Dienstag, 29. Juli 2014

Abenteuer in Shoe Town, der Tragödie Erster Teil. - PROLOG

Viele meiner kleinen handwerklichen Abenteuer beginnen mit Aussprüchen, meistens von Freunden, wie "Hör mal, du kannst doch..." oder "Schau mal, ich hab da -die und die- Idee was fällt dir was dazu ein?"

Solche Unterhaltungen beginnen schon verhängnisvoll.
Machen zur selben Zeit jedoch einfach nur empörend viel Spaß!

So war es auch vor einigen Monaten.
Ich hatte gerade bei einem befreundeten Schuhmacher ein paar 18tes Jahrhundert Damenschuhe geordert und einer Freundin im Überschwang davon erzählt.

Eigentlich bin ich also selber schuld, da ich das Thema Schuhe in der Unterhaltung aufbrachte.

Sie erwähnte das sie schon lange einmal versuchen wollte selbst ein Paar Schuhe nachzubauen und schickte mir obiges Photo.

Ihr ging es weniger um Konstruktion und Bau des eigentlichen Schuhs, als mehr um das Anfertigen der Stickereien.
Ich war natürlich sofort interessiert an einer Kooperation.
Der Gedanke einen Schuh zu konstruieren reizte mich ungemein.

Zum Glück war ich nicht die Erste, mit der sie das Thema Schuh besprochen hatte und, noch größeres Glück ist, das die Zweite bzw. Dritte im Bunde nur knapp 20 Minuten von mir entfernt wohnt.

Unsere Dritte ist die Sabine von Kleidung um1800. Eine wundervolle Tüftlerin mit einem beneidenswerten Hang zum um die Ecke denken.

Sie war es auch, die das Projekt in Gang setzte, indem sie mich darüber informierte, dass in ihrer Heimatstadt ein Tag des offenen Museums sein würde. Mit dem sachten Hinweis, dass dort auch eine Schusterwerkstatt offen sein würde. Inclusive eines erklärbereiten Schusters.

Also nichts wie hin! Das Ganze noch an einem herrlich warmen Frühsommertag, und zum einstimmen Kaffee und Kuchen auf einer herrlichen Terrasse! Darum mache ich so gerne Projekte mit Freunden!

Der gemeinsame Museumsbesuch war schön. Der Schuster konnte uns einige Grundkonzepte der Schuhkonstruktion erklären. Leider konnte er uns nicht viel über historische Techniken und Materialien erklären, so dass wir da noch immer ein wenig im Dunklen tappen.
Aber das wird schon!
Wir sind mit Spass bei der Sache und das ist das Wichtigste!

Da dies mehr oder weniger ein Spaß- und Tüftelprojekt ist, läuft es locker nebenher. Daher habe ich mich auch entschlossen es auf mehrere Blogeinträge zu verteilen.
Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen und würde, wenn es beendet ist, zu viel Schreibarbeit machen bzw. auch viel zu lang, werden um es gemütlich in einem Rutsch zu lesen.

Darum hier Teil 1, quasi der Prolog.





Mittwoch, 23. Juli 2014

Tüftelei / Bastelei "Puppenwebstuhl"

In meinem weiteren, und engeren Bekanntenkreis dreht sich in letzter Zeit sehr viel um das Thema Fly Fringe Herstellung bzw Bortenweberei, "Brettchenborte" und ähnliches.

Eine gute Freundin meldete an, das sie Interesse an einem, für dieses Unterfangen nötigen, Webrahmen hätte.
(Siehe Bild) Webrahmen wie dieser sind "A" und es gibt im Internet Baupläne, Selbstbau Kits und vieles vieles mehr.

Auf Grund meiner momentanen Auftragslage und, ganz profan aus Platzgründen recherchierte ich aber zuerst einmal ob sich nicht ein fertiger Rahmen finden lassen würde.

Schnell tat sich auch Jemand auf der einen Webrahmen herstellen könnte und würde. Für einen völlig gerechtfertigten Preis. jedoch, leider, ein wenig außerhalb dessen was ich als Budget festgelegt hatte.

(Schließlich hatte ich beschlossen, dass so ein Rahmen ein tolles Geburtstagsgeschenk abgeben würde....)

Also weitersuchen.

Besagte Freundin, ein wahres Ebay Trüffelschwein, suchte mit und es fand sich immer mal wieder ein Webrahmen, oft sogar echt alt, zum Kauf.
Allerdings auch hier in einer Preiskategorie die ein Geschenk unter Freunden ein wenig überschritt.

Doch dann *dramatische Musik* fand sich ein Webrahmen, wahrscheinlich falsch deklariert, der sich zur Herstellung solcher Fly Fringes eignen würde. Technik ein wenig elaborater, vom Aufbau her ein wenig anders....

Also nichts, was man innerhalb der Darstellung benutzen könnte, um einem Zuschauer die Herstellung solcher Zierborten näher zu bringen. Jedoch etwas, das man daheim benutzen kann um Fly Fringes für die eigene Garderobe oder auf Zuruf herzustellen.

Deklariert war das gute Stück als "Puppenwebstuhl" also als Staffage für ein Puppenhaus. Ich gehe davon aus das es ein Kinderwebstuhl zum Spielen sein könnte. bin mir da aber auch nicht sicher und freue mich über jeden Hinweis und Tipp in Richtung.

Es wurde kurz hin und her überlegt, aber ich würde hier nicht schreiben, wenn wir den Rahmen nicht gekauft hätten!


Hier mal Front und Seiten Ansicht des guten Stückes, in dem zustand in dem es geliefert wurde.

Aber ich verschenk ja nu nix schmuddeliges. Mal davon ab, das der Webstock selber etwas schwer gangbar war.
Es war Tüftelzeit!
Ich mach ja kaum was lieber als irgendwas zerlegen und wieder zusammenbauen. Ziel des Spiels, jedesmal, möglichst wieder zusammenbauen ohne das man am ende Teile über hat.
Und im Falle von Restaurationen; Möglichst viel des original Materials behalten!

Das war hier alles kein Problem, es musste ja nichts in dem Sinne restauriert werden,. Eher ein zerlegen, sauber machen, schützen und wieder zusammen bauen.
An dieser Stelle mal eine Kleine Photostrecke:

Alle (mehr oder weniger) beweglichen Teile wurden auseinander gebaut, ab und zu mit ein wenig sanfter Gewalt und/oder unter Zurhilfenahme eines Föns
Danach wurde das Holz gereinigt und mit feinem Schleifpapier wieder in Form gebracht. Besonderes Augenmerk galt hierbei den Achsen und beweglichen Teilen.
Da auf dem Webrahmen in Zukunft Seidengarne verarbeitet werden sollten musste bzw sollte die Oberfläche so glatt wie möglich sein, weshalb ich mich für ein Wachsfinish entschied.

Also wurde nach dem letzten Schleifgang das Letzte Mehl entfernt und eine hauchzarte Schicht Canauberwachs aufgetragen.






 Das Wachs macht die Oberfläche nicht nur viel glatter sondern hebt auch die Maserung des Holzes wieder hervor und gibt ihm einen angenehm warmen Schimmer

Der Fertige Webrahmen (Draufsicht) mit aufgespanntem Sticktwist zum testen.



Bald wird er seine Reise antreten und Hoffentlich viele Meter Fly Fringe Produzieren.




Donnerstag, 9. Mai 2013

Himmelfahrtskommando Tag 6 Mission accomplished!

Siegesfeier und Parade aller wunderbaren neuen Kleidungsstücke mit Perlwein und Häppchen, oder was auch immer Ihr in solchen Fällen vorzieht. We few, we happy few.

Erleichterung. Pure Erleichterung. 
Und ich weiß jetzt schon das gleich ein schrecklicher Picture Spam folgen wird.
Aber erstmal muss ich reinen Wein einschenken.
Ich hab Vorgearbeitet, aber mal so richtig.
Alle meine bisherigen Blogeinträge sind entstanden zwischen Alex Veröffentlichung des ersten Aufrufes und heute... Heute ist der 7.4. eigentlich der erste Tag des Himmelfahrtskommandos. Ich hab mich gerad schon wild durch die anderen Blogs geklickt und viel Spaß beim Lesen gehabt. ich hoffe das es so weiter gegangen sein wird.
(Man wann hat man mal die Möglichkeit Futur 2 zu benutzen???)
Ich hab ja von vorn herein geschrieben das mein Projekt eher außer Konkurrenz läuft, denn neben arbeiten, Haushalt, Familie (in meinem Falle ungesund viele Tiere) wäre ein solches Handnähprojekt in 5 Wochen völlig unmöglich. Bei genügend freier Zeit und Elan beim handnähen ist es zwar problemlos machbar dann stellt sich aber noch das Problem der Materialbeschaffung.
Erschwerend kommt hinzu das ich in der Zeit in der das Himmelfahrtskommando läuft 2 Auslandsaufenthalte habe... Das hätte das Zeitfenster noch ein wenig mehr eingeengt.

Anyways. Ich hab versucht meine Blogs so zu schreiben das sie ein wenig wiederspiegeln wie es wirklich "abging". Zudem, ich hab das Coatee tatsächlich nur fertiggestellt weil ich mich hier ein wenig in der Pflicht sah. 
Nach dem Eintrag von "letzter Woche" habe ich mich endlich daran gemacht das noch fehlende Innenfutter einzunähen und 2 noch fehlende Verzierungen an den Turnbacks zu machen.
Ohne diese Motivation hätt ich das wahrscheinlich irgendwann nachts vorm nächsten Event gemacht...
Was ich zum Großteil weggelassen habe sind die Diskussionen die Regimentsintern abliefen, was wo wie warum plaziert werden muss, wie viele cm die laces in pairs sind usw. Und die wilden Flüche wenn ich wieder, und wieder, und wieder auftrennen musste.

Vielleicht hab ich zum nächsten Sew along das passende Projekt das ich auch in der vorgegebenen Zeit fertigstellen kann.

So nun aber zum wichtigen Teil. 
Mein Fertiges Coatee *RUMHOPS*
Bevor der Picture Spam losgeht noch mal Eckdaten:
Es handelt sich um eine Uniformjacke des Coldstream Regiment of Foot Guards um ca 1777.
Innenfutter, wie beim historischen Original nur im Corpus aber nicht in den Ärmeln. Nicht nur das es historisch korrekter ist, es hat auch einen ganz einfachen Vorteil. 
Das ist ja keine Mode zum schick aussehen oder für Parade, das Teil wird benutzt und sich einen Ärmel ausreißen ist etwas das mir allein im letzten Jahr schon drei mal passiert ist. Und wenn man nicht immer noch das Innenfutter auftrennen und wieder vernähen muss machts das Leben echt einfacher. 
Aber genug geredet; mein fertiges Coatee:


front
seite



rücken, Die Falten kommen durch die Angedeutete Taille

Front mit Dreispitz, Bayonettgurt und Wasserflasche
Rücken mit Dreispitz, Bayonettgurt und Wasserflasche
Meine beiden Lieblinge. Links
Coldstream Guards um 1777
Rechts Gordon Highlanders um 1815
 Und natürlich will ich euch den Spaß nicht vorenthalten, das ganze mal in angezogen.
Die dicke Tante in vollem Kit.
Diese Uniform besteht aus:
Weißes Uniform Hemd, lang. mit schwarzem Neckstock (Krawatte) naturweiße Wollweste mit Zinnknöpfen, wollweißen Breeches auch mit Zinnknöpfen (meine Breeches sind ein wenig eng an den Knien und schlecht genäht diesmal war ichs aber immerhin nicht selber...), weißen Kniestrümpfen mit Wadenband (Leder oder Leinen) (On Parade) weiße Gamaschen, hoch mit je 25 Zinnknöpfen, (on normal duty) schwarze Gamaschen, kurz (9 Knöpfe) die weißen Gamaschen werden auch durch ein Wadenband gehalten, ich lass dann gern Strümpfe weg
Dazu schwarze Schnallenschuh mit gleichem Leisten (rechter und linker Schuh sind gleich)
NATÜRLICH das Coatee!!!!
Und dann die Crossbelts; weißer Ledergurt mit Patronentasche und weißer Bayonettgurt. dazu Wasserflasche und Brotbeutel. und natürlich der Dreispitz. Als waffetragender Grenadier setze ich den schief auf, damit er beim schultern und hantieren mit der Muskete nicht vom Kopf gefegt wird. (Eigentlich trägt der Grenadier eine Bärenfellmütze, die besteht aber momentan aus ein wenig viel Fell und hat auch noch Kopf und Krallen dran, aber das ist ein anderes Nähprojekt...)
Dazu hätten wir dann noch eine Flintlock Muskete Modell Brown Bess, long Pattern und einen Luntenberger.
Ihr könnt euch also vorstellen, bis man morgens aufgerödelt ist dauert es... und; besonders als Frau entwickelt man eine sehr differenzierte Einstellung zu Toilettengängen







Sonntag, 5. Mai 2013

Himmelfahrtskommando Tag 5 Flexible Response

Es geht in die Schlußphase. Nur nicht verkrampfen. Schwierigkeiten aus dem Weg räumen und fertig werden. Die zweite Luft ausnutzen und schon mal die Siegesfeier planen. Oder eben: Nächte durchmachen.

Na Mädels, wie läufts bei euch???
Ich hatte inzwischen schon das erste Schaulaufen, wenn auch nur im eigenen Wohnzimmer.
Zwei Haken und Ösen hatte ich schon recht früh irgendwann mal angenäht zum besseren anprobieren. Nachdem ich schnell noch Taschen gebastelt hatte und die Taschenklappen ordentlich aufgenäht hatte.
so von weitem ist das Coatee fertig. 
Und das ist mein Poblem.
Es fehlt nur noch ein klitze winziges bischen kleinscheiss.
Seufz.
Abends beim fernsehen werden die Schulterklappen und Wings noch mal schnell mit Lace versehen, die Knöpfe für die Schulterklappen angenäht, unterm Kragen, ich freu mich jetzt schon auf die Fummelei wenns darum geht Schultergurte anzulegen.
Der gute Andi hat mir grobe Leinwand mitgebracht aus der wir die Fransen basteln. ein paar Lagen Leinwand übereinander eingenäht und dann einfach die Fäden gezogen bis nur noch die Kettfäden standen. Flauschig :D

Innenfutter hab ich letzte Woche gekauft, zugeschnitten und zum Großteil eingenäht.
Und damit sind wir, zum ersten mal in meinem Himmelfahrtskommando auf dem aktuellen Stand der Dinge.
Es fehlen noch zwei Nähte am Innenfutter. Okay, okay ich gebs zu, unten muss es auch noch angeheftet werden. Und dann noch eine kleine Gemeinheit. Auf den meisten Bildern kaum zu erkennen aber zum Glück in einem Fachbuch gefunden. Auf die Turnbacks gehören noch Blau Weisse Ovale mit einer Granate verziert. 
Die müssen noch gebastelt werden.

Resume der Woche:
Ich war soooo Faul! aber nu geh ich nähen. Motivationshilfe funzt, ich will schliesslich das fertige Teil präsentieren!

Samstag, 4. Mai 2013

Am I a movable pivot?

A while ago I was offered a job.
Something that doesn't happen that often in todays economy.
Back then I still had a job but things weren't looking that great.

So far I've mainly had jobs in retail and usually on the lower end of the food chain.
After I lost one of those jobs in 2009 I decided to become my own boss. For the last three years I've managed my own shop, sold artsupplies and paper. But the local economy is going down hill and I had nothing left to back up my idea. So it was time to move on.
A few months before I decided to close my shop, this job offer came. And, of course, I had a long, hard think about it. Even before I reached a desicion the job offer was postponed.
Well, things happen...
Then, all of a sudden, a few weeks ago the offer was back on.
This time with bells and whistles.

I'm a country girl, I like living in my village. and I've, by now, lived longer in my little bell etage flat than  I lived in my parents house. I literally grew up in this flat, taking it over after my grandmas death. It's mine. I know every nook and cranny, the tricky shower, the lopsided stove.... everything.
For the new job I have to move south. About 2.5 hours, by car, from here. In a beautiful town, where I already have some friends.
And more important, I have a propper job. A boss I am really, really, fond of. And a boss who wants me!

I'm inofficially unemployed by now, still officially self employed I closed my shop a few weeks ago. I've been looking for new jobs in my area but so far I drew blanks everytime.

So when the job was offered a second time I more or less jumped at the chance. Well I have to admitt it was an Elephants jump (Elephants can't jump btw.).
There's this job, more or less waiting for me, with a boss who says "I need YOU! Your skills, your motivation, your character." She's in the same hobby, too, and we get along marvlously.
Only drawback is; I'll have to move.
Admittedly I wasn't fond of the idea. but by now I've had a few days to get used to the concept.
Tomorrow I'll drive down there to have a nice talk, probably a few gin tonics and a nice BBQ followed by a few days of getting my bearings and looking at a flat.
This is a big chance for me. A great job, of which I know I can be good at.
A new city.
It's time to move.
Perhaps time to re-invent myself.
I'm just a bit freaked out about managing the move whilst still selling off the last bits of my own shop and already working the new one.
oh dear...



Dienstag, 30. April 2013

Rule Britania!

Safe and sound back from the yoo kay!
Und ich muss mal ernsthaft sagen;
Sche woas!
der Ur-Plan war ja eigentlich ein London Tagestrip. Morgens einfliegen ab in die National Gallery, das Bild angucken um das es mir ging und abends wieder heim jetten.
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!
Ich hatte meinem Captain von der Idee erzählt und jener schlug sofort vor, ich könne doch meine Kundin/Freundin fragen, die eine Kopie des Bildes bestellt hatte und dazu auch noch in London wohnte, ob ich bei ihr nicht übernachten könnte.
Da ich mich nicht aufdrängen wollte hab ich das gelassen... Und ihm auch genau so erklärt.
Als Antwort bekam ich ein schlichtes: "Du brauchst sie nicht zu fragen, das hab ich gerad getan"
*KREISCH*
Natürlich fand sie die Idee toll. Man beriet Daten und zack waren 5 Tage London geplant.
Die gute nahm sich sogar frei um mich vom Flieger abzuholen und freitags wieder hin zu bringen.
All inclusive eben.
Schnell wurden andere Freunde alarmiert und eine kleine Dinnerparty geplant.
Grossartig!
So kam ich montags vormittags an, wurde nach Ealing cheauffiert bekam ein Teechen und ab gings zum Museum.
Business first!
Also, nach einem kleinen scare über eine verlorene Geldbörse (meiner Gastgeberin) die sich leider auch nicht wieder anfand :( Ab mit der Tube zur National Gallery.
Und das Ganze bei Kaiserwetter.
Wenns nach mir gegangen wäre hätten wir uns auch gerne den Rest des Tages in ein Cafe in die Sonne setzen können.
Doch Ach.... Arbeit geht vor.
Also ab in die NG Bild angucken, fachsimpeln, beraten. und dann den Rest des Museums.
es ist 18 Jahre her das ich da war und ich hatte ehrlich gesagt das meiste schon wieder vergessen.

Dazu kam das Vergnügen mit einer sehr gebildeten Frau, ihres Zeichens auch Reenactor, durch die Sääle zu wandeln und sich über Darstellung, Kleidung, Details auszutauschen.
Erfrischend!
Ok zugegeben eine Tür weiter in der National Portrait Gallery begannen die Leute irgendwann einen Bogen um uns zu machen *hüstel*
Da mussten wir uns dann auch etwas kürzer fassen, weil; Dinnerparty!
Also ab, heim und sich bekochen lassen.
Die gute verbannte mich erstmal aus der Küche und ich hab vom Türrahmen aus gebannt zugesehen wie auf 6 Flammen gleichzeitig gekocht wurde.
Faszinierend!
Mit 2 geladenen Gästen wurde üppig dinniert, gelacht und erzählt bis in die tiefe Nacht. Leider mahnte die letzte Bahn irgendwann  zum Aufbruch.
Aber nicht ohne sich mit Rob noch schnell für den nächsten Tag zu verabreden. für "A walk about town" besichtigung des Guards museums und nen kleinen Shoppingtrip.
Also in aller Frühe *hüstel* wieder raus, ab in die Stadt. Da ich noch zeit hatte bin ich erstmal in aller ruhe nochmal in die NG und die NPG (kostet ja schöner weise keinen Eintritt) und alles einfach geniessen und wirken lassen. Morgens um 10 ist es auch noch recht ruhig und man kann sich die Bilder in ruhe betrachten.
Danach dann mit Rob durch die Stadt stromern. Der Gute hatte wirklich tolles zu zeigen. So endeten wir Standesgemäß, unter anderem, in einem Hutladen der seit 17hundert schlagmichtot im selben Hause ist und u.a. Hüte Für Nelson und andere Charaktäre herstellte.
Whee!!! Heaven, i'm in heaven!
Der gute Rob ist aber auch eine herrliche Gesellschaft beim die Stadt erkunden!

Nach einem improvisierten Picknick im St James Square gings zum Guards museum, welches.... klar.... geschlossen hatte. ARGH
Das war der zweite wichtige Punkt meines London besuches. Also auf morgen vertagen.
Immerhin wurden wir durch eine Parade der Royal Horse Artillery entschädigt die vorm Toyshop des Museums her flanierte. Dank Robs guter Connections schafften wir es auch noch bis nah an den Exerzierplatz :D

Danach gings dann weiter durch die Stadt. um sieben war ich am Globe verabredet also bewegten wir uns vage in die Richtung. Um im Anchor noch gepflegt ein Ale zu inhalieren.
Um sieben wurde ich dann an meine Gastgeberin übergeben, die hatte auch ein imromptu Picknick dabei und man ließ sich vorm Theater nieder und trank Wein aus Plastikgläsern (ich find das sollte es in D. auch geben, fertig abgefüllten wein in Aufreissgläsern, Grossartig!)
und dann ab ins Theater, als groundling, The Tempest! Geweldig! (um nicht wieder Großartig zu schreiben) Ist schon ein geiles Feeling in dem Ambiente, auch das 3 Stunden stehen ist eigentlich nicht so schlimm. (Man ist ja das stehen bei Paraden gewohnt) Und wenn ein paar meter von einem entfernt Kenneth Brannagh im Zuschauerraum steht und glücklich Chips mampft macht es das auch noch viel netter! (ich war ja schon nen bissi baff)
Die Schauspieler waren toll und ich mag die Herangehensweise der Briten an Shakespear. Die sind da nämlich um einiges entspannter als der deutsche Kulturschaffende.
Anyways. In der tube heim fast eingepennt, Gastgeberin mit einem klaren Fall von shoe regrett... höhöhö ratet wer in Uniformschuhen da stand? Immerhin weiss ich bei denen das ich den ganzen Tag rennen und dann noch 3 Stunden still stehen kann *feix*.
Donnerstags dann erst mal ausspannen. Gastgeberin musste arbeiten und ich hab erstmal genüsslich gefrühstükt und ausgibigst geduscht bevor ich mich zur nächsten Museumsrunde auf machte.
Diesmal Guards Museum und National Army Museum. Vorher, weil Öffnungszeiten... noch schnell Big Ben und Westminster Abbey abgehakt... sollte man ja mal gemacht haben hihihi.
Ersteres war Offen und toll zweiteres war offen und auch toll, und dazu noch Robs Arbeitsstelle ergo Lunch mit Rob. Danach noch durch die Museums eigene Kusntausstellung gestromert...
Das NAM macht wirklich Spaß, weil zum Teil Interaktiv.
Ich fand jedoch ein frühes Ende, denn selbst meine Füße waren inzwischen an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Meine Gastgeberin hatte für den Abend eine Einladung und so gabs einen ruhigen Abend "daheim" Macht schon Spaß so Touristenuntypisch ein Wohnhaus zu betreten, und später noch mal schnell für take out über die Straße zu huschen. Die Werbung "the best chicken" war übrigens gelogen...
Freitags nachmittags ging der rückflug, also genug Zeit für ein Full english, und um sich am Bücherregal der Gastgeberin eine "To buy list" zu erstellen bevor der Weg zum Flughafen angetreten wurde.
Ich kann keinem empfehlen die 15 Uhr maschine nach Düseldorf zu nehmen. denn die Landet um 18h Ortszeit und ist DIE Pendelmaschine für Junggesellen Abschiede... es waren 2 an Bord... und die legten dann auch ordentlich vor.

Resume des Trips
einfach Herrlich! für kleines Geld 4 Tage London in toller Gesellschaft. Viel gesehen, viel erlebt.
Ich sollte soetwas viel öfter machen.

Das Genick brach mir dann allerdings das ich abends um 8 daheim war und am nächsten morgen um 9 schon wieder unterwegs Richtung Niederlande war... das ich von dort auch ers um 2 in der früh heim kam half dann auch nicht mehr.
Ich hab das Gefühl ich bin irgendwie immernoch platt!

Sonntag, 28. April 2013

Himmelfahrtskommando Tag 4 Lagebesprechung

Geht’s voran, geht’s nicht voran? Sind Änderungen im Plan nötig? Kann jemand  mir helfen?

Ach geht mir doch wech!
Lagebesprechung! Am arsch die Räuber... ich bin hier eher die, die sich den Wolf näht.
Neeee, ich bin nicht am abkotzen, könnt mir gaaarnicht passieren *genervthaarsträhneausderstirnblas*
Aber lasset mich berichten.(dann muss ich wenigstens nicht Nähen!)

Was hamma denn soweit? Die Laces in Pairs sind drauf. die Teile sind eingefasst, eigentlich wirds langsam Zeit aud dem Kilo Mett wieder ein Schwein zu machen.
Alleine, keine Chance. Ärmel müssen dran und da bin ich ne niete. Das fiese bei diesen historischen Schnitten ist das die Ärmel recht hoch auf die Schulter gehen, die Ärmelkugel sieht auch irgendwie verwirrend aus. Aber ich hab ja genug gute Näher im Freundeskreis. Und das Regimental Dinner steht an. Da kann man das flugs gemeinsam machen.  Ich bekomme endlich meine Ärmel eingesetzt, und den ein oder anderen bewundernden Blick. so ein Coatee ist schon beeindruckender als unsere, im vergleich, eher schlichten Highland Coatees. 


Nach dem ausgibigen Bügeln der Laces gehts nun an die Knöpfe *yay*
Auf die Lapels gehören pro Seite zehn Stück. Die sind nichtmal nur Deko! Die Knöpfe werden auf die Jacke genäht, die Lapels bekommen Knopflöcher und werden dann auf die Jacke geknöpft. Sinn und Zweck? Wenns mal etwas kälter ist kann man sie aufknöpfen und zuklappen. 
Man lernt ja nie aus!.
Bei der Plazierung der Pairs musste daher schon darauf geachtet werden wo hinterher die Knöpfe hin kommen da die Knopflöcher in den Laces liegen. Und aus purer Boshaftigkeit hält der oberste Knopf auch noch den Kragen. 
Das annähen geht hier allerdings flott. einfach den Stoff an der richtigen Stelle vorsichtig einschneiden, Stift des Knopfes durchstecken und wenn alle Knöpfe stecken auf der Innenseite des Coatee mit einem dicken Faden auffädeln. 

die restlichen 22 Knöpfe sind dann allerdings Einzelstücke. 
Wobei wir 6 erstmal ad acta legen, denn die müssen in die Falten der Turnbacks, der Rockschöße. Soweit sind wir noch nicht. 
Knopflöcher vernähen kann ich mir zum Glück auch schenken. Das war in den niederen Rängen unüblich. *Freude*
Das gute Stück sieht nun wirklich schon aus wie eine richtige Uniformjacke. Ein trügerisches Bild. Denn es ist noch gemein viel zu tun!

Als nächstes kommen die Wings und Schulterklappen. Eigentlich aus einem Stück doch diese Information kam etwas spät, also aus 2 mach eins. Zum Glück müssen die nicht wie in der Napoleonik in die Ärmelnaht eingenäht werden sondern werden einfach außen auf die  Schultern aufgesetzt. 
Ich hab beschlossen erst die Wings anzusetzen und danach die Laces aufzunähen, denn dann kann ich sie optimal plazieren. Habe aber um einiges mehr Gefummel. Aber auch das lässt sich lösen.


das ist jetzt gemogelt, da ich kein passendes
photo hatte ist dies das coatee vom Captain
Zeit für den nächsten Sew In. Die turnbacks snd fällig. Daheim schnell vorarbeiten und die Innenseite der Schöße mit der weißen Wolle auslegen und die Falten vernähen. Die Knöpfe dran und ein Laceband dran.
Dann gehts auf zum Andi.
Ich hatte mir das ja sooo schön leicht gedacht.
Naja immerhin hab ich dem Andi einen Lacher beschert.
Die vermaldedeiten Turnbacks! Erstmal die Falten ordentlich nachbügeln, und dann die Schöße vorsichtig zusammen legen und festheften. Das überlappte alles irgendwie. Des Rätsels Lösung hielt Andi in der Hand. Die Dinger werden auf Pass geschnitten. (!)
Also mit Schneiderkreide die Kanten verlängern, ein paar mal tief durchatmen und ab an die Schere!
Beide Seiten brav annähen und FERTIG!!!
Wäre da nicht....
Ach, mach ich nächste Woche.

Resume der Woche:
Ich hasse nähen und besonders wenn man gerad fertig ist und jemand sagt: das sieht aber komisch aus ist das original???