Posts mit dem Label empire werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label empire werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 26. März 2015

Putz und Modenhandlung in Menden

Am Samstag, den 13. Juni 2015 wird eine kleine, ausgesuchte Gruppe von Reenactors und Costumers eine Putz und Modenhandlung aus dem Jahr 1814 ins Leben rufen. In einem idyllischen Schmarotzerhaus in Menden.
Im Rahmen dieser Aktion haben wir beschlossen eine umfassende Briefschreibaktion ins Leben zu rufen.
Die Details dazu findet ihr hier und hier

Wir / ich würden uns sehr über allerlei Zuschriften freuen.
Ihr wisst ja, ein paar Utensilien bekommt ihr auch bei mir

On Saturday the 13th of junde 2015 a small group of handpicked reenactors and costumers will let a  fashion and hat shop come to life in a idyllic house in Menden.
Accompanying this event, we decided to start a letterwriting happening. 
the Details you'll find here and here.

We / I would be totally over the moon if there were many different letters.
You know, some of the utensils you can get at my place

Donnerstag, 12. Februar 2015

Malkiste / Paintbox Part one

In meinem Freundeskreis gibt es einen Satz, der sich an kalten Winterabenden zugeraunt wird.
Da er immer nur geflüstert wird, bin ich mir über den Wortlaut nicht so ganz sicher...
Es ist entweder:
"Zeig Sonja keine Bilder von Dingen, die sie auf dumme Gedanken bringen könnten."
oder:
"Zeig Sonja unbedingt Bilder von Dingen, die sie auf dumme Gedanken bringen könnten."
Es scheint eine Art Hobby zu sein, mir Dinge zu zeigen, die meinen Entdeckerdrang reizen.
There's a secret phrase used amongst my friends. Quietly whispered on cold winters eves.
Because it's always just whispered I am not entirely sure of it's phrasing.
It's either:
"Never show things to sonja that will make her do stupid things"
or:
"Show things to sonja that will make her do stupid things"

So ist es nicht verwunderlich, dass die liebe Sabine von Kleidung um 1800 mir ab und zu Spannendes unter die Nase reibt. Wir teilen ein Interesse für Holzbearbeitung und Restauration.
So there's nothing new to dear Sabine from Kleidung um 1800 frequently rubbing my nose into interesting stuff. We share an interest in Woodworking and restauration.

Eines Morgens also, noch vor dem ersten Kaffee, fand ich auf meinem Facebookprofil ein Bild dieser Miniature Painters Box.
Ich schaue schon seit längerem nach Aquarellkästen aus dem ausgehenden 18./ beginnenden 19. Jahrhundert. 
Erfolglos bisher, da diese Kästen zumeist weit außerhalb meiner Finanzierungsmöglichkeiten liegen.
Once upon a morning, even before my first coffee, I found a picture of a Miniature Painters Box on my facebook wall. 
I've been looking for water colour boxes from the late 18th / early 19th century for a whole now. So far without success due to the prices they sell for. 

So eine Kiste nun, die in Größe und Form einem Reiseschreibtisch ähnelt....
Zum Verkauf hatte ich so etwas sowieso noch nie gesehen. Konnte mir aber gut vorstellen, dass sie sehr teuer sind.
Irgendwas war diesmal anders. Vielleicht weil der Link von Sabine kam, vielleicht weil die Grundstimmung schon da war...
Mehr im Scherz meinte ich noch: "Ich bau das nach!"
Wie das so oft ist, wenn es einmal ausgesprochen ist....
Ich hab die Idee ein wenig hin und her bewegt und mit einem Auge schon geschaut wie und was ich verbauen kann.
Such a box, in form and size similar to a travel desk....
I had never seen the likes for sale. but it's a save bet they'll go for an arm and a leg.
Something was different with this link. Perhaps because Sabine had sent it. perhaps cause the mood was already set...
Jokingly I mentioned "I'll built that!"
Like it is ever so often. once you mention it.....
I pondered about it for a while. all the time checking my belongings for stuff I could use..

Ich hatte irgendwann mal eines dieser Billigmalsets geschenkt bekommen, ihr wisst schon; Tischstaffelei, kleine Leinwand, Holzkoffer voll sehr schlechter Acrylfarben... alles zusammen 10 Euro.
(An dieser Stelle noch mal schwer abgeraten von solchen Sets!!!! Außer ihr schmeißt als erstes die Farben weg!)
Inzwischen war nur noch der - leicht verdreckte - Koffer übrig. 
Die Idee gewann Substanz.
Versehen mit dem Vermerk "demnächst mal"
Demnächst war scheinbar der nächste Morgen,
an welchem ich mich wie durch ein Wunder im nächstgelegenen Baumarkt fand. Mit einer groben Übersichtsskizze und im Bereich Holzzuschnitt.
Was kann ich sagen....
Someone once gave one of those cheap painting sets as a present, years ago. You know one of those sets with a wooden case a smal easel a canvas and really cheap shitty colours... complete price of 10 euros.
(let me mention here. Do not buy those sets!!!! well only if you bin the colours!)
The only thing left from this set was, you guessed it, the case.
The idea got more substance.
"adding the mental note "some time soon..."
Some time soon seemed to be the next morning.
At which I found myself inside the local DIY shop, with a sketch... in the wood section.....
What can I say...

So eine Kiste lässt sich wunderbar rechtfertigen.... eine Darstellung als Malerin ist doch ein Plan :) Handwerker und Gesinde gibt's ja schon sehr viel :) Wandermaler nicht so.

Und so eine Kiste, bzw. deren Planung rechtfertigt einen Besuch bei meinem Lieblings-Künstlerbedarfsladen.
I have plenty of reasons for building such a box... reenacting a painter is a good plan :)
there's enough peasents and farmers about. But not that much traveling painters.
And such a box, or planing it, is a great reason for visiting my favourite art supply shop.

Erfreulicherweise haben sich im Bereich Malerei viele Materialien in der Form kaum verändert.
Aquarellsteine sehen heute noch fast genau so aus wie vor 200 Jahren. Auch die Porzellanpaletten haben sich kaum geändert.
Das macht es mir leicht aus neu dieses mal alt zu machen.
Es machte herrlichen Spaß so an zwei Fronten zu arbeiten, 
Tüfteln wie das Teil aussehen wird und es dementsprechend zusammenzumurksen und zu überlegen was alles rein kommt.
Luckily, when it comes to painting, the basic materials haven't changed that much. 
Solid watercolours more or less look the same now as they did 200 years ago,
even the pocellain paletts didn't really change.
This made it  easy to make ssomething old from something new.
And it's such fun to work on 2 seperate events c oncerning the same project. 
To ponder how the thing will look along with what might go inside it.

Besonders spannend wird es, wenn man mitten drin beschließt, "So siehts scheiße aus."
It becomes amazingly interesting when you decide, in the middle of things, tthat; "It looks crap this way."

Aber ich will euch nicht mit Texten langweilen. Sondern lieber ein paar Bilder sprechen lassen :
But I don't want to bore you with texts. But show some photos instead



 Bau eines kleinen Trägers für die Farben
(links)
Kasten in Grundform 
(rechts)
Building a small colour box for the watercolours
(left)
Basic shape of the box
(right)


Testbestückung
Testpacking




Die furnierte Kiste auf den Lack wartend.
veneered box waiting for the shellac.

Mein Kleines Kabinettstückchen:
Ein (verdrecktes) Reeves Label.
A little fun and games:
a (dirty) reeves label.



Ich hoffe nächste Woche mit dem zweiten Teil die fertige Kiste vorstellen zu können.
I hope that I'll be able to do part two next week and show the finished box.




Donnerstag, 22. Januar 2015

Vernet Gedanken / Vernet thoughts part 2


Wir schauen heute in den Zeitungen wonach wir in den Läden vielleicht die Augen offen halten sollten / könnten.Verschaffen uns einen Überblick über Trends und Preise. Die Zeitschriften, die ich kenne geben zumeist Markennamen, Preis und sogar die Ladenkette an, bei dem die Artikel zu beziehen sind.
Vor 200 Jahren wurde vielleicht doch eher unter der Prämisse geschaut ob, wenn man etwas gefunden hatte, von dem man überzeugt war, dass es einem stehen würde, man es gut nacharbeiten konnte oder wie einfach /bezahlbar man an die nötigen Materialien kam.
Konnte man Teile in den Geschäften kaufen? Oder gar ganze Kleider erwerben / in Auftrag geben?
Ich bin schwer überzeugt, dass damals die farbigen Abbildungen viel intensiver und genauer betrachtet wurden als wir heute die Modephotos betrachten.
When we look at magazines or catalogues nowadays we usually are looking for shopping advices, are suveying trends and fashions. Most magazines even list brands, prices and retailers.
200 years ago, I recon, women were more looking to copy the dresses, sew them on their own or, of course, have them tailored for them.
They thought along the lines of how affordable materials were or if they could get them at local retailers or had to send out for them. and, of course was it worth the effort / time.
I am convinced that the beautifully coloured plates were much more closely observed than we look at the fashion photos today.


Und genau das war auch mein Fehler.
Bisher habe ich noch nie von einem Modekupfer gearbeitet. Nun, unter der Vorgabe so genau wie möglich und mit möglichst vielen Details und Accessoires, hab ich da erst mal ein Problem.
And this was a mistake I made.
Since now I had never worked off a fashion plate. And now, in the context of having to copy it as close as possible and with as much details and accessoirs as possible... that's a problem.

Mein Einstieg in das Projekt begann mit der Plate eines Kleides, das ich einfach nur klasse fand. Besonders die Schuhe hatten es mir angetan und ich war überzeugt dieses Kleid nähen zu wollen, nur damit ich auch die dazu gehörigen Schuhe herstellen kann.
Ich signalisierte also mein Interesse....
Allerdings wurde ich sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
Und das eigentlich nur durch den Umstand, dass gewisse, auf dem Kupfer verwendete Stoffe heutzutage mehr als schwer zu bekommen sind.
Also entschied ich mich für eine Herren Kupfer.
Zugegebenermaßen weil ich da noch dachte eine schon vorhandene Hose nutzen zu können.
Doch ach.
Ich scrollte fröhlich durch die noch zu vergebenden Modekupfer und entschloss mich rein nach der Optik für eins.
My first contact with the project was a plate of a brautiful dress, which I desperately wanted to sew. Mainly because I fell in love with the boots and I really, really wanted to make those.
I wanted that dress. So I signalled that I was vaguely interested.....
I was pulled back down to earth rather quickly. By the fact that I had no chance of aquireing certain fabrics used on the plate.
So I decided on a male plate.
But ah.....
I happily scrolled through the still available plates and decided on one just by the looks.

So ein lockerer Schuss aus der Hüfte. „Ich nehm den da!“
Vollauf davon überzeugt, dass ich ja nur „mal eben“ nen Mantel und ne Weste bauen muss.
Den Hut kann man bestimmt wo organisieren und der Rest wird schon....
Ich war jung und unerfahren....
Als Bildende Künstlerin hatte ich mit die Modekupfer vom künstlerischen Aspekt her angesehen. Art der Darstellung, Pose, Farbigkeit usw.
Weniger Aufmerksamkeit hatte ich den verwendeten Materialien geschenkt, und den Details.
A not really thougth through „I'll take this one!“
Totally convinced that I could swing that plate... Just a coat and a waistcoat to do... The hat I could probably buy somewhere. And the rest.... i could swing it.....
I was young and unexperienced....
As a painter I had looked at the plate from the art and technique aspect. Colours, pose, composition.
I paid less attention to the materials to use. Or the details which also were to add.

Ich bin es eben auch gewöhnt höchstens mal in Katalogen zu blättern und mir die Kleidungsstücke heraus zu suchen, welche ich bestellen möchte.
Unter dem Aspekt im schlimmsten Falle (der eintrat) einen Schnitt erstellen zu müssen, bzw. eine möglichst genaue Kopie zu schneidern, hatte ich mich noch nicht mit Modekupfern beschäftigt.
Nachdem ich endlich eine Übersetzung des französischen Textes hatte, war auch klar dass ich eine neue (Leder) Hose nähen muss.
Und mit einem mal sah ich all die Details, die ein Bild so lebendig machen.
Details, die ich vom künstlerischen Standpunkt her sehr wohl wahrgenommen hatte, allerdings hatte ich nie den Kontext gesehen, dass ich das nun auch alles nachbauen oder besorgen muss.
Etwas, dass heute noch viel schwieriger ist als damals. Denn wir können nicht einfach in den Kurzwarenladen an der Ecke und ein paar Meter Spitze oder Litze kaufen. In meiner Region ist es nicht schaffbar auch nur einen simplen Wollstoff zu finden der 100% Wolle ist. Wir haben heute, zum Glück, das Internet.
I'm used to browsing catalogues for clothes to order.....
Taking into account that the worst case szenario was that I would probably have to construct a whole new pattern (which of course I did) I had never occupied myself with fashion plates. had never concentrated on the details and never looked at them from the „I have to copy this as close as possible“ angle.
After I finally had a translation for the french text accompanying it it was time to abandon all hope, since i found out i couldn't use a pre existing pair of breeches but had to sew new (buckskin) breeches
And suddenly I saw all those details. The details I had well noticed in the artistic context... and which I now saw on a different plane alltogether. I had to get them or make them. The more the better.
Something that is even more difficlt today since the shops don't cater to needs like handmade laces, and the likes anymore.
In my region it isn't even possible to buy plain 100% wool.
Luckily we have the internet!

Daher begann mein Vernet Projet damit nach Stoffen, Details und Accessoires zu recherchieren: Handschuhe, Brille, Uhrenkette.... Was sich eben so findet.
Ich habe eine Kiste angelegt, oder eher eine Schublade in der Kommode, in der sich nun seit einigen Wochen alles ansammelt, was irgendwie mit dem Projekt zu tun hat.
Ich finde es herrlich ein Nähprojekt zu haben, bei dem ich so zwischen Tätigkeiten variieren kann.
Recherche, Materialbeschaffung, das eigentliche Nähen. Und eben nicht nur ein Kleidungsstück sondern ich kann mir aussuchen ob ich heute an der Hose arbeite oder lieber am Mantel oder Hemd.
Das macht es so viel spannender.
Aber auch so viel chaotischer beim Sortieren und Strukturieren der Aufgaben und Materialien.
Therefor my Vernet project started with research towards fabrics, acessories, techniques..... sorting them into groups like „make them, buy them, decide if I need them“ Things like hankerchief, watch fobs, glasses.... Things you see.
I took a box, or to be more exact I emptied a drawer in a komode in which I'm now collecting all the bits and pieces.
I really like having a sewing project where I can switch between so many different things, like research, locating resources, materials.... the sewing itself, where I can vary between different pieces of clothes and materials. I can decide if I'd prefer the trousers or the waistocoat today.
This keeps the project interesting.
But also a bit more chaotic when it comes to get structure into it and sort out all the tasks and materials.




Donnerstag, 15. Januar 2015

Vernet Gedanken / Vernet Thoughts Part1


Angefragt werden, ob ich an dem Vernet Projekt teilnehmen möchte, war etwas, dass mich doch eher erstaunt hat.
To be asked to participate in the Vernet Project was something that took me by surprise.

Meine Herangehensweise an dieses Projekt ist ein wenig unorthodox,wahrscheinlich weil ich an das Nähen selbst ein wenig zögerlich heran gehe.
Während für viele das Nähen der Weg ist, der das Ziel darstellt, so ist es für mich doch eher Mittel zum Zweck. Ein wenig geschädigt von frühen Nähversuchen geht es bei mir eher darum möglichst kostengünstig Kleidung für bevorstehende Veranstaltungen zu erstellen.
Und selbst da, muss ich gestehen, ist es zumeist so, dass mir Freunde sagen „Das würde dir stehen.“ „Näh dir doch das.“
Ich muss also eigentlich immer erst ein sachte in eine Richtung geschoben werden.
Wenn ich mich dann aber zu etwas durchgerungen habe entwickle ich dann doch einen gewissen Kleinkinderstolz mit dem ich mich dann festbeiße.
My aproach towards the Project is a bit more unorthodox, probably because the sewing itself is something I aproach rather hesistant.
For most of the participants sewing is the journey that is it's own reward. For me it's more like the necessary evil standing between me and a new dress. Still suffering from a rather early sewing mishap I only sew because it is the only way to make the reenactmen hobby affordable for me. And even there, admittedly, friends have to, more or less, shove me towards a dress which I should be sewing.
But once I started a new project I usually become deeply engrossed.

Es ist ein großer Unterschied ob man sich ein Modekupfer von 1814 anschaut oder die Vogue vorm Vormonat. (nicht das ich Vogue lesen würde, ich geh ja nichtmal zum Frisör....)
There's a difference between looking at a fashion plate from 1814 or reading last weeks Vogue. (Not that I read Vougue, I don't even go to the hairdresser)

Ich glaube wir schauen heute ganz anders als vor 200 Jahren.
Wir sind nicht nur Bilder verwöhnt sondern gerade zu Bilder übersättigt.
Die Aufnahme- und Wiedergabemedien haben sich so viel weiter entwickelt.
Wo um 1800 noch Radierungen, Stiche, Schnitte und andere druckbare Techniken genutzt wurden, die alle mehr oder weniger Zeitaufwendig waren, so schießt man heute ein Photo, bearbeitet es am Computer nach und hat, im Grunde, innerhalb von Minuten eine druckbare Datei die sich quasi unendlich vervielfältigen lässt.
I think we look at pictures in a different way than people did 200 years ago.
We're not only picture spoilt but more likely picture oversaturated.
The recording and repetition devices have developed so fast.
Where in the 1800s we needed etchings and cuts and other printable techniques were used, which all were more time consuming, we nowadays snap a photo, edit it on the computer and are done with it. Within minutes we have a printable file which we can reproduct as often as we desire.

Wir ersticken nahezu in Bildern. (ich sage bewusst nicht Photos, da dass, was in den meisten Printmedien gedruckt wird mit einem Photo nicht mehr viel zu tun hat.)
Und dementsprechend oberflächlich betrachten wir auch die Bilder.
Durch die fast naturgetreue Wiedergabe von Farben und Formen, der Grafiker spricht hier von einem hohen Ikonizitätsgrad, sind wir sehr verwöhnt, besonders im Bereich Mode.
Man blättert durch eine beliebige Modezeitschrift und kann anhand der Bilder direkt Farbe, Form, und zum Teil auch Beschaffenheit der abgebildeten Kleidung erkennen.
Da mussten unsere altvorderen ein wenig kreativer sein, und die Darstellenden sehr genau.
We're more or less drowning in pictures (I don't use the term photo on purpose because the things we see in most magazines are only remotely related to true photography)
And thus superficial we look at them.
Due to the nature like imaging of colours and shapes, we are spoilt, especially when it comes to fashion.
When you browse through a fashion magazine the pictures tell you exactly the colour and flow, the form and sometimes even the texture of the clothes.
Our anncestors had to be more creative there. And the people makin the pictures had to be much more exact.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

DIY Bookbinding a different way / selber Buchbinden mal anders

Ich gebe offen zu, ich bin ein Handyfummler. 
Das hat diverse Gründe, auf die ich hier auch nicht näher eingehe, aber die Essenz ist, ich habe in 99% aller Fälle mein Handy dabei.
Auch auf Events.
Wenn man aus der Militärdarstellung kommt ist das eh nochmal was anderes, denn wenn wirklich mal was passieren sollte kann man immerhin schnell den Notruf wählen.
I admitt it openly, I'm a cellphone addict!
It has several reasons wich I won't divulge here, but it simmers down to me, in 99% of all cases, have my mobile with me. 
Even on events.
When you started out with military displays it's, again, something different, cause when the shit hits the fan you need to be able to call an ambulance. 

Mir ist es jedoch wichtig das Handy so unauffällig wie möglich dabei zu haben.
Daher hab ich mich schon seit längerem Gedanken gemacht wie ich es am geschicktesten verpacken kann.
Dabei herausgekommen ist die Buch gebundene selbstgebaute Handyhülle!

For me it is important to hide my mobile well when I carry it with me. That's why, for a while now I pondered about a propper way to keep it in my Kit. I decided to build my own cellphone casing

Die Idee ist ganz Simpel, genau so wie die Umsetzung.
The idea is as simple as the realisation.


Alles was man braucht sind:
Etwas dicke Pappe, ein wenig Marmor-, Öl- oder Einschlagpapier Mull oder Leinen, Leim und auf Wunsch vielleicht noch etwas Leder
All you need is:
Some cardboard, a bit of marbled-, oiled- or wrappin paper. some gauze or linnen, glue and if you like a piece of leather.


Aus der Pappe schneitet man sich Front und Rückseite zu, ich habe es so gemacht, dass es an 3 Seiten ca 5mm übersteht.
Aus dem Rest Pappe schneidet man 2 lange und 2 kurze Streifen, aus denen man den Rahmen macht, in dem das Handy später zu liegen kommt. Die Maße ergeben sich aus denen des Mobiltelephons.
From the cardboard you cut the front an back cover, roughly give 5mm to 3 of the sides. Also cut strips as thick as the mobile phone, using its measurements. They'll become the frame in which the phone has to fit later on. 

Man sollte darauf achten vielleicht 1-2 mm mehr in der Höhe zu nehmen als das Handy dick ist, da manche eine leicht gewölbte Schale haben.
Zudem sollte man darauf achten den Rahmen recht eng anliegend zu machen, damit das Gerät nicht so schnell heraus fallen kann. Dabei rechnet es sich kleine Aussparungen in die Pappe zu schnitzen wo ggf aussenliegende Knöpfe zu liegen kommen.
Das geht am einfachsten wenn man den Rahmen schon zusammengeleimt, und an das Handy angepasst hat. Als Eckenverstärker eignet sich hervorragend ein kleiner Streifen Kreppband.
You might consider makin the frame 1-2mm higher than the phone is thick cause some phones have a slightly curved frame. Furthermore, the frame should be rather tight so the phone won't fall out that easily. It would also be wise to cut out small portions of the frame where buttons might come to rest, so you don't constantly switch it on or off.
To stiffen the corners a piece of sticky tape works rather well.

Während der geleimte Rahmen trocknet, kann man die Zeit herrlich nutzen die Cover mit dem gewählten Papier zu beziehen.
Ich presse das dann gerne zwischen 2 Brettchen, damit sich die Pappe nicht verzieht.
While the frame ist drying you can use the time to wrap the covers in your chosen paper.
I usually press them between some wooden boards so the cardboard won't bulge.

 Wenn alle Teile trocken und fertig sind müssen sie nur noch zusammen gefügt werden. 
When everything is dry you just need to assembly.


 Wie man sieht habe ich den Rahmen an einer Seite fast bündig auf der unteren Pappe angelegt und verleimt. Ich habe nur einen Millimeter gelassen um eine Mullschicht als Rücken einzubringen.
Diese wird mit den beiden Covern verleimt.
As yopu can see I flush fitted the frame to one side and clued it to the back cover. I only kept a millimeter or so for a slim layer of gauze as a spine which I then glued to both covers.

Um den Rücken etwas stabiler zu machen habe ich ihn mit einem dünnen Leder bezogen
Die Innenseiten habe ich mit beiger Farbe gestrichen um Papieroptik zu erzielen.
To make the spine a bit more stable I covered it with a thin piece of leather.
The inside I painted in a beige colour to make it look a bit more paperish.

Es ist keine perfekte Hülle aber zumindest sieht es aus der Entfernung etwas authentischer aus.
Und es ist weder finanziell, noch zeitlich besonders aufwendig.
It's not a perfect casing but from afar it looks more authentic than a bought one.
And it's not that much fuss. Neither in matters of time nor financiylly.

Abschließend noch ein kleiner Gedanke zum Buchbinden.
Viele von euch stellen Personen im 18ten oder 19ten Jhd dar. Und tragen, als Teil der Darstellung, auch gerne mal das ein oder andere alte Buch mit sich herum.
Oft auch Originalausgaben aus der Zeit oder zumindest nahe dran.
Wunderschön! Ich mag alte Bücher wirklich gerne. Ich möchte nur einmal zu bedenken geben, dass diese Bücher damals nicht alt gewesen wären.
Buchbinden ist kein Hexenwerk, Demnächst werd ich es mal als Projekt hier vorstellen. 
Sich ein modernes Paperback oder ein günstiges Reclam zu kaufen und neu ein zu binden ist einfach und geht schnell. und ich finde es macht einfach irsinnig was her.
Und es schon die alten Originalausgaben.
One final thought on bookbinding.
Most of you portrait persons from the 18th or 19th century. And carry, as part of their display, one or the other odd old book.
Sometimes even original prints from that era or close to it. 
Wonderful! I really like old books. I would just like to leave you with this thought:
Back then these books wouldn't have looked old.
Bookbinding isn't wichcraft. I'll show it on here as a project, soon. 
It's rather easy to get a new cheap paperback copy and bind it propperly.
It's easy and fun and looks just dashing!
And it goes easier on your originals ;)

In diesem sinne!
In this spirit!

PS:
Nächste Woche schweig ich mal Stille, ich bin im Urlaub ;)
I'll be silent next week cause i'll be on vacation ;)





Donnerstag, 2. Oktober 2014

Der "Utrecht Schnürleib" / The "Utrecht stays"

Oder auch:
Es ist nicht vorbei, bevor die fette Frau nicht gesungen hat!
Or:
It ain't over till the fat lady sang.

Es wird langsam Zeit sich modisch auch mal mit dem Empire / Regency zu beschäftigen, da ich im nächsten Jahr zumindest eine Veranstaltung zu dem Thema habe.
Und ausnahmsweise mal wirklich NICHTS zum anziehen. Bisher war ich in der Zeit ja nur in Uniform unterwegs.
Nun, diese Zeiten scheinen vorbei, und Zivil in Hosen rumrennen ist zwar angenehm und praktisch aber nicht unbedingt das, was ich möchte.
Also muss eine neue Garderobe her.
(Macht euch also drauf gefasst im Rahmen der nächsten Wochen/Monate so einige Nähblogs zu sehen. incl. dem Nörgeln und Wimmern, 
denn :ich nähe noch immer nicht wirklich gerne.)
Ti's time to slowly look into Regency / Empire fashion. I'll have at least one event next year concerning this topic.
And, for a change, I really have NOTHING to wear. Since I've been wearing uniform in this particular era so far. And since wandering around in a breeches role isn't something I'd do in a civillian display.... I need a new wardrobe.
(So brace yourself, there'll be a lot of sewing blogposts on here including the moaning and ranting. Cause I still hate sewing!)

Anyways!
Um eine ordentliche Garderobe herzustellen muss man mit den Basics beginnen:
Chemise und, noch viel wichtiger, einen Schnürleib.
Die Sabine von "Kleidung um 1800" hatte vor einiger Zeit hier einen Schnürleib vorgestellt, der nicht nur recht einfach in der Herstellung schien, sondern auch simpel im Handling. 
Und gerade für jemanden wie mich, der oft alleine unterwegs ist, ist es wichtig Kleidung zu haben, die man alleine an und ausziehen kann.
Anyways!
For a propper wardrobe you need to start, of course, with the basics, chemise and, even more important, stays.
A while ago, Sabine from Kleidung um 1800 promoted a pair of stays here which not only looked simple in manufacturing but also seemed to be rather easy in the handling.
For someone like me, who's usually on her own, it's rather important to have clothes you can put on and take off on your own. 

Nun ist die liebe Sabine um einiges schlanker als ich. Und alle anderen Blogs, die ich zu dem Thema Schnürleib las, schienen auch verfasst von Damen, die.... nun sagen wir, sich gut hinter mir verstecken können.
Well, now Sabine is skinnier than I am. And most of the other blogs I read on the tipoc of stays were written by ladys who also... uhm well, let's say who can easily hide behind me.

Also war die Aufgabe klar definiert: 
Schnürleib tüfteln und herausfinden ob moppelige Damen da auch reinpassen, bzw. solche mit etwas mehr "Holz vor der Hütt'n".
So I had a task ahead of me. Work out if this stays also work for women with some more curves.

Sabine stellt dankenswerter Weise in ihrem Blog einen Schnitt zur Verfügung. 
Für mich die perfekte Gelegenheit eine Methode zu testen Schnitte durch Vektorisieren zu vergrößern. Ich hatte schon länger darüber gegrübelt ob es nicht vielleicht möglich ist einen Schnitt als Vektor zu bearbeiten (dann ist er beliebig vergrößer- und verkleinerbar). Diesen könnte man dann so aufteilen, dass man ihn am heimischen Drucker auf A4 Seiten verteilt ausdrucken kann. 
Was soll ich sagen....
funzt!


thankfully Sabine provides us with a pattern for this stays on her blog.
For me the perfect opporunitiy to see if that method of morphing patterns into vectors would work out. A thing i had pondered about for a while now. Transformed into a vector graphic it should be possible to alter a pattern as you need it for your size, and you can then even print it out on your home printer.
What shall I say:
Works!

Auch wenn ich bei Ansicht der Teile so ein klares Gefühl von "das kann gar nicht passen!" hatte, ging es erstmal total unbedarft ans Probeteil.
Even tho, when looking at the pieces I had the certain feeling of "that's never going to fit!" I started the mock up anyways.

Bitte nicht über die Farbe wundern, ich bin gerade dabei ein paar Dekostoffberge abzuarbeiten, am fernen Horizont erwartet mich schon ein schwuppenlila Frontklappenkleidprobeteil...
Worauf es ankommt ist aber:
das Vergrößern als Vektor funktioniert einwandfrei. Die Teile passten und
ich konnte die Gussets konstruieren.
Please don't judge me for the colour I am currently trying to get rid of old deco fabrics...
further down the line a puff lilac empore dress moc up awaits me....
But; The resizing by vector works like a charme. The pieces fit and I was ready to construckt the gussets.

Und genau da lag der Hase im Pfeffer!
Denn ich "outboob" schon einige der anderen Mädels.
And that's where the spam hits the fan.
Cause I basically outboob most of the other girls.

Ich entschloss mich dazu tropfenförmige Gussets zuzuschneiden, von denen ich der Meinung war, dass ich problemlos hinein passen würde, und habe diese in das Probeteil genäht.
Angezogen und.....
Naja, irgendwas stimmte noch nicht aber i'ch habs erstmal als "kann man so machen" verbucht.
Da fehlte in der Mitte allerdings noch der Blankscheit.
Ein entscheidendes Detail!
Denn bei einem  Brustumfang und einer Körbchengröße wie der meinen ist der Blankscheit das Teil, das alles zusammenhält.
I had decided on tear shaped gussets and cut some of which I was sure would fit me. 
Those Í sew into the mock up and gave it a test run....
Well.. something was a wee bit off but I decided to book it as "this is doable, I'll work the rest out later"
The busk was still missing, an important detail, As I was about to find out.
For, when you have my measurements and cup size the busk is the thing, keeping it all in place.

Es stand also nichts mehr dem Zuschneiden des "echten" Stoffs entgegen, und natürlich dem Anfertigen des Blankscheits.
Nothing left between me and cutting the fabric, well and manufacturing the busk...

Insgesamt hab ich 3 Tage für alles gebraucht, dann konnte ich endlich so richtig anprobieren und stellte auch schnell fest, dass die Gussets in dieser Form nicht funktionierten. Zwar waren sie groß genug um alles aufzunehmen ,was hinein sollte, allerdings waren sie am Brustansatz zu eng, so das es ein wenig "bullet bra" Optik bekam.
Ein Problem, dessen Lösung ich schnell bei Merja von "Before the Automobile" fand. Sie hatte die Gussets geteilt und einen Steg stehen lassen. Das verbreitert die Basis.
All in all it took me 3 days to finish the stays. Then I was able to propperly try them on for the first time. And i found out, rather quickly, that the gussets wouldn't work out in this shape. They were big enough to hold everyrthing they were suppodes to hold but the base was too slim, so i got a bit of an bullet bra look.
A problem that Merja over at before the automobile had already solved. She had cut the gussets in half and had left a fillet in the middle so the base got widened.

Nichts ist so schön wie Auftrennen,
No fun like unstitch.

Brustlineneinfassung aufgetrennt, Gussets wieder raus, geteilt, Steg geschnitten, alles wieder rein.
Aber, und das ist der Spass:
Durch das Teilen der Gussets und Einbauen des Stegs hat sich an der Grundweite nichts geändert, das wiederum heißt, das Schrägband passt, in eine kleine Falte gelegt, genau so wieder rein.
Ein weiterer Trick, den ich bei Merja gesehen habe, und den ich besonders Damen mit etwas mehr Oberweite ans (gut gepolsterte) Herz legen möchte:
Beim Einfassen der Brustlinie eine Kordel mit einziehen, die zwischen den Brüsten geschnürt wird, und mit der man die Körbchen ein wenig raffen kann,
dann ist alles sicher verpackt und die Linie macht sich um einiges besser.
Unstitched the breastline, removed the gussets, cut them in half, cut a fillet, sewn everything back in.
But, and that's the fun part:
By cutting the gussets in half and putting in the fillet i've widened the base witout adding width, so the bias tape still fit, (with a little extra fold)
Another trick I learned from Merja, and which I may suggest to the ladies with a bit more in the boob departement; add a little string when you stitch up the breast line. So you can tie it in the middle and gather the cups a little. this way everthing is packed safely and the line looks better.

 Ich bitte das schiefe Stehen zu entschuldigen.... komme aus einer Bergregion da ist oft ein Bein kürzer, damit man am Berg grade steht... ;)
Please excuse my lopsided bearing, I come from the mountains, it's quite common to have a shorter leg here, so you stand level in the mountains... ;)

Alles in Allem kann ich abschließend sagen: meiner Meinung nach funktioniert dieser Schnürleib wunderbar auch für breiter gebaute Frauen. Ein paar kleine Änderungen, aber nichts was besonders aufwendig oder weit her geholt wäre.
Ich finds gut
und kann es demetsprechend auch guten Gewissens weiterempfehlen.
Danke an Sabine für die tolle Recherche!
All in all, as a closing statement, I can say:
In my opinion this stays work like a charm, even for curvy women. Some minor alterations, but nothing too far out or too difficult.
I like it.
And therefor I can easily recomend it.
Thanks to Sabine for the research!





Donnerstag, 25. September 2014

Very Vernet


Heute gibts nur ein kleines Update. 
In 2015 wird dieses einmalige Projekt starten und ich kann jedem, der sich für Mode aus dieser Zeit interessiert nur nahelegen, es zu verfolgen!


Only a small update today.
In 2015 this unique project will start and I can only suggest to those of you, interested in fashion from this period to follow closely!

Donnerstag, 18. September 2014

Abenteuer in Shoetown - Der Tragödie vierter Teil - Das Empire schlappt zurück

Willkommen bei der neuen / überarbeiteten Version dieses Blogs.
Jetzt auch in Englisch!
Welcome to the new / updated version of this blog.
Now also available in english!

*wandert herein, den Imperialen Marsch vor sich hin pfeifend*
*irritiert umguck*
Ihr seid auch schon wieder hier!
Ist schon wieder eine Woche rum?
Naja mehr als eine Woche für diejenigen, die nur den Abenteuer in Shoetown folgen, oder?
Seht es mir nach, ein wenig Abwechslung muss sein!
*wanders in, whistling the imperial march*
*irritated look*
You? back again?
Has it been a week, already?
Well more than a week if you only follow the adventures in shoetown, right?
Cut me some slack, I need some diversion!

Vielleicht habe ich auch aus eben diesem Grunde erstmal ein Päuslein bei den Rokoko Schuhen ausgerufen...
Nein, nicht wirklich.
Aber wo die Rokoko Schuhe momentan eher ein vages Konzept sind, ein "man könnte mal..." bzw. ein "es wäre cool, wenn..." da sind die Empire Schläppchen ein klarer Auftrag, ein Paar Schuhe, zu einem speziellen Outfit, zu einem angegebenen Datum.
Und, Zitat:
"Du hast ja jetzt schon ein paar Erfahrungen gesammelt, da ist das doch garnicht mehr sooooo schwer."
Ja, äh, klar... 
Erfahrungen gesammelt... 
Bei auf dem Leisten rahmengenähten Rokoko Schuhen mit Absatz.
Da ist es natürlich kein Thema mal eben ein Paar wendegenähte, absatzlose Schläppchen zu bauen.
Naja, ehrlich gesagt war es das wirklich nicht.
Ich hatte bei der generellen Recherche schon ein paar Regengy bzw. Empire Schuhe gesehen.
Und, wie immer, der Reiz des Neuen.
Perhaps that's the reason why I called a break on the rokoko shoes...
Nah, not really.
But whereas the rokoko shoes are a mere concept, an idea, a "one could possibly...." or better a "it would be soooooo cool, if...." there the empire slippers are an official oder. A pair of shoes for a certain outfit, for a certain date.
And, quote:
"You already have some experience in shoemaking, it can't be thaaaaat hard."
Yeah... sure....
Experience.....
In crafting rokoko shoes with a last, sewn with a frame, with a heel.
After that making a pair of regency / empire slippers is, of course, a piece of cake!
Well, truth be told, it really wasn't that hard.
With the general research I had come past a few models of said regency slippers. And as always there was the tickle of the fresh, new project.

Also, los gehts!
Allons-y!

Diese Schuhe waren das Ausgangsmodell, aus dem ich eine "Variation zum Thema" bauen sollte.
Die Basisform.
Die Farbe habe ich den Umständen (Kundenwünschen) angepasst.
These shoes were the base model, of which I was to make a "variation of the theme".
The basic form.
Colour was changed due to circumstances (cstomers wishes).

 Runde Eins war natürlich wieder die Sohlenherstellung.
Diesmal wurde ja mit gleichem Leisten gearbeitet, das machte die Sache um einiges einfacher. 
Um das Wenden zu vereinfachen, und um zu verhindern, dass man eine all zu dicke, innenligende Naht hat, habe ich die Ränder abgeflacht.
Beim Betrachten einiger Originale hatte ich festgestellt, dass auch diese zu den Kanten hin flacher wurden.
Das Abflachen war wieder eine dieser Arbeiten, die mit ordentlichem Werkzeug einfacher von der Hand gehen. 
(Nur am Rande, der Erlös der Schläppchen ging kommentarlos für den Einkauf neuen Werkzeuges drauf.)
Round one of curse was the manufacturing of the soles.
This time, since I was working with a "same last" the shaping of the soles was much easier.
To make tuning easier, and to prevent a thick inside seam, I thinned the edges of the soles. I had seen this on photos of originals a while back, the soles get thinner towards the edges.
The thinning, again, was one of those tasks that would have been way easier with propper tools.
(FYI the earnings of this pair of shoes, with out a comment or delay, went into buying tools ;) )

Nachdem die Sohle fertig war, die geschlagenen Wunden verheilt und die Flüche verklungen, ging es ans Oberleder. 
Oder, wie in diesem Falle die "Oberseide" 
Da ich mir ja ein Modell ausgesucht hatte, das ich "angelehnt" nacharbeiten wollte, war das Formen des Oberleders nicht so kompliziert. 
Im Grunde sind diese Schläppchen genau so konstruiert wie Espandilles. Also kann man sich von deren Schnittmuster Referenzdaten holen.
Um den Schläppchen ein wenig mehr Stand zu geben, habe ich ein Leineninnenfutter angelegt.
After the soles were finished, my wounds had healed and the curses were mere wrinkels in the wind, it was time to tackle the uppers.
Pure silk, this time.
Since I was working off a model, shaping the upper wasn't really a problem. 
Also, these slippers strongly ressemble modern espandrilles so you can also get some hints off of their construction.
To make the slippers a bit stronger and thicker I lined them with linnen.






 Die Seiten- und Hinternaht habe ich mit schwarzer Seide übernäht, um dem Trimming des Spencers, zu dem die Schuhe getragen werden sollen, gerecht zu werden.
Und, zugegebenermaßen, um das "Verheiraten" mit der Sohle noch ein wenig hinaus zu zögern. 
Denn nach dem Verheiraten kommt das Wenden.
*schluck*
The seams on the sides and the back I covered with black silk, to relate to the trimming of the spencer to which these shoes will be worn.
And also, truth be told, to put of the marriage of the soles and uppers. Cause, after the marriage comes the turning.
*gulp*

Ich muss ehrlich sagen, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das Zusammennähen so zeitaufwendig ist, aber wenn man Innenfutter, Seide und Leder jongliert. . . .
Soll ja auch alles glatt liegen und passen und überhaupt.
To be honest i wouldn't have thought that sewing is so time comsuming when you juggle linnen, leather and silk....
It has to be wrinklefree and smooth.... and so on...

Dafür kann ich aber auch sagen, dass das Wenden viel einfacher ging als erwartet.
Man verzeihe mir hier, dass ich diesen kleinen Trick für mich behalte. ;)
I may also add, that the turning was way easier than I had expected.
My apologies for keeping that little trick to myself. ;)

So ganz fertig waren die Schläppchen noch nicht, es fehlten noch die Knöchelbändchen. Die wurden vor Ort angebracht. 
(Meine liebe Kundin hatte noch Seidenband, ich nicht)
The slippers weren't finished there and then. They were still missing the silk ankle ribbons. Those got fixed at my customers place.
(my customer had left over silk ribbons, I didn't)



Hier das fertige Objekt, an der Kundin,
(Danke an Gundi für die Bildererlaubnis
und für das kommentarlose ins Bild halten des Sonnenschirms aus dem Oh PARASOLe mio Post.)
Here the finished object, as worn by the customer
(thanks to Gundi for letting me use the photos and for the inspired adding of the parasol from the Oh PARASOLE mio post)


Die Schläppchen wurden übrigens für passend und bequem befunden.
Das hört man doch gerne.
For the record, it was mentioned that the slippers were a perfect fit, and rather comfy.
Something you're rather pleased to hear.