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Donnerstag, 12. März 2015

Open Front Jacket 2

So, und jetzt nochmal in schön.
Once again, in nice.

Wie man meinem vorhergehenden Blogpost schon entnehmen konnte, oder zumindest dessen Titel, war das letzte, inzwischen fertiggestellte, Projekt ein open front jacket fürs 18.
Ich hab ja - gefühlt - gerade erst begonnen meine Ausstattung zusammenzustellen (ja, ja wenn man die Darstellung wechselt).
As you might have noticed in my last post, or at least from it's title. My last, now finished, project was an 18th century open front jacket.
I'm still at the beginning of getting my gear together, or at least it feels like it.
(yeah, I know, the issues when changing your role)

Die Jacke war so ein „ach kann man mal machen“ Projekt. 
Eine Freundin hatte mir schon vor längerem das Bild vom Schokoladenmädchen unter die Nase gehalten und direkt erwähnt, dass sie noch gerade genug Seide in einem ähnlichen Farbton hätte, um so ein Jäckchen zu nähen.

Lange war das Thema ins Hintertreffen geraten, bis neulich die Freundin mit der Seide und dem Schnittmuster vor der Tür stand.
Es gab kein Entrinnen!
The jacket was one of those "some time i'll get around to doing it" project. A friend of mine had shown me the image of the chocolate girl whilst mentioning that she'd have enough silk left over to make such a jacket.
We postponed the project for quite a while, till the friend finally appeared on my doorstep, silk and pattern in hand.
There was no escape!

Diese Art Oberbekleidung ist eher ein "Alltagsgerä"t, etwas Bürgerliches, in dem man ich gut bewegen und arbeiten kann. 
Sozusagen das Jeans und Sweatshirt des 18ten.
Hier ein paar Beispiele bei welchen Gelegenheiten man es vielleicht trug.
This kind of wear was the middle class day to day wear. Something you could move and work in. The jeans and sweatshirt of the time, so to say.
Here some examples on for what one might have worn it:







Um Kunst zu machen, zum Beispiel.
For making art, for example.










Oder um zu Musizieren.
Or to make music.







Für einen Ausflug in die Stadt.
For a trip into town.













Oder um einfach die Natur zu geniessen.
Or to just enjoy the spoils of nature. 

Donnerstag, 12. Februar 2015

Malkiste / Paintbox Part one

In meinem Freundeskreis gibt es einen Satz, der sich an kalten Winterabenden zugeraunt wird.
Da er immer nur geflüstert wird, bin ich mir über den Wortlaut nicht so ganz sicher...
Es ist entweder:
"Zeig Sonja keine Bilder von Dingen, die sie auf dumme Gedanken bringen könnten."
oder:
"Zeig Sonja unbedingt Bilder von Dingen, die sie auf dumme Gedanken bringen könnten."
Es scheint eine Art Hobby zu sein, mir Dinge zu zeigen, die meinen Entdeckerdrang reizen.
There's a secret phrase used amongst my friends. Quietly whispered on cold winters eves.
Because it's always just whispered I am not entirely sure of it's phrasing.
It's either:
"Never show things to sonja that will make her do stupid things"
or:
"Show things to sonja that will make her do stupid things"

So ist es nicht verwunderlich, dass die liebe Sabine von Kleidung um 1800 mir ab und zu Spannendes unter die Nase reibt. Wir teilen ein Interesse für Holzbearbeitung und Restauration.
So there's nothing new to dear Sabine from Kleidung um 1800 frequently rubbing my nose into interesting stuff. We share an interest in Woodworking and restauration.

Eines Morgens also, noch vor dem ersten Kaffee, fand ich auf meinem Facebookprofil ein Bild dieser Miniature Painters Box.
Ich schaue schon seit längerem nach Aquarellkästen aus dem ausgehenden 18./ beginnenden 19. Jahrhundert. 
Erfolglos bisher, da diese Kästen zumeist weit außerhalb meiner Finanzierungsmöglichkeiten liegen.
Once upon a morning, even before my first coffee, I found a picture of a Miniature Painters Box on my facebook wall. 
I've been looking for water colour boxes from the late 18th / early 19th century for a whole now. So far without success due to the prices they sell for. 

So eine Kiste nun, die in Größe und Form einem Reiseschreibtisch ähnelt....
Zum Verkauf hatte ich so etwas sowieso noch nie gesehen. Konnte mir aber gut vorstellen, dass sie sehr teuer sind.
Irgendwas war diesmal anders. Vielleicht weil der Link von Sabine kam, vielleicht weil die Grundstimmung schon da war...
Mehr im Scherz meinte ich noch: "Ich bau das nach!"
Wie das so oft ist, wenn es einmal ausgesprochen ist....
Ich hab die Idee ein wenig hin und her bewegt und mit einem Auge schon geschaut wie und was ich verbauen kann.
Such a box, in form and size similar to a travel desk....
I had never seen the likes for sale. but it's a save bet they'll go for an arm and a leg.
Something was different with this link. Perhaps because Sabine had sent it. perhaps cause the mood was already set...
Jokingly I mentioned "I'll built that!"
Like it is ever so often. once you mention it.....
I pondered about it for a while. all the time checking my belongings for stuff I could use..

Ich hatte irgendwann mal eines dieser Billigmalsets geschenkt bekommen, ihr wisst schon; Tischstaffelei, kleine Leinwand, Holzkoffer voll sehr schlechter Acrylfarben... alles zusammen 10 Euro.
(An dieser Stelle noch mal schwer abgeraten von solchen Sets!!!! Außer ihr schmeißt als erstes die Farben weg!)
Inzwischen war nur noch der - leicht verdreckte - Koffer übrig. 
Die Idee gewann Substanz.
Versehen mit dem Vermerk "demnächst mal"
Demnächst war scheinbar der nächste Morgen,
an welchem ich mich wie durch ein Wunder im nächstgelegenen Baumarkt fand. Mit einer groben Übersichtsskizze und im Bereich Holzzuschnitt.
Was kann ich sagen....
Someone once gave one of those cheap painting sets as a present, years ago. You know one of those sets with a wooden case a smal easel a canvas and really cheap shitty colours... complete price of 10 euros.
(let me mention here. Do not buy those sets!!!! well only if you bin the colours!)
The only thing left from this set was, you guessed it, the case.
The idea got more substance.
"adding the mental note "some time soon..."
Some time soon seemed to be the next morning.
At which I found myself inside the local DIY shop, with a sketch... in the wood section.....
What can I say...

So eine Kiste lässt sich wunderbar rechtfertigen.... eine Darstellung als Malerin ist doch ein Plan :) Handwerker und Gesinde gibt's ja schon sehr viel :) Wandermaler nicht so.

Und so eine Kiste, bzw. deren Planung rechtfertigt einen Besuch bei meinem Lieblings-Künstlerbedarfsladen.
I have plenty of reasons for building such a box... reenacting a painter is a good plan :)
there's enough peasents and farmers about. But not that much traveling painters.
And such a box, or planing it, is a great reason for visiting my favourite art supply shop.

Erfreulicherweise haben sich im Bereich Malerei viele Materialien in der Form kaum verändert.
Aquarellsteine sehen heute noch fast genau so aus wie vor 200 Jahren. Auch die Porzellanpaletten haben sich kaum geändert.
Das macht es mir leicht aus neu dieses mal alt zu machen.
Es machte herrlichen Spaß so an zwei Fronten zu arbeiten, 
Tüfteln wie das Teil aussehen wird und es dementsprechend zusammenzumurksen und zu überlegen was alles rein kommt.
Luckily, when it comes to painting, the basic materials haven't changed that much. 
Solid watercolours more or less look the same now as they did 200 years ago,
even the pocellain paletts didn't really change.
This made it  easy to make ssomething old from something new.
And it's such fun to work on 2 seperate events c oncerning the same project. 
To ponder how the thing will look along with what might go inside it.

Besonders spannend wird es, wenn man mitten drin beschließt, "So siehts scheiße aus."
It becomes amazingly interesting when you decide, in the middle of things, tthat; "It looks crap this way."

Aber ich will euch nicht mit Texten langweilen. Sondern lieber ein paar Bilder sprechen lassen :
But I don't want to bore you with texts. But show some photos instead



 Bau eines kleinen Trägers für die Farben
(links)
Kasten in Grundform 
(rechts)
Building a small colour box for the watercolours
(left)
Basic shape of the box
(right)


Testbestückung
Testpacking




Die furnierte Kiste auf den Lack wartend.
veneered box waiting for the shellac.

Mein Kleines Kabinettstückchen:
Ein (verdrecktes) Reeves Label.
A little fun and games:
a (dirty) reeves label.



Ich hoffe nächste Woche mit dem zweiten Teil die fertige Kiste vorstellen zu können.
I hope that I'll be able to do part two next week and show the finished box.




Donnerstag, 27. November 2014

Viel Lärm um Nichts / Much ado about nothing

Heute gibt es mal kein Projekt.
Jedenfalls kein direktes.
Die momentanen Projekte sind alle weihnachtsgeheim.
Today there's no project.
Well not in a direct way anyways.
The projects I work on right now are all Christmas secrets.

Vor Weihnachten geht es hier tatsächlich ein wenig mehr zur Sache, im Bezug auf Kundenaufträge.
Einer davon hat mich besonders berührt und auch ein wenig zum schmunzeln gebracht.
With Chrsitmas aproaching it's all hands on deck here. In regards of customer comissions. 
One of those touched me in a special way, and made me smile at the same time.

Der Auftrag selber kam erst vor 3 Tagen rein und ist noch nicht ausgeführt. Und entgegen meiner normalen Regel habe ich einen Portraitauftrag kurzfristig angenommen. 
Das mache ich sonst nicht so gerne, besonders nicht unter Weihnachtstermindruck.
Und besonders nicht wenn es auch noch ein Dreifachportrait werden soll.  *seufzt* 
(Ja, eigentlich sollte ich malen und nicht bloggen!)
The request came in 3 days ago and I haven't processed it yet.
Agains my rules I accepted a Potrait comission on short notice. 
I usually don't do that, especially not with the finish till christmas pressure hovering.
And especially not if it's supposed to be a triple portrait. *sigh*
(and yes, I should be painting instead of blogging!)

Aber ich wollte euch ja erzählen...
But I was about to tell you...

Ich hab eine Freundin.
Also ich hab mehr als eine (zum Glück). Die, um die es hier geht, hab ich allerdings schon seit 20 Jahren.
14 Davon ist sie verheiratet, und dennoch hab ich zu ihrem Mann keinen besonderen Kontakt. 
Wie das eben manchmal so ist.
I have a friend.
Well I (luckily) have more than one. But the one this blog is about I've had for 20 years now.
14 of those she'S been married, but still I have not such a close connection to her husband. 
That's how it sometimes is.

Um so verwunderter war ich als vor drei Tagen mein Handy ging. 
Auf dem Heimweg vom Einkaufen an einer stark befahrenen Straße...
Der Anrufer flüsterte nur, was die Sache nicht besser machte.
Ich brauchte wirklich eine Sekunde bis ich die Stimme des Mannes meiner Freundin erkannte.
Er musste sich auch beeilen, denn er hatte sich meine Nummer von ihr besorgt, und sie war doch sehr verwundert, dass er mit einem mal mit mir telephonieren wollte.
Er fragte kurz,  ob ich noch Aufträge annehme und wieviel ein Portrait seiner Frau, deren Schwester und Mutter kosten würde.
Letztere ist schon lange verstorben.
Ich habe sofort zugesagt, da ich weiß wieviel meiner Freundin ihre Familie bedeutet, und besonders die lange verstorbene, Eltern.
Ich selbst habe nur die Mutter kennen gelernt, sie verstarb als wir ca 17 waren.
That's why I was mildly surprised when, 3 days ago, my mobile rang.
I was on my way home from grocery shopping and, of course on a noisy street...
The caller was whispering which wasn't really an improvement on the situation.
I really needed a second to recognize my friends husband as the caller.
He was in a hurry, since he got my number from his wife and she was already curious why he suddenly wanted to phone me.
He asked if I still did comissions and how much a portrait of his wife, her sister and mother would cost.
The latter had died several years ago.
I, of course, agreed immediately since I know how much her family means to my friend, especially her parents who both died quite long ago.
I, myself only ever met her mother, who died when we were 17.

Klar dass es in so einem Fall kein Nein gibt.
Bis ich daheim war hatte ich schon das Photo, um das es ging, in meinem Email Fach. 
Of course there's no saying no in such a case!
I had the photo I was meant to work of in my inbox when I returned home

Ein furchtbar altes Bild.
Die Mutter zwischen ihren beiden Töchtern. 
Meine Freundin, die ich erst als Teenager kennen lernte, zur Linken ihrer Mutter. Eine pausbäckige, bebrillte ca. 11 Jährige mit einem selbstbewusst schelmischen grinsen.
Ihre ältere Schwester zur Rechten, Teenie, auch mit dicker Brille, und den störrischen, dicken Haaren, wild in alle Richtungen, inen gewissen Stolz im Lächeln, die Arme um die Mutter gelegt.
Die Mutter selbst lächelnd, ein wenig gezwungen vielleicht, aber im Kreise ihrer Lieben. Das Bild in meiner Erinnerung ist ein anderes, aber recht ähnlich. 
Dieses Bild zeigt die gesunde Mutter, Ich kenne sie, leider, nur schon von Krankheit gezeichnet.
An amazingly old photo.
The mother between both her daughters.
My friend, whom I first met when we both were teenagers, on her mothers left. A chubby-cheeked, bespectacled child, roughly 11 years old. With a confident impish grin.
Her older sister on their mothers right, a teenager, also wearing thick glasses, her thick wild hair flowing in every direction. A certain, special pride in her smile, hugging her mother tight.
The mother herself, smiling. a bit forced perhaps. but surrounded by her loved ones.
The image of her in my memories is a different one but similar. 
The photos shows a healthy mother. I only konw her already marked by the disease.

Dies wird kein leichter Auftrag.
Mir fällt es generell schwer Menschen zu zeichnen / malen, die mir nah sind. 
Mit diesem Hintergrund wird es noch ein wenig schwerer. Aber dadurch vielleicht auch viel lohnender.
Ich freue mich darauf und ich wünsche mir, dass sie sich über das Geschenk ihres Mannes freut. 
Vielleicht berichte ich nach Weihnachten über den Ausgang der Geschichte.
This won't be an easy comission. 
I'm generally not good in drawing / painting people who are close to me.
KNowing the background it'll be tougher, by far. But also much more rewarding.
I'm looking forward to this and I hope that my friend will like her husbands present for her.
Perhaps I'll give an update on this matter after christmas.




Donnerstag, 13. November 2014

mock 18. jhd Haubenkopf / mock 18th century milliners head

Manchmal findet man die wirrsten Dinge im Netz. 
Und ich meine nun nicht die Seiten, auf denen sich so manch einer des nächtens herumtreibt.
Vor einiger Zeit fand ich einen Haubenkopf. 
Und hab da mal ein wenig weiter gewühlt.
Pinterest ist da eine herrliche Quelle.
Und die Haubenköpfe, die ich nach und nach fand, sahen spannend aus.
Sometimes you find the weirdest things online.
And I don't mean those certain websites some people tend to visit late at night.
A while ago I found a milliners or bonnet head. 
And I started to dig a bit deeper.
Pinterest is a nice source for photos...
And the bonnet heads I found there are rather interesting.


Ihr kennt mich.
Mehr brauch ich eigentlich nicht.
"Sieht spannend aus, kann ich das nachbauen?"
You know me.
I don't need much more.
"looks interesting, can I re-build it?

Allerdings habe ich bei diesem Projekt einmal mehr auf moderne Fertigungsmethoden zurück greifen müssen.
Sicherlich hätte ich einige Wochen Recherche einplanen können und versuchen können heraus zu finden wie man es historisch korrekt bauen würde usw. ..
Aber da dies wieder einfach nur ein Spaßprojekt war, mit der Intention hinterher vielleicht mal was zum Hut oder Häubchen drauf parken zu haben, das relativ "A" aussieht, war die Recherche eher unwichtig.
Admittedly I've used modern techniques for this project.
of course I could've put in a few weeks of research to try to find out how to build them the correct way.
But this, again, is only a just for fun project with the intention to perhaps build something to park a hat or a bonnet on in a semi authentic looking way, and there research takes the back seat.

Die Ambitionen, es einmal historisch korrekt zu machen, sind sicherlich da, aber da brauchts erst mal Anleitungen und Recherche nach alten Papier-Maché Rezepten und einer sinnvollen Unterkonstruktion.
I do have the ambitions to try it the propper, authentic way at one point... but there I'll need a propper researsch and recipies and a sensible construction manual.

Bei meiner Mock Version hab ichs ganz klassisch auf Kindergartenniveau gehalten:
Luftballon auf Papprolle bedeckt mit Zeitungsstreifen in Tapetenkleister.
Und ich geb offen zu seit 30 Jahren nicht mehr so einen Spaß (und so eine Sauerei) gehabt zu haben.
With my mock version I stuck to the classic kindergarden aproach to things. Balloons and a paper rolle covered in newspaper stripes and wallpaper paste. 
And I freely admit haven't had such fun (and such a mess) in 30 years.
Ich hab mehrere Versuche gleichzeitig begonnen, um verschiedene Techniken ausz probieren. Und genau genommen bin ich noch in der Experimentierphase, denn es ist erst ein Prototyp fertig.
I started several trials at the same time to try out different techniques. And strictly speaking, i am still experimenting. Theres just one finished prototype at the moment.

Bei dem beendeten Prototyp habe ich das Gesicht komplett mit einer vorgefertigten Pappmachémasse aufmodelliert. Diese Masse kann ich nur empfehlen, denn sie ist sehr fein und sehr lange haltbar auch wenn sie schon angerührt ist.
Zudem kann man sie durch Dosieren der Wasserzugabe in verschiedenen Festigkeitsstufen verarbeiten.
With the finished prototype I modelled the face with a ready mix papermaché paste. I can really really advise on this paste. It's really fine and you can store it for a while, even if you already added the water. 
And, with regulating the water you add you can use it in different densities.

Ein weiterer Test, der hier - zugegebenermaßen - noch seiner Vollendung harrt, bekommt die Gesichtspartie komplett aus Zeitung aufmodelliert. Noch bin ich unentschlossen welche Methode die bessere ist. Beide haben ihre Vor- und Nachteile
Another test which, admitedly, still waits for being finished, will get the face modelled completly from newspaper paper. 
I haven't decided yet which technique is the better one as they both have their pros and cons.


Ein kleiner Tipp am Rande;
Da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin hab ich die verschiedenen Lagen im Backofen getrocknet. Immer schön auf niedriger Temperatur.
A small tipp on the side:
I am a rather impatient person, so I dried the different layers in my oven, setting it to the lowest possible setting.

Nachdem ich (mehr oder weniger) zufrieden war mit dem Ergebnis, fehlten nur noch ein, zwei Schichten Farbe.
Es stört mich noch  etwas, dass ich die Oberfläche nicht so glatt bekommn wie ich sie gerne hätte.
Auch das muss ich bei Prototyp Nummer 2 nochmal überdenken.
After I was (more or less) satisfied with the result of the paper machèing there were only one or two coats of paint missing.
I'm still not good with the roughness of the finished product, I'll have to find a way to make the surface much smoother. 
I will re-thing this with prototype number 2.

Fürs erste reicht dieser Prototyp, um eine Haube oder einen Hut darauf zu parken.
For now this is enough to park a bonnet or hat on it.

Donnerstag, 6. November 2014

Walnuss fingerhut körbchen / Walnut thimble holder


Wie der englisch Muttersprachler sagen würde;
Sometimes I'm nuts!
(Manchmal bin ich bekloppt)
Aber das ist ja nichts neues...
Like the English say:
Sometimes I'm nuts!
But that's old news anyways.

Daher war es eigentlich auch vorher klar, als ich vor längerem ein Photo eines Walnusskörbchens sah, dass ich soetwas nacharbeitenn werde.
Sobald ich Walnüsse in die Finger bekomme.
... Ich mag nicht wirklich gerne Walnüsse....
Therefor it was rather obvious, when i saw a photo of a walnut trhimble holder, that I would try to craft something like it sooner or later.
Well, as soon as I could lay my hands on some walnuts.
... I don't really eat walnuts...

Kleine Aufbewahrungsbehälter aus Walnussschalen waren im beginnenden 19. Jahrhundert scheinbar keine Seltenheit, man findet im Netz viele Exemplare, oft auch aus der Victorianik, die zum Teil ganze Nähsets in einer Nuss zeigen.
Hier das Bild, das mich inspirierte:
Small containers made of walnut shells aparently weren't that uncommon around the 19th century. You can find several examples on the internet, often from the victorianic era, which sometimes even show whole sewing kits in a walnut.
Here's the photo that inspired me:

Diese Idee spukte mir nun wirklich schon einige Zeit im Kopf herum. Besonders da man ja auch auf die Walnuss Saisons warten musste.
This idea was stuck in my head for quite some time. Especially since you'd have to wait for walnuts to be in season.

Als dann eine Freundin mit einem Sack voller Kremser Walnüsse auftauchte drifteten die Gedanken wieder zu dem oben stehenden Bild.
When a friend turned up with a bag full of walnuts from Krems my thoughts drifted back to that thimble holder. Or better, to the picture above

Gestern war es dann endlich soweit.
Nachdem ich letzte Woche die Schalen eingesammelt hatte, fand ich gestern endlich einmal Ruhe mich an das mini Projektchen zu wagen.
Und hier das Ergebnis in ein paar einfachen Schritten
Yesterday it finally happened! 
After I collected the shells last week, I finally found time yesterday to have a quiet sit down and start this little project. 
And here's what I came up with. In a few easy steps



2 Hälften einer Nuss, schutzlackiert.
2 halfs of one nut, varnished.









 Mit Löchern für das Band.
With holes for the ribbons.









Und meiner Lieblings-rotweissen-striller-Seide als Innenfutter.
And my favourite red white stripey silk as an inlay.

 Und natürlich einem Bändchen zum Verschliessen.
Of course, a ribbon to fasten it.











Fertsch.
Finished.










Diese süssen kleinen Nüsschen kann man bei mir käuflich erwerben.
15€ / stück + Porto.

if you like you can order those cute little nuts with me. 
15€ / piece + shipping.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

DIY Bookbinding a different way / selber Buchbinden mal anders

Ich gebe offen zu, ich bin ein Handyfummler. 
Das hat diverse Gründe, auf die ich hier auch nicht näher eingehe, aber die Essenz ist, ich habe in 99% aller Fälle mein Handy dabei.
Auch auf Events.
Wenn man aus der Militärdarstellung kommt ist das eh nochmal was anderes, denn wenn wirklich mal was passieren sollte kann man immerhin schnell den Notruf wählen.
I admitt it openly, I'm a cellphone addict!
It has several reasons wich I won't divulge here, but it simmers down to me, in 99% of all cases, have my mobile with me. 
Even on events.
When you started out with military displays it's, again, something different, cause when the shit hits the fan you need to be able to call an ambulance. 

Mir ist es jedoch wichtig das Handy so unauffällig wie möglich dabei zu haben.
Daher hab ich mich schon seit längerem Gedanken gemacht wie ich es am geschicktesten verpacken kann.
Dabei herausgekommen ist die Buch gebundene selbstgebaute Handyhülle!

For me it is important to hide my mobile well when I carry it with me. That's why, for a while now I pondered about a propper way to keep it in my Kit. I decided to build my own cellphone casing

Die Idee ist ganz Simpel, genau so wie die Umsetzung.
The idea is as simple as the realisation.


Alles was man braucht sind:
Etwas dicke Pappe, ein wenig Marmor-, Öl- oder Einschlagpapier Mull oder Leinen, Leim und auf Wunsch vielleicht noch etwas Leder
All you need is:
Some cardboard, a bit of marbled-, oiled- or wrappin paper. some gauze or linnen, glue and if you like a piece of leather.


Aus der Pappe schneitet man sich Front und Rückseite zu, ich habe es so gemacht, dass es an 3 Seiten ca 5mm übersteht.
Aus dem Rest Pappe schneidet man 2 lange und 2 kurze Streifen, aus denen man den Rahmen macht, in dem das Handy später zu liegen kommt. Die Maße ergeben sich aus denen des Mobiltelephons.
From the cardboard you cut the front an back cover, roughly give 5mm to 3 of the sides. Also cut strips as thick as the mobile phone, using its measurements. They'll become the frame in which the phone has to fit later on. 

Man sollte darauf achten vielleicht 1-2 mm mehr in der Höhe zu nehmen als das Handy dick ist, da manche eine leicht gewölbte Schale haben.
Zudem sollte man darauf achten den Rahmen recht eng anliegend zu machen, damit das Gerät nicht so schnell heraus fallen kann. Dabei rechnet es sich kleine Aussparungen in die Pappe zu schnitzen wo ggf aussenliegende Knöpfe zu liegen kommen.
Das geht am einfachsten wenn man den Rahmen schon zusammengeleimt, und an das Handy angepasst hat. Als Eckenverstärker eignet sich hervorragend ein kleiner Streifen Kreppband.
You might consider makin the frame 1-2mm higher than the phone is thick cause some phones have a slightly curved frame. Furthermore, the frame should be rather tight so the phone won't fall out that easily. It would also be wise to cut out small portions of the frame where buttons might come to rest, so you don't constantly switch it on or off.
To stiffen the corners a piece of sticky tape works rather well.

Während der geleimte Rahmen trocknet, kann man die Zeit herrlich nutzen die Cover mit dem gewählten Papier zu beziehen.
Ich presse das dann gerne zwischen 2 Brettchen, damit sich die Pappe nicht verzieht.
While the frame ist drying you can use the time to wrap the covers in your chosen paper.
I usually press them between some wooden boards so the cardboard won't bulge.

 Wenn alle Teile trocken und fertig sind müssen sie nur noch zusammen gefügt werden. 
When everything is dry you just need to assembly.


 Wie man sieht habe ich den Rahmen an einer Seite fast bündig auf der unteren Pappe angelegt und verleimt. Ich habe nur einen Millimeter gelassen um eine Mullschicht als Rücken einzubringen.
Diese wird mit den beiden Covern verleimt.
As yopu can see I flush fitted the frame to one side and clued it to the back cover. I only kept a millimeter or so for a slim layer of gauze as a spine which I then glued to both covers.

Um den Rücken etwas stabiler zu machen habe ich ihn mit einem dünnen Leder bezogen
Die Innenseiten habe ich mit beiger Farbe gestrichen um Papieroptik zu erzielen.
To make the spine a bit more stable I covered it with a thin piece of leather.
The inside I painted in a beige colour to make it look a bit more paperish.

Es ist keine perfekte Hülle aber zumindest sieht es aus der Entfernung etwas authentischer aus.
Und es ist weder finanziell, noch zeitlich besonders aufwendig.
It's not a perfect casing but from afar it looks more authentic than a bought one.
And it's not that much fuss. Neither in matters of time nor financiylly.

Abschließend noch ein kleiner Gedanke zum Buchbinden.
Viele von euch stellen Personen im 18ten oder 19ten Jhd dar. Und tragen, als Teil der Darstellung, auch gerne mal das ein oder andere alte Buch mit sich herum.
Oft auch Originalausgaben aus der Zeit oder zumindest nahe dran.
Wunderschön! Ich mag alte Bücher wirklich gerne. Ich möchte nur einmal zu bedenken geben, dass diese Bücher damals nicht alt gewesen wären.
Buchbinden ist kein Hexenwerk, Demnächst werd ich es mal als Projekt hier vorstellen. 
Sich ein modernes Paperback oder ein günstiges Reclam zu kaufen und neu ein zu binden ist einfach und geht schnell. und ich finde es macht einfach irsinnig was her.
Und es schon die alten Originalausgaben.
One final thought on bookbinding.
Most of you portrait persons from the 18th or 19th century. And carry, as part of their display, one or the other odd old book.
Sometimes even original prints from that era or close to it. 
Wonderful! I really like old books. I would just like to leave you with this thought:
Back then these books wouldn't have looked old.
Bookbinding isn't wichcraft. I'll show it on here as a project, soon. 
It's rather easy to get a new cheap paperback copy and bind it propperly.
It's easy and fun and looks just dashing!
And it goes easier on your originals ;)

In diesem sinne!
In this spirit!

PS:
Nächste Woche schweig ich mal Stille, ich bin im Urlaub ;)
I'll be silent next week cause i'll be on vacation ;)





Donnerstag, 9. Oktober 2014

Abenteuer in Shoetown - Der Tragödie fünfter Teil - Vor der Winterpause

Willkommen, einmal mehr, bei den Abenteuernn in Shoetown.
Heute geht es ein wenig an den Rokoko Testschuhen weiter.
Bevor diese, wahrscheinlich, für den Winter eingemottet werden.
Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich Absätze brauche, und wie soll ich sagen, ich habe Absatzschwierigkeiten.
Welcome, once again with the adventures in Shoetown.
Today we'll have a wee look at the Rokoko shoes.
Before I'll put them away for a winter break.
I've reached a point where I need heels. And, what can I say? I've got some difficulties procuring some.

Aber erstmal geht es natürlich ein wenig weiter.
Wo waren wir noch gleich?
Ach ja, nach dem Fehlversuch ist vor dem Fehlversuch.
But for now it goes on.
Where were we?
Oh, yes, after the mistrial is before the mistrial.

Ich hab mich intensiv mit der Kundin beraten, die diese Schuhe, um die es ursprünglich ging ,haben wollte...
(Wir erinnern uns)
I've had a long talk with the customer who ordered the shoes in the first place....
(we remember....)

Der eigentliche Plan war die Schuhe rahmengenäht mit Absatz zu machen und (ausnahmsweise) über den ungleichen Leisten.
(Hier ein paar Bilder vom Progress der roten Testschuhe)
The original plas was to framesew the shoes and atach a propper heel. And (fornonce) with a left and right last.
(here a few photos of the red testshoes) 

Dieses Projekt läuft auch weiter. Also die rahmengenähten Probeschuhe werden weiter nebenher laufen.
Allerdings haben wir uns entschlossen die Schuhe mit der Stickerei nun doch wendegenäht zu machen und über gleichem Leisten.
Also, ein weiteres Probeteil, das angefertigt werden muss - allerdings erst im Laufe der nächsten 2 Wochen.
Solang gibt es noch genug anderes zu tüfteln.

This project, of course, will go on, as a sideproject. But we've decided to make the embroided shoes as turn-sewn shoes with a much smaller heel and on a same last.
So again, a new mock up I have to make. But I have roughtly 2 weeks to do so. For the time being i've got enough other things on my plate.















Donnerstag, 11. September 2014

Paint me like one of your french girls!

Ich weiß ja nicht ob sies wussten...
Aber ich bin ja eigentlich Malerin.


Also, so ganz eigentlich.
Das ist allerdings eines der besser gehüteten Geheimnisse. 
(jedenfalls wenn man sich meine Verkäufe so anschaut)

Ich male allerdings nicht mehr so oft, und zumeist mehr aus Spaß an der Freude.

Und natürlich hin und wieder auch mal um Anderen eine Freude zu machen.

Ich finde es ja immer ein wenig schade, dass viele in historischem Gewand zum Photographen gehen und sich photographieren lassen, wo man sich doch auch in ähnlicher Preiskategorie malen lassen könnte...
Gut da bekommt man dann nicht 20 verschiedene Gesichtsausdrücke und man kann es vielleicht auch nicht so einfach auf Facebook als Profilbild einstellen. Aber ich finde es immer irgendwie passender.
Das ist jedoch nur meine eigene kleine Meinung.

Als ich neulich in Fulda war konnte man sich dort kostenlos photographieren lassen und bekam die Bilder dann, sogar in recht guter Auflösung, zugeschickt.
(Da kann man als Auftragsmaler natürlich nicht gegenhalten)
Im Gegenzug gab man alle Rechte an den Bildern auf. Ein Faktor der mich doch aufhorchen ließ, zumal der Photograph eher unmotiviert war und nicht mal bereit das Licht neu einzurichten.
So waren nur Bilder in einer Einstellung und vor einem (schwarzen) Hintergrund möglich, und sogar bei Doppelportraits wurde sich strikt geweigert.
Etwas das ich für die ganzen vorhandenen Pärchen schon irgendwie schade fand.


Ich hab mich mal ablichten lassen, genau wie Freunde von mir...
Freunde, die ihre zugeemailten Bilder nicht abrufen konnten und deren Bilder daher "rein zufällig" auf meinem Rechner landeten.

Lange Rede, gar kein Sinn.

Man schaute die Bilder gemeinsam durch... ich bekam einen Persilschein....

und hab dann mal los gelegt.
Darf ich vorstellen:
Herr und Frau Pfarrer


Zugegeben auch kein klassisches Doppelportrait. Aber, dass lag eher daran das ich eine gewisse Basisgröße haben wollte.


Ich gebe offen zu, dass die Bilder weder vom Material, noch von der Technik er authentisch sind. Aber das war auch nicht Sinn des Spiels. Ich wollte einfach nur 2 Freunde malen.
Weil ichs kann.





Montag, 25. August 2014

Claviere suchen ein Zuhause.

Aus den Tiefen der Zeit bin ich zu euch herabgestiegen, Sterbliche!
Lebte unter euch, studierte eure Wege, eure Ziele....
Beobachtete wie ihr mit meinem Volke umgeht.
wer ich bin?
Ich bin eine vom Volk der Instrumentalisten!


Als Herrin der Tasteninstrumente kümmere ich mich um die Armen, die Verstimmten, die Verkratzten und die Angekokelten.
und ab und zu auch um die Überwässerten.


Es ist meine Pflicht einzuschreiten wo Tasteninstrumente leiden.

So auch demletzt, als mich der Ruf ereilte ein armes, kleines, gequältes Clavichord darbe im Schatten eines undichten Dachfensters.
Vergessen von der Welt, ungespielt und ungeliebt.....



Im Schatten der Nacht, verhüllt und angetan mit den Zeichen meiner Zunft, Stimmgabel und Stimmschlüssel, machte ich mich also auf den Weg das possierliche Tierchen aus den Klauen seines Peinigers zu retten.





Geschwächt nach so langer Zeit, dem Tode näher als dem Leben, benötigte der Patient meine sofortige Aufmerksamkeit!


Sachte und vorsichtig zerlegte ich es in Klaviatur und Corpus. Immer darauf bedacht nicht zu verletzten oder zu zerstören.
Liebe und Zuwendung waren gefragt.
 Zärtliches zurück ins Leben streicheln.

Die raue Oberfläche musste abgeschliffen werden um die Spuren des Wassers ein wenig zu lindern. Hauchdünn um den Klangkörper nicht zu verändern. 
Die wundervoll glatte Oberfläche, die ich sachte herausarbeitete veredelte ich liebevoll mit Schellack um sie zum spiegeln zu bringen, dass selbst Narziss seine wahre Freude  gehabt hätte. Auch hier, schwer darauf bedacht den zarten Klang nicht zu verfälschen.


Meine besondere Aufmerksamkeit verlangten die Tasten. Sie waren fast unbehandelt und durch die Luftfeuchtigkeit hatten sich die Holzfasern aufgestellt. Sie waren rau und Stumpf. 

Nichts zum angenehmen spielen.

Hingebungsvoll schliff ich und wachste mit dem feinsten Canaubawachs, so zart als würde ich sie mit dem dünnen Tuch nur streicheln wollen.
Bis sie diesen seidenmatten Glanz bekamen und sich anfühlten wie Samt...
Nach all dieser liebevollen Pflege war es mir eine Pflicht und ein Vergnügen es wieder zusammen zu setzen und zum Spiel vor zu bereiten.



Ich gebs ja zu.... 
das war ein Kundenauftrag und das gute Stück steht auch bald zum Verkauf ;)
Eines konnte ich mir jedoch nicht nehmen lassen.

 Nach einem halben Tag zerlegen, 2 Tagen schleifen, polieren und leimen und dem wieder zusammensetzten konnte und wollte ich auf ein wenig Bonus nicht verzichten.

in diesem Sinne: