling painters.
And such a box, or planing it, is a great reason for visiting my favourite art supply shop.

Erfreulicherweise haben sich im Bereich Malerei viele Materialien in der Form kaum verändert.
Aquarellsteine sehen heute noch fast genau so aus wie vor 200 Jahren. Auch die Porzellanpaletten haben sich kaum geändert.
Das macht es mir leicht aus neu dieses mal alt zu machen.
Es machte herrlichen Spaß so an zwei Fronten zu arbeiten, 
Tüfteln wie das Teil aussehen wird und es dementsprechend zusammenzumurksen und zu überlegen was alles rein kommt.
Luckily, when it comes to painting, the basic materials haven't changed that much. 
Solid watercolours more or less look the same now as they did 200 years ago,
even the pocellain paletts didn't really change.
This made it  easy to make ssomething old from something new.
And it's such fun to work on 2 seperate events c oncerning the same project. 
To ponder how the thing will look along with what might go inside it.

Besonders spannend wird es, wenn man mitten drin beschließt, "So siehts scheiße aus."
It becomes amazingly interesting when you decide, in the middle of things, tthat; "It looks crap this way."

Aber ich will euch nicht mit Texten langweilen. Sondern lieber ein paar Bilder sprechen lassen :
But I don't want to bore you with texts. But show some photos instead



 Bau eines kleinen Trägers für die Farben
(links)
Kasten in Grundform 
(rechts)
Building a small colour box for the watercolours
(left)
Basic shape of the box
(right)


Testbestückung
Testpacking




Die furnierte Kiste auf den Lack wartend.
veneered box waiting for the shellac.

Mein Kleines Kabinettstückchen:
Ein (verdrecktes) Reeves Label.
A little fun and games:
a (dirty) reeves label.



Ich hoffe nächste Woche mit dem zweiten Teil die fertige Kiste vorstellen zu können.
I hope that I'll be able to do part two next week and show the finished box.




Donnerstag, 22. Januar 2015

Vernet Gedanken / Vernet thoughts part 2


Wir schauen heute in den Zeitungen wonach wir in den Läden vielleicht die Augen offen halten sollten / könnten.Verschaffen uns einen Überblick über Trends und Preise. Die Zeitschriften, die ich kenne geben zumeist Markennamen, Preis und sogar die Ladenkette an, bei dem die Artikel zu beziehen sind.
Vor 200 Jahren wurde vielleicht doch eher unter der Prämisse geschaut ob, wenn man etwas gefunden hatte, von dem man überzeugt war, dass es einem stehen würde, man es gut nacharbeiten konnte oder wie einfach /bezahlbar man an die nötigen Materialien kam.
Konnte man Teile in den Geschäften kaufen? Oder gar ganze Kleider erwerben / in Auftrag geben?
Ich bin schwer überzeugt, dass damals die farbigen Abbildungen viel intensiver und genauer betrachtet wurden als wir heute die Modephotos betrachten.
When we look at magazines or catalogues nowadays we usually are looking for shopping advices, are suveying trends and fashions. Most magazines even list brands, prices and retailers.
200 years ago, I recon, women were more looking to copy the dresses, sew them on their own or, of course, have them tailored for them.
They thought along the lines of how affordable materials were or if they could get them at local retailers or had to send out for them. and, of course was it worth the effort / time.
I am convinced that the beautifully coloured plates were much more closely observed than we look at the fashion photos today.


Und genau das war auch mein Fehler.
Bisher habe ich noch nie von einem Modekupfer gearbeitet. Nun, unter der Vorgabe so genau wie möglich und mit möglichst vielen Details und Accessoires, hab ich da erst mal ein Problem.
And this was a mistake I made.
Since now I had never worked off a fashion plate. And now, in the context of having to copy it as close as possible and with as much details and accessoirs as possible... that's a problem.

Mein Einstieg in das Projekt begann mit der Plate eines Kleides, das ich einfach nur klasse fand. Besonders die Schuhe hatten es mir angetan und ich war überzeugt dieses Kleid nähen zu wollen, nur damit ich auch die dazu gehörigen Schuhe herstellen kann.
Ich signalisierte also mein Interesse....
Allerdings wurde ich sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
Und das eigentlich nur durch den Umstand, dass gewisse, auf dem Kupfer verwendete Stoffe heutzutage mehr als schwer zu bekommen sind.
Also entschied ich mich für eine Herren Kupfer.
Zugegebenermaßen weil ich da noch dachte eine schon vorhandene Hose nutzen zu können.
Doch ach.
Ich scrollte fröhlich durch die noch zu vergebenden Modekupfer und entschloss mich rein nach der Optik für eins.
My first contact with the project was a plate of a brautiful dress, which I desperately wanted to sew. Mainly because I fell in love with the boots and I really, really wanted to make those.
I wanted that dress. So I signalled that I was vaguely interested.....
I was pulled back down to earth rather quickly. By the fact that I had no chance of aquireing certain fabrics used on the plate.
So I decided on a male plate.
But ah.....
I happily scrolled through the still available plates and decided on one just by the looks.

So ein lockerer Schuss aus der Hüfte. „Ich nehm den da!“
Vollauf davon überzeugt, dass ich ja nur „mal eben“ nen Mantel und ne Weste bauen muss.
Den Hut kann man bestimmt wo organisieren und der Rest wird schon....
Ich war jung und unerfahren....
Als Bildende Künstlerin hatte ich mit die Modekupfer vom künstlerischen Aspekt her angesehen. Art der Darstellung, Pose, Farbigkeit usw.
Weniger Aufmerksamkeit hatte ich den verwendeten Materialien geschenkt, und den Details.
A not really thougth through „I'll take this one!“
Totally convinced that I could swing that plate... Just a coat and a waistcoat to do... The hat I could probably buy somewhere. And the rest.... i could swing it.....
I was young and unexperienced....
As a painter I had looked at the plate from the art and technique aspect. Colours, pose, composition.
I paid less attention to the materials to use. Or the details which also were to add.

Ich bin es eben auch gewöhnt höchstens mal in Katalogen zu blättern und mir die Kleidungsstücke heraus zu suchen, welche ich bestellen möchte.
Unter dem Aspekt im schlimmsten Falle (der eintrat) einen Schnitt erstellen zu müssen, bzw. eine möglichst genaue Kopie zu schneidern, hatte ich mich noch nicht mit Modekupfern beschäftigt.
Nachdem ich endlich eine Übersetzung des französischen Textes hatte, war auch klar dass ich eine neue (Leder) Hose nähen muss.
Und mit einem mal sah ich all die Details, die ein Bild so lebendig machen.
Details, die ich vom künstlerischen Standpunkt her sehr wohl wahrgenommen hatte, allerdings hatte ich nie den Kontext gesehen, dass ich das nun auch alles nachbauen oder besorgen muss.
Etwas, dass heute noch viel schwieriger ist als damals. Denn wir können nicht einfach in den Kurzwarenladen an der Ecke und ein paar Meter Spitze oder Litze kaufen. In meiner Region ist es nicht schaffbar auch nur einen simplen Wollstoff zu finden der 100% Wolle ist. Wir haben heute, zum Glück, das Internet.
I'm used to browsing catalogues for clothes to order.....
Taking into account that the worst case szenario was that I would probably have to construct a whole new pattern (which of course I did) I had never occupied myself with fashion plates. had never concentrated on the details and never looked at them from the „I have to copy this as close as possible“ angle.
After I finally had a translation for the french text accompanying it it was time to abandon all hope, since i found out i couldn't use a pre existing pair of breeches but had to sew new (buckskin) breeches
And suddenly I saw all those details. The details I had well noticed in the artistic context... and which I now saw on a different plane alltogether. I had to get them or make them. The more the better.
Something that is even more difficlt today since the shops don't cater to needs like handmade laces, and the likes anymore.
In my region it isn't even possible to buy plain 100% wool.
Luckily we have the internet!

Daher begann mein Vernet Projet damit nach Stoffen, Details und Accessoires zu recherchieren: Handschuhe, Brille, Uhrenkette.... Was sich eben so findet.
Ich habe eine Kiste angelegt, oder eher eine Schublade in der Kommode, in der sich nun seit einigen Wochen alles ansammelt, was irgendwie mit dem Projekt zu tun hat.
Ich finde es herrlich ein Nähprojekt zu haben, bei dem ich so zwischen Tätigkeiten variieren kann.
Recherche, Materialbeschaffung, das eigentliche Nähen. Und eben nicht nur ein Kleidungsstück sondern ich kann mir aussuchen ob ich heute an der Hose arbeite oder lieber am Mantel oder Hemd.
Das macht es so viel spannender.
Aber auch so viel chaotischer beim Sortieren und Strukturieren der Aufgaben und Materialien.
Therefor my Vernet project started with research towards fabrics, acessories, techniques..... sorting them into groups like „make them, buy them, decide if I need them“ Things like hankerchief, watch fobs, glasses.... Things you see.
I took a box, or to be more exact I emptied a drawer in a komode in which I'm now collecting all the bits and pieces.
I really like having a sewing project where I can switch between so many different things, like research, locating resources, materials.... the sewing itself, where I can vary between different pieces of clothes and materials. I can decide if I'd prefer the trousers or the waistocoat today.
This keeps the project interesting.
But also a bit more chaotic when it comes to get structure into it and sort out all the tasks and materials.




Donnerstag, 15. Januar 2015

Vernet Gedanken / Vernet Thoughts Part1


Angefragt werden, ob ich an dem Vernet Projekt teilnehmen möchte, war etwas, dass mich doch eher erstaunt hat.
To be asked to participate in the Vernet Project was something that took me by surprise.

Meine Herangehensweise an dieses Projekt ist ein wenig unorthodox,wahrscheinlich weil ich an das Nähen selbst ein wenig zögerlich heran gehe.
Während für viele das Nähen der Weg ist, der das Ziel darstellt, so ist es für mich doch eher Mittel zum Zweck. Ein wenig geschädigt von frühen Nähversuchen geht es bei mir eher darum möglichst kostengünstig Kleidung für bevorstehende Veranstaltungen zu erstellen.
Und selbst da, muss ich gestehen, ist es zumeist so, dass mir Freunde sagen „Das würde dir stehen.“ „Näh dir doch das.“
Ich muss also eigentlich immer erst ein sachte in eine Richtung geschoben werden.
Wenn ich mich dann aber zu etwas durchgerungen habe entwickle ich dann doch einen gewissen Kleinkinderstolz mit dem ich mich dann festbeiße.
My aproach towards the Project is a bit more unorthodox, probably because the sewing itself is something I aproach rather hesistant.
For most of the participants sewing is the journey that is it's own reward. For me it's more like the necessary evil standing between me and a new dress. Still suffering from a rather early sewing mishap I only sew because it is the only way to make the reenactmen hobby affordable for me. And even there, admittedly, friends have to, more or less, shove me towards a dress which I should be sewing.
But once I started a new project I usually become deeply engrossed.

Es ist ein großer Unterschied ob man sich ein Modekupfer von 1814 anschaut oder die Vogue vorm Vormonat. (nicht das ich Vogue lesen würde, ich geh ja nichtmal zum Frisör....)
There's a difference between looking at a fashion plate from 1814 or reading last weeks Vogue. (Not that I read Vougue, I don't even go to the hairdresser)

Ich glaube wir schauen heute ganz anders als vor 200 Jahren.
Wir sind nicht nur Bilder verwöhnt sondern gerade zu Bilder übersättigt.
Die Aufnahme- und Wiedergabemedien haben sich so viel weiter entwickelt.
Wo um 1800 noch Radierungen, Stiche, Schnitte und andere druckbare Techniken genutzt wurden, die alle mehr oder weniger Zeitaufwendig waren, so schießt man heute ein Photo, bearbeitet es am Computer nach und hat, im Grunde, innerhalb von Minuten eine druckbare Datei die sich quasi unendlich vervielfältigen lässt.
I think we look at pictures in a different way than people did 200 years ago.
We're not only picture spoilt but more likely picture oversaturated.
The recording and repetition devices have developed so fast.
Where in the 1800s we needed etchings and cuts and other printable techniques were used, which all were more time consuming, we nowadays snap a photo, edit it on the computer and are done with it. Within minutes we have a printable file which we can reproduct as often as we desire.

Wir ersticken nahezu in Bildern. (ich sage bewusst nicht Photos, da dass, was in den meisten Printmedien gedruckt wird mit einem Photo nicht mehr viel zu tun hat.)
Und dementsprechend oberflächlich betrachten wir auch die Bilder.
Durch die fast naturgetreue Wiedergabe von Farben und Formen, der Grafiker spricht hier von einem hohen Ikonizitätsgrad, sind wir sehr verwöhnt, besonders im Bereich Mode.
Man blättert durch eine beliebige Modezeitschrift und kann anhand der Bilder direkt Farbe, Form, und zum Teil auch Beschaffenheit der abgebildeten Kleidung erkennen.
Da mussten unsere altvorderen ein wenig kreativer sein, und die Darstellenden sehr genau.
We're more or less drowning in pictures (I don't use the term photo on purpose because the things we see in most magazines are only remotely related to true photography)
And thus superficial we look at them.
Due to the nature like imaging of colours and shapes, we are spoilt, especially when it comes to fashion.
When you browse through a fashion magazine the pictures tell you exactly the colour and flow, the form and sometimes even the texture of the clothes.
Our anncestors had to be more creative there. And the people makin the pictures had to be much more exact.

Donnerstag, 13. November 2014

mock 18. jhd Haubenkopf / mock 18th century milliners head

Manchmal findet man die wirrsten Dinge im Netz. 
Und ich meine nun nicht die Seiten, auf denen sich so manch einer des nächtens herumtreibt.
Vor einiger Zeit fand ich einen Haubenkopf. 
Und hab da mal ein wenig weiter gewühlt.
Pinterest ist da eine herrliche Quelle.
Und die Haubenköpfe, die ich nach und nach fand, sahen spannend aus.
Sometimes you find the weirdest things online.
And I don't mean those certain websites some people tend to visit late at night.
A while ago I found a milliners or bonnet head. 
And I started to dig a bit deeper.
Pinterest is a nice source for photos...
And the bonnet heads I found there are rather interesting.


Ihr kennt mich.
Mehr brauch ich eigentlich nicht.
"Sieht spannend aus, kann ich das nachbauen?"
You know me.
I don't need much more.
"looks interesting, can I re-build it?

Allerdings habe ich bei diesem Projekt einmal mehr auf moderne Fertigungsmethoden zurück greifen müssen.
Sicherlich hätte ich einige Wochen Recherche einplanen können und versuchen können heraus zu finden wie man es historisch korrekt bauen würde usw. ..
Aber da dies wieder einfach nur ein Spaßprojekt war, mit der Intention hinterher vielleicht mal was zum Hut oder Häubchen drauf parken zu haben, das relativ "A" aussieht, war die Recherche eher unwichtig.
Admittedly I've used modern techniques for this project.
of course I could've put in a few weeks of research to try to find out how to build them the correct way.
But this, again, is only a just for fun project with the intention to perhaps build something to park a hat or a bonnet on in a semi authentic looking way, and there research takes the back seat.

Die Ambitionen, es einmal historisch korrekt zu machen, sind sicherlich da, aber da brauchts erst mal Anleitungen und Recherche nach alten Papier-Maché Rezepten und einer sinnvollen Unterkonstruktion.
I do have the ambitions to try it the propper, authentic way at one point... but there I'll need a propper researsch and recipies and a sensible construction manual.

Bei meiner Mock Version hab ichs ganz klassisch auf Kindergartenniveau gehalten:
Luftballon auf Papprolle bedeckt mit Zeitungsstreifen in Tapetenkleister.
Und ich geb offen zu seit 30 Jahren nicht mehr so einen Spaß (und so eine Sauerei) gehabt zu haben.
With my mock version I stuck to the classic kindergarden aproach to things. Balloons and a paper rolle covered in newspaper stripes and wallpaper paste. 
And I freely admit haven't had such fun (and such a mess) in 30 years.
Ich hab mehrere Versuche gleichzeitig begonnen, um verschiedene Techniken ausz probieren. Und genau genommen bin ich noch in der Experimentierphase, denn es ist erst ein Prototyp fertig.
I started several trials at the same time to try out different techniques. And strictly speaking, i am still experimenting. Theres just one finished prototype at the moment.

Bei dem beendeten Prototyp habe ich das Gesicht komplett mit einer vorgefertigten Pappmachémasse aufmodelliert. Diese Masse kann ich nur empfehlen, denn sie ist sehr fein und sehr lange haltbar auch wenn sie schon angerührt ist.
Zudem kann man sie durch Dosieren der Wasserzugabe in verschiedenen Festigkeitsstufen verarbeiten.
With the finished prototype I modelled the face with a ready mix papermaché paste. I can really really advise on this paste. It's really fine and you can store it for a while, even if you already added the water. 
And, with regulating the water you add you can use it in different densities.

Ein weiterer Test, der hier - zugegebenermaßen - noch seiner Vollendung harrt, bekommt die Gesichtspartie komplett aus Zeitung aufmodelliert. Noch bin ich unentschlossen welche Methode die bessere ist. Beide haben ihre Vor- und Nachteile
Another test which, admitedly, still waits for being finished, will get the face modelled completly from newspaper paper. 
I haven't decided yet which technique is the better one as they both have their pros and cons.


Ein kleiner Tipp am Rande;
Da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin hab ich die verschiedenen Lagen im Backofen getrocknet. Immer schön auf niedriger Temperatur.
A small tipp on the side:
I am a rather impatient person, so I dried the different layers in my oven, setting it to the lowest possible setting.

Nachdem ich (mehr oder weniger) zufrieden war mit dem Ergebnis, fehlten nur noch ein, zwei Schichten Farbe.
Es stört mich noch  etwas, dass ich die Oberfläche nicht so glatt bekommn wie ich sie gerne hätte.
Auch das muss ich bei Prototyp Nummer 2 nochmal überdenken.
After I was (more or less) satisfied with the result of the paper machèing there were only one or two coats of paint missing.
I'm still not good with the roughness of the finished product, I'll have to find a way to make the surface much smoother. 
I will re-thing this with prototype number 2.

Fürs erste reicht dieser Prototyp, um eine Haube oder einen Hut darauf zu parken.
For now this is enough to park a bonnet or hat on it.

Donnerstag, 6. November 2014

Walnuss fingerhut körbchen / Walnut thimble holder


Wie der englisch Muttersprachler sagen würde;
Sometimes I'm nuts!
(Manchmal bin ich bekloppt)
Aber das ist ja nichts neues...
Like the English say:
Sometimes I'm nuts!
But that's old news anyways.

Daher war es eigentlich auch vorher klar, als ich vor längerem ein Photo eines Walnusskörbchens sah, dass ich soetwas nacharbeitenn werde.
Sobald ich Walnüsse in die Finger bekomme.
... Ich mag nicht wirklich gerne Walnüsse....
Therefor it was rather obvious, when i saw a photo of a walnut trhimble holder, that I would try to craft something like it sooner or later.
Well, as soon as I could lay my hands on some walnuts.
... I don't really eat walnuts...

Kleine Aufbewahrungsbehälter aus Walnussschalen waren im beginnenden 19. Jahrhundert scheinbar keine Seltenheit, man findet im Netz viele Exemplare, oft auch aus der Victorianik, die zum Teil ganze Nähsets in einer Nuss zeigen.
Hier das Bild, das mich inspirierte:
Small containers made of walnut shells aparently weren't that uncommon around the 19th century. You can find several examples on the internet, often from the victorianic era, which sometimes even show whole sewing kits in a walnut.
Here's the photo that inspired me:

Diese Idee spukte mir nun wirklich schon einige Zeit im Kopf herum. Besonders da man ja auch auf die Walnuss Saisons warten musste.
This idea was stuck in my head for quite some time. Especially since you'd have to wait for walnuts to be in season.

Als dann eine Freundin mit einem Sack voller Kremser Walnüsse auftauchte drifteten die Gedanken wieder zu dem oben stehenden Bild.
When a friend turned up with a bag full of walnuts from Krems my thoughts drifted back to that thimble holder. Or better, to the picture above

Gestern war es dann endlich soweit.
Nachdem ich letzte Woche die Schalen eingesammelt hatte, fand ich gestern endlich einmal Ruhe mich an das mini Projektchen zu wagen.
Und hier das Ergebnis in ein paar einfachen Schritten
Yesterday it finally happened! 
After I collected the shells last week, I finally found time yesterday to have a quiet sit down and start this little project. 
And here's what I came up with. In a few easy steps



2 Hälften einer Nuss, schutzlackiert.
2 halfs of one nut, varnished.









 Mit Löchern für das Band.
With holes for the ribbons.









Und meiner Lieblings-rotweissen-striller-Seide als Innenfutter.
And my favourite red white stripey silk as an inlay.

 Und natürlich einem Bändchen zum Verschliessen.
Of course, a ribbon to fasten it.











Fertsch.
Finished.










Diese süssen kleinen Nüsschen kann man bei mir käuflich erwerben.
15€ / stück + Porto.

if you like you can order those cute little nuts with me. 
15€ / piece + shipping.